Exkursion der Realschule plus und Fachoberschule Untermosel zur KZ-Gedenkstätte Hinzert
Schülerinnen und Schüler gedachten der Opfer des Dritten Reiches
Kobern-Gondorf/Hinzert. Gedenken kann man nur, wenn man sich mit der Vergangenheit beschäftigt. Nach diesem Motto besuchten die beiden Abschlussklassen 10a und 10b der Realschule plus und FOS Untermosel die KZ-Gedenkstätte Hinzert im Hunsrück. Gemeinsam mit den beiden Geschichtslehrern Dieter Möntenich und Georg Schneider schlossen sie mit diesem Besuch die Unterrichtsreihe „Nationalsozialismus und das Dritte Reich“ ab. An der Realschule plus Untermosel sind solche Besuche zur Tradition geworden. Bei anderen Gelegenheiten wurden auch die Gedenkstätten Natzweiler/Struthof in den elsässischen Vogesen und Buchenwald bei Weimar besucht.
In Hinzert erwartete die Schüler und Lehrer aus Kobern-Gondorf ein Besucherzentrum, das im Jahr 2005 eröffnet wurde (siehe auch http://www.gedenkstaette-hinzert-rlp.de/). Hier wurden die Jugendlichen mit ihren Begleitern von zwei Mitarbeitern des Landesamtes für Politische Bildung in Rheinland-Pfalz empfangen. In zwei Gruppen erklärten die Fachleute den Schülerinnen und Schülern die Geschichte und den Zweck des Lagers, erläuterten die Herkunft und das Schicksal der Insassen und das schreckliche Lagerleben. Beim anschließenden Rundgang über das Gelände zeigten sie ihnen die Orte, an denen sich die Baracken der Häftlinge und der Kommandantur befanden. Sie erwähnten auch die vielen Massengräber im angrenzenden Wald. Nach dem Krieg wurden diese geöffnet, die noch identifizierbaren Leichname in ihre Heimat überführt und die vielen Namenlosen wurden auf einem eigens angelegten Friedhof auf dem Gelände bestattet.
Von den Lageranlagen, wie Baracken, Zäune oder Tore, ist nichts erhalten geblieben. Das Lager wurde nach dem Krieg abgerissen. Dennoch hat man sich der Bedeutung dieses Ortes besonnen und diese Gedenkstätte errichtet.
Sichtlich bewegt und um neue Sichtweisen bereichert, verließen die Schülerinnen und Schüler die Gedenkstätte in Richtung Trier, um sich dort die kurz zuvor enthüllte Statue des deutschen Philosophen Karl Marx anzuschauen. Nach einem Kurzaufenthalt in der Innenstadt von Trier wurde die Heimreise angetreten.
