Evangelische Kirchengemeinde Montabaur
Schuhkarton-Weihnachtsgeschenke im Wert von über 15.000 Euro
Sammelaktion in Montabaur findet große Resonanz - Erstmals TV-Interview
Montabaur. Strahlende Kindergesichter an Weihnachten wird es auch dieses Jahr wieder allerorten geben. Nicht nur in Deutschland. Nicht nur bei wohlhabenden Familien. Auch bei Kindern in armen Ländern, zu denen Hunderttausende von Weihnachtspäckchen, verpackt in Schuhkartons, in diesen Wochen gebracht werden. Dafür sorgt die Aktion„Weihnachten im Schuhkarton“, die Teil der internationalen Aktion „Operation Christmas Child“ des christlichen Hilfswerks Samaritan’s Purse (zu deutsch „Samariter-Geldbeutel“) ist. Träger im deutschsprachigen Raum ist das konfessionsunabhängige christliche Werk ‚Geschenke der Hoffnung‘ mit Sitz in Berlin und Außenstellen u.a. in Österreich. Deutschlandweit beteiligen sich zahlreiche örtliche Gruppen an der Aktion schon seit vielen Jahren. Auch Montabaur ist 2016 wieder mit dabei gewesen und das bereits zum sechsten Mal.
Wenn Claudia Seemann, Montabaur, auf „Weihnachten im Schuhkarton“ angesprochen wird, dann strahlt ihr Lächeln noch heller, als das so schon der Fall ist. Sie hat die Aktion vor sechs Jahren in Montabaur auf den Weg gebracht und ist vom Erfolg immer wieder neu überrascht. Gemeinsam mit dem hiesigen sechsköpfigen, ausschließlich weiblichen Leitungsteam und zahlreichen Mitstreitern konnte sie vor Kurzem 635 Weihnachtspäckchen aus der zentralen Sammelstelle im Pauluszentrum abholen lassen. Im Vorfeld war auf breiter Front für die Geschenkeaktion in der Presse, in Kindergärten, Schulen, Geschäften und der Innenstadt geworben worden. Und erneut hat das diesjährige Ergebnis die Erwartungen übertroffen. Mehr als 15 000 Euro an Sachwerten, sowie 3.444 Euro Bargeld-Spenden und etwa 200 Euro Sachspenden, „dafür sind wir allen Gebern und Spendern und unserem Gott von Herzen dankbar“, unterstreicht Claudia Seemann. „Dadurch werden eine ganze Reihe von Kindern zum ersten Mal in ihrem Leben überhaupt ein Geschenk erhalten. Das ist doch wunderbar“, verweist sie auf den großen Wert dieser weltweiten Kinderhilfsaktion. „Und dass wir in Montabaur dazu einen nennenswerten Beitrag beisteuern dürfen, macht uns einfach nur glücklich. Da sind wir alle gerne mit Herzblut dabei!“ Natürlich ehrenamtlich. Wieder waren rund 30 Frauen und Männer am „Sortier-Samstag“ den ganzen Tag engagiert, um die Waren zu prüfen, Päckchen zu ergänzen, Geld- oder Sachspenden entgegenzunehmen und die Abholung vorzubereiten. Manchmal mussten aber auch einzelne Gaben aussortiert werden, denn „leider sind die Zollbestimmungen in einigen Ländern der Erde so streng, dass wir zum Beispiel darauf achten müssen, Lebensmittel mit Gelatine-Zusatz wieder aus den Päckchen herauszunehmen, um nicht eine ganze Palette von Geschenk-Kartons in Gefahr zu bringen. Leider halten sich trotz der ausführlichen Vorinformationen auf Plakaten, Handzetteln und im Internet viele Päckchenspender noch zu selten an die Vorgaben“, konstatiert Seemann mit leiser Enttäuschung in der Stimme. Erfreuliches Novum dagegen war für das Schuhkarton-Team ein zehnminütiger TV-Bericht durch einen Westerwälder Regionalsender. „Einfach toll, wie wir durch die Presse und Medien auch in diesem Jahr wieder unterstützt worden sind. Dafür sind wir ebenfalls sehr dankbar!“ betonen die Verantwortlichen und freuen sich schon auf einen weiteren Anlauf im nächsten Jahr. „Dann wäre es wunderbar, wenn wir in der Region Montabaur tatsächlich über 700 Schuhkarton-Weihnachtspäckchen gesammelt bekämen, was dieses Jahr leider doch nicht geklappt hat, auch wenn es deutlich mehr als noch im letzten Jahr gewesen sind und die Geldspenden wieder auf Rekordhoch eingingen“ zieht Claudia Seemann ein zufriedenes Fazit von ‚Weihnachten im Schuhkarton 2016‘. Und strahlt dabei schon wieder im Voraus.
Ab Ende Dezember werden auf der Website www.weihnachten-im-schuhkarton.org und auf Facebook unter www.facebook.com/WeihnachtenimSchuhkarton erste Fotos, Berichte und Videos der weltweiten Verteilungen veröffentlicht – und dann erfährt auch die Montabaurer Sammelstelle, wohin ihre Päckchen dieses Jahr eigentlich gegangen sind. Infos dazu dann auch unter der Homepage der evangelischen Kirchengemeinde Montabaur unter www.evki-montabaur.de.
