Aufräumaktion rund um den Hemmesser Dom stärkt Gemeinschaft
Schulterschluss macht stark
Spendenaktion für Sanierung läuft an - Jeden Mittwoch: offenes Singen im Dom
Bad Neuenahr. „G“ steht in Hemmessen in diesen Tagen weniger für „geimpft“, denn für Gemeinschaft. Das stellte einmal mehr der vergangene Samstag unter Beweis, an dem zur Putzaktion rund um den Dom gerufen wurde.
Zwei Dutzend Helferinnen und Helfer fanden sich mit Putzlappen und Spaten, Kaffeepott und Keksen zusammen und erfüllten das Areal mit quirligem Treiben. Der Dom ist das Herz von Hemmessen, und das galt es auf Vordermann zu bringen.
Zwar war die Kapelle recht schnell nach der Flut geräumt worden, und wird ja bereits seit einigen Wochen wieder als Gebetsraum und für das Offene Singen am Mittwochabend rege benutzt, doch musste immer noch der Außenbereich von Schlammbergen befreit, das Gelände unter der Dorflinde hergerichtet und den Innenraum gründlich gereinigt werden.
Die Flutnacht hat in der Kapelle alte Malereien aus der Erbauungszeit freigelegt: bunte Ornamente und farbige Gestaltung leuchten nun plötzlich unter den beschädigten Schichten der heute schlichten Wandgestaltung durch und lassen erahnen, wie prächtig sich ehedem der Dom präsentiert hat. Aus dem Helfertrupp glaubten sich einige an die ursprüngliche Gestaltung zu erinnern. Sie sind sich einig: „Das muss wieder freigelegt und in seiner ganzen Schönheit gezeigt werden: Jetzt gilts!“
Hierzu wird eine Spendenaktion ins Leben gerufen, denn die Kirchengemeinde und das Bistum, die sich gerade der Herkulesaufgabe gegenübersehen, 22 massiv beschädigte Gebäude ertüchtigen zu müssen, können das alleine nicht stemmen. Die weiteren Schritte werden mittwochsabends, in Absprache mit den Verantwortlichen der Pfarreiengemeinschaft, geplant, im Anschluss an die offnen Singabende, die immer von 18:30 - 19:00 den Hemmesser Dom klangvoll erfüllen.
Der Hemmesser Dom steht derzeit jeder Beterin und jedem Ruhesuchenden offen. Er bietet Gelegenheit, innezuhalten und sich neu auf Gott hin auszurichten, zu bitten, zu danken, auch mit ihm zu hadern. Auf den Altarstufen findet sich eine kleine Gedenkstätte für die Verstorbenen des Ortsteils, der Altartisch bietet Raum, um Kerzen aufzustellen und Gedanken zu notieren.
Weitere Informationen: Markus Hartmann, Dekanat Ahr-Eifel - markus.hartmann@bistum-trier.de oder 0171-182 7107.
