Allgemeine Berichte | 23.03.2016

Bremmer Knubbetheater präsentiert amüsante Verwechslungskomödie mit tollen Darstellern

„Schwäzz gebrannd un wees geflaggd“

Neuigkeiten im Bremmer Hinterhofleben: Labertasche Helene Schmitz alias Ulrike Henneberger unterbricht das Fußbad mit Neuigkeiten. TE

Bremm. Man sollte schon des Bremmer Moselfränkischen kundig sein, will man sich denn im gleichnamigen „Knubbetheater“ sprichwörtlich vor Lachen kringeln und damit einhergehende Tränen des gleichen Kalibers von den vor Freude glühenden Wangen wischen. So auch beim diesjährigen Schwank des hervorragenden Bremmer Spaß-Ensembles mit dem Titel „Schwäzz gebrannd un wees geflaggd“. Proppenvoll mit begeisterten Besuchern präsentierten sich dazu alle Vorstellungen, in denen die versierten Darsteller einmal mehr zur Höchstform aufliefen. Allen voran die beiden, zunächst noch biederen, Bremmer Hausmütterchen Rosemarie Krämer (Gerti Pellenz) und Irmtraud Müller (Petra Schmitz). Sie fristen ihr tristes Bremmer Hinterhofleben, zwischen angepflanzten Primelchen und selbst gebranntem Schnaps, als untertänigst agierende Gattinnen von Peter Krämer (Rudolf Leitzgen) und Ernst Müller (Joachim Mons), die im Cochemer Verbandsgemeindeamt von Bürgermeister Helmut Probst als Verwaltungsbeamte tagtäglich dem Stress der Untätigkeit und „Faulenzeritis“ ausgesetzt sind. Besagtem Bürgermeister, der sich ebenfalls als treuer Bremmer Theaterbesucher unter den Zuschauern befand, zauberte dies ein deutliches Lächeln ins Gesicht, wobei er den Grund hierfür nicht offenbarte. Ruth Hillesheim und Helene Schmitz glänzen im Stück als ledige Landpomeranzen Margarete und Ulrike Henneberger, denen nichts entgeht und die den „Dorftratsch“ in eine ganz neue Dimension katapultieren. Simon Schmitz und Wolfgang Inden hingegen begeistern als bekennende Motorradfreaks Klaus Küster und Stephan Bischoff, die es soeben ganz zufällig in den Winzerort am berühmten Calmont verschlägt. Natürlich ist es „Labertasche“ Helene Schmitz, die in die Spätnachmittagsidylle von Krämers und Müllers während eines Fußbades für die überarbeiteten Beamten hineinplatzt und über scheinbar tolle Neuigkeiten zu berichten weiß.

Bischöflicher Besuch?

Nach einem von ihr belauschten Gespräch beim örtlichen Metzger hat sie dabei in Erfahrung gebracht, dass der Trierer Bischof wohl Bremm einen Besuch zum eigenen Ausspannen abstatten soll. Dass es sich hierbei aber tatsächlich um den Biker Stephan Bischoff handelt, erfährt sie erst in der Folge. Von dem bischöflichen Besuch aus dem Bistum schließlich überzeugt, ist es die Aufgabe von Peter Krämer und Ernst Müller, für einen adäquaten Empfang des Kirchenvertreters zu sorgen. Dies ausgerechnet zur bevorstehenden Zeremonie des Maibaumaufstellens, eine Tradition, die auch auf der Bühne eine herrlich kostümierte Rolle einnimmt. Nach einem Empfang mit wehenden Fähnchen stellt sich alsbald die „Bischof-Verwechslung“ heraus und die beiden Motorradrocker beziehen ein altes Haus in unmittelbarer Nachbarschaft von Müllers und Krämers. Mit unverhohlenem Argwohn beäugen dabei die beiden Herren des Hauses das Verhalten ihrer Ehefrauen Irmtraud und Rosemarie, die sich scheinbar zu den Neuankömmlingen mit den heißen Öfen hingezogen fühlen. Die bieten ihnen gar bei Abwesenheit ihrer Gatten eine flotte Spritztour auf ihren Maschinen an. Während die beiden Eingeladenen dann auf einem alten Holzbock mit Deckenauflage das Besteigen eines Motorrades üben, tasten sich ihre Männer mit einem scheinbar klärenden Gespräch an die Kradfahrer heran. Besagtes Gespräch endet mit einer gemeinsamen Bieraufnahme und wird nach dem Einbruch der Nacht auf einen weiteren Termin vertagt. Derweil haben auch die beiden Landpomeranzen Ulrike und Margarete Henneberger ein gewogenes Auge auf die beiden Neuankömmlinge geworfen.

Zwei Verschnaufpausen boten Zeit zum Durchatmen und Gelegenheit zum genüsslichen Austausch. Auch in diesem Jahr war es wieder eine herausragende Mundart-Aufführung mit überraschendem Happy End.

Motorradfahren will gelernt sein; das gilt auch für den Part des Sozius: Rosemarie Krämer und Irmtraud Müller üben auf einem Holzbock.

Motorradfahren will gelernt sein; das gilt auch für den Part des Sozius: Rosemarie Krämer und Irmtraud Müller üben auf einem Holzbock.

Die Verwaltungsbeamten Peter Krämer und Ernst Müller beäugen die neueNachbarschaft hinsichtlich ihres Auftretens mit Argwohn.

Die Verwaltungsbeamten Peter Krämer und Ernst Müller beäugen die neue Nachbarschaft hinsichtlich ihres Auftretens mit Argwohn.

In Bremm werden zum „Empfang des Bischofs“ gelbe Fähnchen gewedelt und Rosenblüten gestreut.

In Bremm werden zum „Empfang des Bischofs“ gelbe Fähnchen gewedelt und Rosenblüten gestreut.

Neuigkeiten im Bremmer Hinterhofleben: Labertasche Helene Schmitz alias Ulrike Henneberger unterbricht das Fußbad mit Neuigkeiten. Fotos: TE

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