Gregor Schürer gewinnt Internationalen Literaturpreis
Schwarz in Kigali, grau in Koblenz
Heimersheimer Autor ist unter den Siegern der Vigilius Mountain Stories
Heimersheim. Vier Erzählbändchen hat Gregor Schürer bereits geschrieben. Seit 2004 beteiligt sich der freiberufliche Journalist und Autor aus Heimersheim, im Hauptberuf als Ministerialbeamter des Innenministeriums bei der Bundesakademie für Öffentliche Verwaltung in Brühl beschäftigt, auch an Literaturwettbewerben. Inzwischen kann er auf einen lange Liste von Veröffentlichungen in Sammelbänden und Preisen blicken. Die wird aktuell bereichert durch eine Auszeichnung des Vigilius Mountain Resort (www.vigilius.it/de). Als das Berghotel bei Lana in Südtirol im vergangenen Herbst seinen vierten Literaturwettbewerb ausschrieb, gingen zum Thema „Zugehörigkeit“ Texte von rund 180 Personen ein, die aus dem gesamten deutschen Sprachraum stammen, aus Italien, England, Polen und Russland, sogar aus Übersee, so auch aus den USA und Chile. Daraus wählte die Jury zehn deutschsprachige, fünf italienischsprachige und zwei englische Beiträge aus, die auch in einem Buch zur Veröffentlichung kommen. Die Siegergeschichten sind unter www.mountainstories.it abrufbar und werden in ein bis zwei Monaten ins Deutsche, Italienische und Englische übersetzt zur Lektüre bereit stehen. Zu den zehn preisgekrönten Autoren aus Deutschland zählt der Gregor Schürer mit der Geschichte „Schwarz in Kigali, grau in Koblenz“. Sie handelt von einem Busfahrer, der mit seinem ruandischen Wohnungsnachbarn in Kontakt kommt, was ihm bestürzende Einblicke in dessen belastete Biografie eröffnet. Schürer errang mit dieser Erzählung bereits den dritten Platz beim Literaturwettbewerb 2005 der fünften Bonner Buchmesse Migration unter dem Motto „Mythos Fremde“ und erhielt zudem mit demselben Beitrag einen Platz unter den Fünft- bis Zehntplatzierten des Kunstpreises 2012 von Lotto Rheinland-Pfalz zum Thema „Integration“. Die jüngste Würdigung ist jedoch sein erster internationaler Preis. Mit ihm verbindet sich eine Einladung zum Literaturtag am 4. Juli im Vigilius Mountain Resort. Das Programm umfasst eine Wanderlesung, auf der zehn Autoren, sieben deutschsprachige und drei italienischsprachige, an den schönsten Plätzen des Vigiljochs ihre Geschichten vorlesen werden. „Eine große Überraschung“ ist der Preis für Schürer. Er freut sich, „die anderen Autoren kennen zu lernen“ und sieht gespannt der Möglichkeit entgegen, „den eigenen Text in freier Natur an besonders schönen Orten vorzulesen“. HG
