Allgemeine Berichte | 10.08.2020

Fortbildung der Feuerwehr Saffig

Schwarze Rauchwolken über Saffiger Gerätehaus

Das Mittelschaumrohr in der Praxis.Foto: privat

Saffig. Eine Fortbildung der besonderen Art gab es für die Kameraden des Saffiger Löschzuges. Es ging rund um das Löschmittel Schaum. Pünktlich mit der Sirene – wie in der lokalen Presse angekündigt – stieg eine schwarze Rauchsäule über dem Gerätehaus auf. Torben Stöver erklärte den Schulungsteilnehmern mithilfe des mitgebrachten Schaumtrainers die Einsatzgebiete und -grenzen dieses besonderen Löschmittels. Anfangs wurde die Miniatur-Übungsanlage eher belächelt, sind die Feuerwehrleute sonst doch eher schweres Gerät gewohnt. Doch man wurde schnell eines Besseren belehrt. „Dass dieses kleine Modell so detailliert zeigt, wie man mit Schaum effektiv und schnell löscht, hätte ich niemals gedacht“, so Brandmeisterin Jessica Ley. Die eingesetzte Übungsanlage lässt nicht nur Modellbauer-Herzen höherschlagen. Auf einem maßstabsgetreuen „Fabrikgelände“ konnte man die verschiedenen Einsatz-Taktiken gut nachvollziehen. Außer dem nachgebildeten Brandobjekt standen auch die Armaturen der Feuerwehr (Schaumrohre etc.) im Kleinformat zur Verfügung. Stöver erläuterte hierzu: „Es macht wenig Sinn, den Schaum direkt auf die Flammen zu werfen. Hier ist Geduld gefragt. Das Löschmittel wird in Ruhe vom Rand aus über das Brandgut aufgetragen. Die Wirkung braucht einen Moment, aber sie tritt ein.“

Löschmittel Schaum ist Umweltverträchlicher

Das Löschmittel Schaum ist übrigens in puncto Umweltverträglichkeit deutlich besser als sein Ruf. Die Belastung der Abwässer mit Tensiden ist äußerst gering. Dies ist unter anderem der jahrelangen Forschung und dem wachsenden Umweltbewusstsein zu verdanken. Außerdem gelten für den Einsatz bei der Feuerwehr besondere Vorschriften, die bei diesem Praxistag ebenfalls besprochen wurden. So wird bei jeder Verwendung von Schaummittel die Untere Wasserbehörde informiert. Weiterhin achten die Feuerwehrleute darauf, dass das verwendete Löschwasser nicht ohne Weiteres in die Kanalisation geleitet wird.

Natürlich startete man den Tag nicht gleich mitten in der Praxis. Zunächst wurden die verschiedenen Schaumarten, Taktiken und Einsatzmittel im Schulungsraum besprochen. Hier profitierte der Löschzug sehr davon, dass Stöver als hauptberuflicher Feuerwehrmann diese Schulungen auch im Rahmen seiner Arbeit bei der Feuerwehr Koblenz hält. Viele Beispiele aus realen Einsätzen hielten den theoretischen Teil von Anfang bis Ende interessant und kurzweilig. Zum Abschluss des Tages ging es an das eigene Equipment. Wurfweite und Konsistenz des Schaums wurden ausgiebig getestet.

Die Mannschaft war sich einig, dass diese Freizeitstunden sinnvoll investiert waren. Wehrführer Martin Schleich bedankte sich bei Stöver für die Durchführung der Schulung. Nicht zuletzt dankte er den Teilnehmern, die mit ihrem Eifer und Wissensdurst für den Erfolg des Praxistages sorgten: „Corona begleitet uns ja leider nach wie vor, nicht nur in unserem alltäglichen Leben. Gerade wir bei der Feuerwehr müssen überlegen, wie wir unseren Ausbildungsstand halten. Umso mehr freut es mich, dass ihr alle diese zusätzlichen Regeln und Vorgaben selbstverständlich mittragt und umsetzt. Vielen Dank dafür.“

Das Mittelschaumrohr in der Praxis.Foto: privat

Das Mittelschaumrohr in der Praxis.Foto: privat

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