Evangelische Kirche Montabaur
‚Schwein gehabt‘ in „Wunder-Vollem“ Gottesdienst
20-jähriges Dienstjubiläum von Pfarrer Dietrich - 600 Euro-Kollekte
Montabaur. Wunder gibt es immer wieder. Das hat Katja Ebstein schon vor über vierzig Jahren gewusst und erfolgreich besungen. Wunder gibt es auch heute noch. Daran hat wohl das GoIn-Vorbereitungsteam gedacht, als es seinen Sommer-„Gottesdienst in neuer Form“ unter dieses Thema gestellt hat. Nicht verwunderlich ist allerdings, dass auch dieses Mal rund einhundertfünfzig Besucher das Vierteljahresangebot der evangelischen Kirchengemeinde Montabaur wahrgenommen haben. Denn mittlerweile ist die Präsentation von christlicher Botschaft und biblischen Inhalten mit modernen und zeitgemäßen Stilmitteln ein echter Selbstläufer geworden. Allein schon das themenbezogene, stets aber spontane Schauspiel der GoIn-Laientheatergruppe und die mal rockig, mal ruhige Live-Musik der GoIn-Band wären das Eintrittsgeld wert, wenn man denn solches zahlen müsste.
Das entfällt zwar bei einem Gottesdienst, jedoch ‚entlockt‘ Friederike Schmidt, Lehr-Krankenschwester aus Heiligenroth, immer wieder neu auf einfallsreiche Weise allen Gästen eine stets nennenswerte Summe für einen guten Zweck. Dieses Mal ging’s zur Überraschung aller um Schweine, genauer gesagt um eine spezielle Aktion der „Christoffel-Blindenmission eV“ aus Bensheim. Weil sich Blinde als äußerst geeignete Schweinehirten herausgestellt haben, hilft ihnen die CBM mit einem Startkapital, sich eine eigene Herde aufzubauen. So lernen sie, selbst für den eigenen Lebensunterhalt zu sorgen, statt als Bettler am Straßenrand zu enden. 600 Euro kamen am Ende für dieses echte „Hilfe zur Selbsthilfe“-Projekt zusammen. Da kann man nur sagen „Schwein gehabt!“
Überrascht war auch Pfarrer Dietrich, zentraler Kopf des breit aufgestellten GoIn-Teams, als er nach Ankündigung einer dreimonatigen Studienzeit mitsamt seiner Ehefrau Isolde Dietrich durch Thomas Lehnet, Vorsitzender des Kirchenvorstandes, für zwanzig Jahre Dienst im Luther-Bezirk Montabaur beglückwünscht, bedankt, beschenkt und in seine „Gemeinde-Auszeit“ verabschiedet wurde. Warum „nur“ ein Vierteljahr? „Damit ich rechtzeitig zum nächsten GoIn Anfang Dezember wieder zurück sein kann“, stellt Pfarrer Dietrich zum Schluss noch klar und erntet tosenden Applaus. Pressemitteilung
Evangelische Kirche Montabaur
Pfarrer Dietrich konnte sich über 150 Besucher freuen.
Thomas Lehnet beglückwünschte Pfarrer Dietrich zu 20 Jahren Dienst im Bezirk Montabaur.
