The biggest Emser
Schwerer als vorher
Bad Ems. Drei Bad Emser Vereinsmeier, drei Monate, (weit) über dreihundert Kilo Startgewicht und mindestens vier Mal dreihundert Euro für die jeweilige Vereinsjugend im Topf. Das waren die Startbedingungen für „The biggest Emser“ vor nunmehr einer Woche.
In einem Drei-Monats-Zeitraum sollen die Pfunde der Teilnehmer schmelzen und der Fitnesszustand erhöht werden. Der „Beste“ erhält den Wetteinsatz für die Jugendabteilung seines Vereins. Marius Böttcher geht für den Judoverein in den Wettkampf, Bodo Wieseler hält die VFL-Fahne hoch und Willi Willig vertritt den Bartholomäusmarktverein.
Die Bilanz nach einer Woche: die Truppe ist schwerer geworden! Um wie viel genau kann nur geschätzt werden, die Zunahme dürfte sich aber im Bereich um 150 Kilogramm bewegen. Haben vier Trainingseinheiten nichts bewirkt? Ist die Ernährungsberatung spurlos an den Probanden vorbei gegangen? Nein – „Big E.“ ,wie das Projekt inzwischen liebevoll genannt wird, hat Nachwuchs bekommen - ein weiteres Schwergewicht ist eingestiegen. Jens Clos vertritt seit Montag die Bad Emser Feuerwehr, auch der Spendentopf für die jeweilige Vereinsjugend ist angestiegen, zwei weitere Sponsoren konnten gewonnen werden.
Die Trainingswoche der bisherigen Teilnehmer war bestimmt von vier Trainingseinheiten zu je ungefähr 60 Minuten und einer fast zweistündigen Ernährungsberatung, die sowohl Lücken im Wissenstand um gesunde Ernährung offenbarte, als auch selbige in die Speisepläne der Kontrahenten schlägt. Allerdings war die Woche auch bestimmt von viel Hunger und sehr wenig Durst.
Der Hunger erklärt sich von selbst, der wenige Durst ergibt sich aus der „Verpflichtung“ drei bis vier Liter stilles Wasser am Tag zu konsumieren. Mit der Konzentration auf Rindfleisch („Yippie – täglich Rumpsteak!“) hatten die Big E.‘s noch weniger Probleme als mit dem „Entzug“ von Kohlehydraten und der Umstellung auf Müsli mit Chiasamen, Quinoa, Amaranth („Was ist das und kann man das essen?“), und Mandel-, beziehungsweise Kokosmilch („Hast du schon mal gesehen, wie die gemolken werden“). Auch dass Kokosnuss im Müsli durchaus positiver zu bewerten ist, als der Kokosnussanteil im Schoko-Riegel musste erst verinnerlicht werden.
Mit viel „Frotzelei“ untereinander, sind die nun vier Kontrahenten aber generell auf dem richtigen Weg. Diese Woche stehen nun weitere Trainingseinheiten, erste Zwischenanalysen und ein gemeinsames Einkaufen mit der Ernährungsberaterin Alice Augenstein an – damit sich das Konzept im Alltag einfacher umsetzen lässt.
Willi Willig
