Allgemeine Berichte | 21.01.2022, 13:47 Uhr

Abgeordnete des Kirchenkreises Wied auf der Landessynode 2022

Seelsorge und Klimaschutz für die Gemeinden

Mit vier Delegierten ist der Kirchenkreis im Parlament der Ev. Kirche im Rheinland (EKiR) vertreten. Foto: Ev. Kirchenkreis Wied
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Neuwied. Die Sicherung der Seelsorge und die Verpflichtung zu intensivem Klimaschutz stand für die vier Abgeordneten aus dem Evangelischen Kirchenkreis Wied im Mittelpunkt der vergangenen Woche. Mit vier Delegierten ist der Kirchenkreis im Parlament der Ev. Kirche im Rheinland (EKiR) vertreten. Neben der Selbstverpflichtung zum klimaneutralen Umbau aller kirchlicher Gebäude in den kommenden Jahren stand in den fünf Tagen besonders die Vielfalt und die Entwicklung der Seelsorge im Zentrum.

Obwohl es in Zukunft weniger hauptberufliche Seelsorger geben wird, will die evangelische Kirche durch die Gewinnung und Qualifikation von Ehrenamtlichen die Seelsorge für Menschen mit unterschiedlichsten Nöten und Sorgen weiterentwickeln. Dabei soll die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen und christlichen Kirchen vor Ort ausgebaut werden. Die Kirchenleitung beabsichtigt durch ihren neuen Vorsitzenden, Präses Thorsten Latzel, die Struktur der Kirche gründlich zu verändern. „Die evangelische Kirche wird sich vor Ort und in der Region mit anderen Menschen und Initiativen vernetzen. Sie wird kleiner werden und digitaler und damit gezielt junge Menschen in den Blick nehmen und neue Begegnungs- und Beteiligungsformen finden. Dazu gehört auch, dass die Wahlen der Gemeindevertretungen vor Ort in Zukunft digital durchgeführt werden können“, berichtet Pfarrer Martin Haßler aus Niederbieber. Uwe Selzer aus Neuwied ist es „bewusst geworden, welches Privileg es ist, in unserer Kirche als Ehrenamtlicher über so wichtige Dinge wie zum Beispiel die Klimaneutralität bis 2035 oder die Berufung eines Mitgliedes in die Kirchenleitung mitreden und mitentscheiden zu dürfen“. Marita Klose aus Dierdorf empfand die Tagung als Bereicherung, „weil man sich zusammen auf den Weg zur Lösungsfindung macht. Jeder darf einbringen, was ihn bewegt. Der eigene Blickwinkel erfährt dabei manchmal eine Neuausrichtung.“

Zusammen mit Superintendent Detlef Kowalski nahmen die Abgeordneten vom Haus der Evangelischen Kirche in der Rheinstraße in Neuwied an dieser Synode teil, die zum zweiten Mal online stattfinden musste. Das führte die vier auch an Grenzen: „Das Format finde ich sehr anstrengend. Froh bin ich darüber, dass wir uns als Synodale unseres Kirchenkreises aber wenigstens in den Pausen und vorher und nachher austauschen konnten“, berichtet der Superintendent. Alle hoffen, bei der nächsten Tagung des Parlaments wieder vor Ort und mit allen rund 200 Abgeordneten zusammen zu kommen.

Mit vier Delegierten ist der Kirchenkreis im Parlament der Ev. Kirche im Rheinland (EKiR) vertreten. Foto: Ev. Kirchenkreis Wied

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