Allgemeine Berichte | 18.12.2019

Pfarrer Bernhard Dobelke hatte zum Pressegespräch gebeten

Seelsorgeteam plant engere Zusammenarbeit mit den Ortschaften

Pfarrer Bernhard Dobelke (Mitte) erläuterte die Probleme in der Kath. Kirche. Links Kaplan Carlos Mendoza-Sandoval. Rechts Kaplan Milongo Thibault.Foto: EICH

Rheinbach. „Kirche im Aufbruch“, so hätte man das Gespräch mit dem Seelsorgeteam der katholischen Kirche Rheinbach, im neu renovierten Pfarrhaus in der Langgasse 12 A in Rheinbach benennen können. Pfarrer Bernhard Dobelke hatte die Presse eingeladen, um über den Stand und die Zukunftspläne der Rheinbacher Pfarrei zu informieren.

„Pastoraler Zukunftsweg“

Zu dem Gespräch waren vom Seelsorgeteam Kaplan Carlos Mendoza-Sandoval, Kaplan Milongo Thibault, Pastoralreferentin Andrea Titt und Diakon Friedrich Roos zugegen. Weitere Unterstützung bekommt das Seelsorgeteam von Pastoralreferent Gregor Heuer und der Kirchenmusikerin Christiane Goeke-Goos.

Große Aufgaben stehen nicht nur der katholischen Kirche in Rheinbach vor der Tür. „Pastoraler Zukunftsweg“ hat das Erzbistum Köln als Überschrift ausgegeben. Vor dem Hintergrund der schrumpfenden Gemeindemitglieder der Kirche hat das Erzbistum Köln unter der Überschrift „Pastoraler Zukunftsweg“ dazu aufgerufen, neue Wege auszuloten.

Pfarrkonvent startet auf Fronleichnam

Eine der Aktivitäten soll der Pfarrkonvent sein, der im nächsten Jahr auf Fronleichnam im Pfarrzentrum auf dem Lindenplatz in Rheinbach erstmalig stattfinden soll. Hierbei sollen alle Aktivitäten mit den Ortschaften, die zur katholischen Kirchengemeinde Rheinbach gehören, gebündelt werden.

Die Gespräche mit den Ortsausschüssen, Vereinen, Kirchenausschüssen, aber auch Schulen werden geführt, um neue Wege zu finden, die Menschen mit ihren Anliegen einzubinden. „Hier geht es darum, herauszufinden, wo sich die Kirche mehr einbringen sollte und wo in der Vergangenheit auch Fehler gemacht wurden. Wo stehen wir heute, wo liegen unsere Stärken und Schwächen?“, so Dobelke. Kindergärten sollen mit Angeboten im musikalischen Bereich mit einbezogen werden.

Zwölftausend Katholiken in Rheinbach

Nach einer Zahlenanalyse des Erzbistums und hier insbesondere durch den Diözesan-Pastoralrat hat man eine Prognose gestellt, dass bis 2030 die Menschen, die sich zu der katholischen Kirche bekennen, um 50 % sinken könnten. Das könnte dazu führen, dass sich die Anzahl der Seelsorger im Erzbistum von heute 1000 auf ca. 600 verringert.

Dies einhergehend mit zurückgehenden Mitgliederzahlen auch in den kirchlichen Gruppen. Rheinbach hat zurzeit ca. zwölftausend katholische Gemeindemitglieder. „Die jetzt gestartete Initiative soll den Mitgliederschwund bremsen und im besten Fall stoppen. Das ist aber nur mit den Menschen im direkten Kontakt zu bewerkstelligen“, ergänzt Dobelke. Mit den Aktionen und Gesprächen auf breiter Front will das Erzbistum ein Leitbild erarbeiten, wie man sich die Kirche der Zukunft vorstellt. Hierbei soll es individuelle Spielräume in den Gemeinden geben. Begleitet wird der Pfarrkonvent von Pastoralreferent Michael Brandt, der für den gesamten Rhein-Sieg-Kreis zuständig ist. Er wird auch als Moderator zur Verfügung stehen. Er soll mit seinen Erfahrungen und seinem Wissen unterstützend wirken.

Gute Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirche

„Wichtig ist uns auch die gute Zusammenarbeit in ökumenischer Hinsicht mit den beiden evangelischen Kirchengemeinden vor Ort in Rheinbach“, konstatiert Dobelke. Zur Entlastung des Seelsorgeteams im Bereich der Verwaltung wird ab Anfang Januar Rainer Lützen seine Arbeit im Pfarrbüro aufnehmen, der bis dato in der Rendantur in Euskirchen tätig war. „Damit haben wir in unserem Team wieder mehr Zeit, uns um die Pfarrei zu kümmern“, freut sich der Pfarrer.

Um bei der Gestaltung des Wortgottesdienstes mitzuwirken, hatten sich ca. zehn Interessenten gemeldet. Es gibt noch keine feste Struktur, da das Erzbistum verfügt hat, dass heilige Messen am Sonntag nur von Priestern gehalten werden dürften.

Für die Firmung am 30. November nächsten Jahres soll es nur noch offene Einladungen geben. Alle Gemeindemitglieder ab dem 16. Lebensjahr können sich für die Vorbereitungen melden.

Hiermit soll es die Möglichkeit geben, auch Spätentschlossene zur Firmung einzuladen.

Dobelke informierte im Laufe des Gesprächs darüber, dass die Renovierungsarbeiten im Gebäude des Pfarrbüros bis auf einige Kleinigkeiten abgeschlossen seien und einen finanziellen Aufwand von ca. 100.000 Euro verursacht hätten. Das Erzbistum leistet hier einen Zuschuss.

Oberdrees erhält eine Orgel

Weitere Arbeiten in der Pfarrkirche, hier insbesondere in der Krypta und der Toilettenanlagen, stehen noch aus. Die Filialkirche in Oberdrees wird Anfang nächsten Jahres eine digitale Kirchenorgel erhalten, die von einem privaten Organisten aus Euskirchen zu einem realistischen Preis angekauft werden konnte. Hier ist noch das technische Problem zu lösen, das sperrige Instrument auf die Empore in der Pfarrkirche St. Ägidius zu hieven.

Pfarrer Bernhard Dobelke (Mitte) erläuterte die Probleme in der Kath. Kirche. Links Kaplan Carlos Mendoza-Sandoval. Rechts Kaplan Milongo Thibault.Foto: EICH

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  • Rita Butz: Sehr schön verfasster Bericht , sehr zutreffend und diese beiden " Helden " üben eine Vorbildfunktion für unsere Gemeinde aus !! L. G. verbunden mit meiner höchsten Wertschätzung!!

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