Hundehilfe-Koblenz sucht „Frauchen“ mit starker Hand
Sehr engagniert setzt sich Gassigängerin für die Vermittlung von Hündin „Tara“ ein
Koblenz. Die Hundehilfe-Koblenz e.V. besteht seit 2014 und setzt sich mit 40 Mitgliedern für die Rettung von Hunden ein. „Jedes Tier zu retten was wir retten können“, das haben wir uns vorgenommen, erläuterte Hilde von Elmpt, 2. Vorsitzende des Vereins in einem Interview. Und bei der Hundehilfe in der Mailust 6 ist tatsächlich unheimlich was los. Mit einem großen kollektiven Hundegebell von 25 Hunden wird man gleich am Tor der Hundehilfe empfangen, gerade so, als wollten alle Tiere gemeinsam auf sich aufmerksam machen und „Kommt her“ rufen. Hunde aller Rassen sind dort vertreten, darunter auch Hunde mit Handicap, zum Beispiel ein Hund mit nur einem Auge oder gar einer mit nur drei Beinchen. Zwei Teilzeitkräfte und drei Aushilfen kümmern sich Tag und Nacht um die Tiere. Ein liebvoller Umgang mit den Hunden war beim Besuch gut zu beobachten. Und überhaupt sind wir, zusammen mit unseren 12 Gassigängern, wie eine Familie, erzählte Hilde von Elmpt. Eine gute und gepflegte Unterbringung ist ebenfalls vorhanden, genauso wie die Unterbringung der Hunde in beheizten Räumen, bei schlechter Witterung. Der Verein bezieht keinerlei Zuschüsse und ist auf Spenden angewiesen. Bei einzelnen Aktionen versucht man Gelder zu aktivieren, jedoch nimmt man gerne auch immer Sach- und Geldspenden und auch Futterspenden entgegen. Die Tiere kommen aus den unterschiedlichsten Gründen zur Hundehilfe, dazu hatte die 2. Vorsitzende einige sehr drastische Geschichten zu berichten. Da werden auch schon einmal Tiere direkt am Tor der Hundehilfe am hellen Tag angebunden und sich selbst überlassen.
Die Gassigängerin Ines Burghardt kümmert sich um „Tara“
So war auch das Schicksal der Hündin „Tara“ mehr als schlimm. Die Malihündin, ein belgischer Schäferhund wurde schwer misshandelt und in einer Transportbox gehalten. Am 27.7.2015 kam „Tara“ in die Hundehilfe und Gassigängerin Ines Burghardt kümmert sich gleich von Anfang an intensiv um die Hündin. Schnell wächst ihr das Tier an`s Herz, doch eine Vermittlung stellt sich als sehr schwierig dar. Frau Burkhardt lebt alleine zu Hause, geht täglich arbeiten und opfert fast ihre gesamte Freizeit als Gassigängerin den Hunden der Hundehilfe. Speziell kümmert sie sich um nicht ganz „einfache“ Hunde: „Ich brauche einen Hund, der mich fordert und den ich fordern kann. Ich möchte mit den Tieren etwas arbeiten – Zucht und Ordnung gehören dazu. Der Hund darf mich fordern und ich fordere dann den Hund“, erklärt sie offen im Gespräch. Klingt nach einer „Gassigängerin“ mit einer starken Hand, doch dann entdeckt man ihre emotionale Seite, die dahinter steckt und so verfasste sie auch eine „Liebeserklärung einer Gassigängerin“. „Ich habe dich gesehen und sofort in mein Herz geschlossen, mit deiner eleganten, zarten Gestalt“, so beschreibt sie darin die Hündin. Was weiter folgt ist eine unheimlich liebevolle Erläuterung zu dem Tier und auch im Umgang mit der Hündin. Gerne würde sie das Tier zu sich mit nach Hause nehmen, doch kann die Hündin Katzen nicht leiden und Frau Burkhardt möchte auch ihre Katzen nicht wieder abgeben. Gefordert ist für die Hündin ein Frauchen mit einer starken Hand. Ein „Herrchen“ käme für das Tier nicht in Frage, so erklären die Damen der Hundehilfe, zu schlecht waren die Erfahrung mit dem männlichen Geschlecht. Und auch mit kleinen Kindern hat es die Hündin nicht so. Ines Burkhardt hat das Tier bereits toll in den Griff bekommen, doch der Jagdtrieb der Hündin ist immer noch sehr ausgeprägt. Spazieren gehen ist das Eine, doch das Tier muss mehr gefordert werden. „Tara“ liebt Suchspiele und auch das Training auf einem Übungsplatz macht ihr Spaß und sie ist immer sehr wissbegierig nach Neuem. So ist die Hundehilfe-Koblenz auf der Suche nach einem wirklich geeignetem „Frauchen“, einem liebevoll aber auch geeigneten zu Hause. Wer sich nun für die Hündin interessiert oder mehr über die Hundehilfe erfahren möchte schaut auf die Internetseite: www.hundehilfe-koblenz.de oder kommt gleich persönlich einmal in der Mailust 6 vorbei.
US
Die Hunde bestimmen ihr Leben bei der Hundehilfe-Koblenz. Hilde von Elmpt, 2.Vorsitzende des Vereins und „Gassigängerin“ Ines Burkhardt. (v.l.)
Teilzeitkraft Evi Fiege übernahm die abendliche Fütterung der 25 Hunde.

Eine liebevolle und aufopferungsvolle Arbeit die Ines Burghardt bei Hündin Tara leistet! Dem Hund bringt es sehr viel wegen dem engen Kontakt zum Menschen, die Konsequenz und Liebe die er erfährt! Ich wünsche Tara von Herzen, dass sie das ideale Zuhause findet!