Blasorchester Maischeid & Stebach startete ins Jubiläumsjahr
Sehr gut besuchtes Benefizkonzert für die Stefan-Morsch-Stiftung
Zehnjährige Erfolgsgeschichte widerlegt die anfänglichen Zweifel
Großmaischeid. Kurz vor seinem zehnjährigen Bestehen steht das Blasorchester Maischeid & Stebach. In das kleine Jubiläumsjahr startete der Verein mit einem Benefizkonzert in der Pfarrkirche Großmaischeid. Musikalische Gäste des Abends waren die Sängerin und Gesangslehrerin Heike Koch sowie der erst ein halbes Jahr alte gemischte Chor „Zeitgeist“.
Auf die stolze Zahl von 120 Mitgliedern kann der Vorsitzende des Blasorchesters Andreas Dasbach verweisen. Ganze 57 davon spielen aktiv in einem der beiden Orchester, dem Erwachsenen- oder dem Jugendblasorchester. Die Anfänge vor zehn Jahren waren nicht leicht. Im Grußwort des Programmheftes schreibt Andreas Dasbach: „Zehn Jahre ist es im Februar 2017 her, dass die Musiker der beiden Musikvereine Maischeid und Stebach das Blasorchester Maischeid & Stebach gründeten. Von einigen mit Skepsis betrachtet, hat sich das Blasorchester in der Vereinswelt der Gemeinden Maischeid und Stebach etabliert und übernimmt dabei auch die vielfältigen Verpflichtungen der Ursprungsvereine.“
Das Auftaktkonzert für das Jubiläumsjahr widmet der Verein der Stefan-Morsch-Stiftung, der die eingenommenen Spenden der Besucher zukommen soll. Weitere Termine folgen. Andreas Dasbach warb für die Bereitschaft, aktives oder förderndes Mitglied des Blasorchesters Maischeid & Stebach zu werden. Damit unterstütze man aktiv die Jugendarbeit in den beiden Gemeinden. Durch das vielfältige Programm führte Diakon Norbert Hendricks mit humorigen und besinnlichen Gedichten und Vorträgen. In einem seiner Beiträge hieß es: „Am Ende wird alles gut! Und wenn nicht alles gut ist, dann ist es nicht das Ende!“
Andreas Weller dirigiert das Blasorchester seit einem Jahr. Beim Jubiläumskonzert konnte er zum ersten Mal das eigens für ihn gebaute Podium ausprobieren. Ein elegantes Edelstahl-Geländer wird geschmückt von einem großen Violin-Notenschlüssel. Der Dirigent kam sichtlich gut zurecht auf seiner ansehnlichen Erhöhung. Andreas Weller hielt es am Ende des Konzerts mit Heinz Erhard und trat ans Mikrofon mit dem Satz: „Noch ein Gedicht!“ Weller meinte: „Klatschen viele in die Hände, ist das Konzert noch nicht zu Ende! Und hinterlässt das Klatschen Schwielen, können wir auch noch eine Zugabe spielen!“ Das ließen sich die Besucher in der vollbesetzten Großmaischeider Pfarrkirche nicht zweimal sagen.
Es gab sogar stehenden Applaus. Das Jugendblasorchester wurde nicht minder gekonnt geleitet von Jungdirigent David Buhr. Die Gesangs-Solistin Heike Koch stammt aus Sinsheim im Kraichgau, lebt aber jetzt im nahen Stebach. Ihre klassische Gesangsausbildung absolvierte sie an der Staatlichen Hochschule für Musik Heidelberg-Mannheim und schloss das Studium mit dem Diplom ab. In den letzten Jahren beschäftigt sie sich ausgiebig mit funktionaler Stimmbildung. Ihre Schüler sind Schauspieler, Sänger, Chorsänger, Lehrer und einfach an der Musik und dem Gesang begeisterte Menschen. Im Konzert war Heike Koch als Solistin zu hören bei den Stücken „Gabriellas Song“ und „The Rose“ und zum Schluss bei dem ergreifenden „Halleluja“.
Der noch junge Chor „Zeitgeist“ wurde im April von Bernhard Bätzing gegründet.
Der studierte Musiker ist seit November 2015 als Organist und Chorleiter in den katholischen Pfarreien Dierdorf und Großmaischeid-Isenburg hauptamtlich angestellt. Die Sängerinnen und Sänger von „Zeitgeist“ kommen aus acht verschiedenen Gemeinden. Die Proben finden immer donnerstags ab 19.30 Uhr statt. Seine zentrale Aufgabe sieht der Chor darin, die Gottesdienste im Laufe eines Jahres mitzugestalten. Aber auch Konzertbeteiligungen, Ausflüge und „weltliche“ Auftritte sind geplant.
Bevorzugt gehören drei- bis vierstimmige Gospels, neues geistliches Liedgut und Pop-Arrangements zum Repertoire von „Zeitgeist“. Aber auch klassische Werke, vom Klavier begleitet, oder a capella-Stücke sind möglich. Das Instrumentarium des Blasorchesters Maischeid & Stebach ist vielfältig. Gespielt werden Querflöten, Klarinetten, Altsaxophone, Tenorsaxophone, Baritonsaxophone, Tuben, Trompeten, Tenorhörner/Euphoniums, Posaunen, Schlagzeug und Blockflöten. Nach dem Konzert hatte der Jubiläumsverein noch zu Glühwein und Gesprächen auf dem Platz vor der Kirche eingeladen.
