Unbekanntes bei der Fitnesswanderung des Taunusklub Bad Ems
Seltene Tiere und exotische Bäume
Die Wandergruppe ging durch das Koblenzer Mühlental über die Schmittenhöhe bis nach Lahnstein
Bad Ems. Die Wetterprognose war zwar nicht günstig, trotzdem erwischten die achtzehn Wanderer des Taunusklubs eine Phase ohne Regen. Nach Fachbach folgte man dem Lahn-Radweg, um dann von der Ortsmitte zur Marien-Felsenkapelle aufzusteigen. Die Sage berichtet, dass sich hier einige Frauen während des Dreißigjährigen Krieges vor Soldaten versteckt hätten. Die ursprünglich 1878 errichtete Kapelle wurde 1973 durch einen offenen Neubau ersetzt, der liebevoll gepflegt wird.
Weiter aufwärts ging es entlang der Hochspannungsleitung. Da die Waldwege durch Forstarbeiten schwer passierbar waren, musste die Direttissima gewählt werden, eine anspruchsvolle Herausforderung. Von der Panzerstraße stieg man hinab ins Quellgebiet des Mühlenbaches und weiter zu einem Areal, in dem Mammutbäume und Zedern stehen. Dieses schon fast exotisch anmutende Gelände war nicht allen bekannt. Es ist ein anschauliches Beispiel, dass man nicht unbedingt weit fahren muss, sondern auf unbekannten Wegen interessante Eindrücke sammeln kann – nach dem Motto „Lerne deine Heimat kennen durch den Taunusklub“. Darüber hinaus ist es auch spannend, oft genutzte Straßen mal nicht aus dem Auto, sondern aus einer anderen Perspektive zu sehen.
Anschließend passierte die Gruppe das NABU-Weidegebiets mit Konik-Pferden und Taurus-Rindern, bevor sie die Dicke Eiche erreichte und den Hang auf schmalen Waldwegen hinab zur Horcheimer Höhe und und weiter nach Horchheim stieg. Dann wurde das Schlussrastlokal Maximilians erreicht.
Zufrieden mit der nicht alltäglichen Leistung stärkte man sich und fuhr mit dem Zug von Niederlahnstein nach Bad Ems zurück.
