Christlicher Beistand für Sterbende und ihre Angehörigen im Hospiz im Ahrtal
Sendungsfeier für zwei Seelsorgerinnen im Hospiz
Nicole Schumacher und Elisabeth Reuter verstärken Team des stationären Hospizes
Bad Neuenahr. Sie sind Ansprechpartnerinnen, wenn ein Gast des stationären Hospizes im Ahrtal seelsorglichen Beistand braucht. Sie sind spirituelle Stütze auch für Angehörige und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie halten zudem Verabschiedungs- und Gedenkfeiern für Verstorbene und deren Angehörige in den Räumen des Hospizes ab und gestalten Rituale. Bei einer Sendungsfeier sind Nicole Schumacher als katholische Seelsorgerin und Elisabeth Reuter als evangelische Seelsorgerin offiziell in ihre Tätigkeit im ökumenisch ausgerichteten Hospiz eingeführt worden. Seit Oktober respektive April wirken sie dort bereits mit jeweils einer Viertel-Stelle. „Damit ist unser Hospizteam komplett“, erklärten Hospiz- und Pflegedienstleiterin Yasmin Brost und Christoph Drolshagen, Geschäftsführer der Hospiz im Ahrtal gGmbH. Gute Wünsche und Segenssprüche gaben den beiden Seelsorgerinnen auch Pastor Peter Dörrenbächer von der katholischen Pfarreiengemeinschaft Bad Neuenahr-Ahrweiler und Pfarrer Friedhelm Bach von der Evangelischen Kirchengemeinde Bad Neuenahr, die die Feier liturgisch gestalteten, mit auf den Weg.
„Wenn ein Sterbender die Hand ausstreckt und Nähe sucht, dann soll er nicht ins Leere greifen, sondern meine Hand zu fassen bekommen. Wir sind da, wenn Seelsorge gewünscht ist und wir unterstützen die ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen. Sie suchen gemeinsam mit den Hospizgästen und ihren Familien nach Antworten auf die vielen Fragen, die sich in schwerer Krankheit und beim Sterben eines Menschen stellen“, sagt Nicole Schumacher. Auch wenn Angehörige eine Andacht am Bett eines Verstorbenen wünschen, können ihre Kollegin und sie diesen Wunsch erfüllen.
Die 37-jährige Nicole Schumacher, die in Ramersbach wohnt, hat erst den Beruf der Steuerfachangestellten gelernt und dann ein Studium zur Religionspädagogin absolviert. Nach der Berufspause wegen der Geburt ihrer beiden Kinder hat sie den Wiedereinstieg in ihren Beruf im Seelsorgeteam des benachbarten Maria-Hilf-Krankenhauses begonnen. Die Sankt-Hedwig-Werk Stiftung in Neuwied finanziert ihre Tätigkeit im stationären Hospiz im Ahrtal. Das sei ein großes Geschenk, sagte Hospiz- und Pflegedienstleiterin Yasmin Brost bei der Feierstunde. Die Tätigkeit von Elisabeth Reuter muss die Hospiz im Ahrtal gGmbH aus Spendenmitteln finanzieren. Die 57-jährige Mutter dreier Kinder ist in ihrer Hauptbeschäftigung tätig als evangelische Pfarrerin in Remagen und Kripp.
Für die Gesellschafter des Hospizes wurden die beiden Seelsorgerinnen willkommen geheißen von der Vorsitzenden des Hospiz-Vereins Rhein-Ahr, Ulrike Dobrowolny, von Pastorin Dr. Johanna Will-Armstrong für die Stiftung Bethel und von Schwester Marianne Meyer von der Marienhaus Unternehmensgruppe.
