Grabungsleiterin Stefanie Baumgarten-Mischuda informiert Interessierte
Sensationsfund in Andernach: Geheimgang unter der Stadt entdeckt
Andernach. Bekanntlich soll ein Teil der historischen Andernacher Stadtmauer in diesem Sommer für Besucher begehbar gemacht werden. Bei Vorbereitenden Arbeiten hinter der Roten Schule, ehemaliger Parkplatz am Runden Turm, haben Bauarbeiter bereits vor zwei Wochen eine überraschende Entdeckung gemacht. Nach der Entfernung einiger Büsche und Unkraut klaffte ein zirka ein Quadratmeter großes Loch im Boden. Die Grabungsleitung des Andernacher Stadtmuseums, Frau Stefanie Baumgarten-Mischuda wurde zu Rate gezogen. Sie legte den Bereich großflächig frei. Nach ihrer ersten Einschätzung könnte es sich um einen unterirdischen Tunnel aus dem Mittelalter handeln. Am vergangenen Montag wurde dann ein Kamerawagen, ähnlich wie man diese aus der Rohrreinigung kennt, durch diesen Tunnel geschickt.
Dabei ist herausgekommen, dass sich der schmale Gang über mehrere hundert Meter unter der Altstadt erstreckt und möglicherweise als Fluchtweg oder geheime Verbindung zwischen wichtigen Gebäuden gedient hat. Weitere Untersuchungen sollen folgen. Die Stadt prüft aktuell, ob Teile des Geheimgangs künftig für Besucher zugänglich gemacht werden können. Dies wird aber noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Wer Interesse an den Grabungen hat, kann gerne im Laufe des Mittwochs, 1. April 2026 von 10 bis 19 Uhr der Grabungsleitung über die Schulter schauen. Treffpunkt ist hinter der roten Schule und dem ehemaligen Parkplatz am runden Turm. Bis zur Entscheidung wie es weitergeht, bleibt der Zugang zum Tunnel selbst aus Sicherheitsgründen gesperrt. WAM
