Allgemeine Berichte | 05.03.2026, 11:10 Uhr

Neuer Schwung für den Moseluferweg

Sicheres Radeln und Flanieren: Koblenz plant die Zukunft des Moselufers

Der derzeitige gemeinsam genutzte Fuß- und Radweg am Moselufer weist Schäden auf, die im Zuge des Ausbaus beseitigt werden.
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Koblenz. Die Stadtverwaltung von Koblenz plant den Ausbau des Geh- und Radweges entlang des südlichen Moselufers auf einer Strecke von 2,3 Kilometern zwischen der Gülser Eisenbahnbrücke und der Peter-Klöckner-Straße.

Ziel ist es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und einen durchgängigen, attraktiven Weg zwischen Lay und dem Deutschen Eck zu schaffen.

Der Weg soll verbreitert werden, um Fußgängern und Radfahrern mehr Platz zu bieten. Zur Einbindung der Bürger lädt das Baudezernat der Stadt zu gemeinsamen Begehungen der Strecke ein.

Diese finden an vier Terminen zwischen dem 30. März und dem 2. April statt, mit Treffpunkt am Buswendeplatz an der Gülser Brücke um 15 Uhr. Interessierte können sich per E-Mail oder telefonisch anmelden, und bei hoher Nachfrage werden zusätzliche Termine eingerichtet. Begleitend wird ein Informationsvideo online zur Verfügung gestellt.

Der Ausbau des Weges ist notwendig, da der derzeitige Leinpfad durch Wurzelaufbrüche und diverse Reparaturstellen beeinträchtigt ist. Das Bestandswegeangebot ist zu schmal für die gemeinsame Nutzung durch Fußgänger und Radfahrer. Die neue Planung sieht eine Verbreiterung auf bis zu 3,50 Meter vor. Diese Maßnahme entspricht dem Verkehrsentwicklungsplan der Stadt Koblenz, der die Sicherheit der Fuß- und Radverkehre priorisiert. Besonders Pendler, Fußgänger und Jogger profitieren von der erhöhten Sicherheit. Zudem sind Querungshilfen für Fußgänger über die Bundesstraße vorgesehen.

Die Verkehrsbelastung zwischen der Gülser Brücke und der Kurt-Schumacher-Brücke beträgt etwa 7.700 Fahrzeuge täglich. 2023 wurde stadteinwärts ein Radfahrerschutzstreifen eingerichtet und der östliche Geh- und Radweg in einen reinen Gehweg umgewandelt. Da die Fahrbahnbreite stadtauswärts keinen Radschutzstreifen zulässt, müssen Radfahrer zwischen dem Uferweg und der Fahrbahn wählen. Diese Bedingungen entsprechen nicht dem Verkehrsentwicklungsplan und sind für Radfahrer ungünstig, da die Voraussetzungen für Tempo 30 auf der B 49 nicht erfüllt sind.

Der Erhalt und die Pflege des Baumbestandes in Koblenz sind zentrale Aufgaben der Stadtverwaltung. In den vergangenen zehn Jahren wurden neben Ersatzpflanzungen 871 neue Baumstandorte geschaffen. Die EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur verlangt eine stete Steigerung der Baumbeschirmung. Im Zuge des Ausbaus müssen 29 Bäume entfernt werden, von denen 19 bereits starke Trockenschäden aufweisen. Neue, klimaangepasste Baumarten sollen im Planungsgebiet gepflanzt werden, um langfristig gesunde Baumstandorte zu schaffen. Die Platanen-Allee im Planungsgebiet bleibt vollständig erhalten.

Die Stadt arbeitet derzeit an Fördergeldanträgen für das Projekt, das voraussichtlich 3,8 Millionen Euro kosten wird. Nach der Eröffnung des neuen Radweges werden die aktuellen Verkehrszahlen erhoben, und die Planung wird weiter optimiert. Eine erneute Bürgerinformation ist geplant, bevor die Bauarbeiten frühestens im Oktober 2027 beginnen. BA

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Der derzeitige gemeinsam genutzte Fuß- und Radweg am Moselufer weist Schäden auf, die im Zuge des Ausbaus beseitigt werden. Foto: Stadt Koblenz/ Kai Friehe

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