Allgemeine Berichte | 05.10.2016

Vertreter des ADAC zeigten, dass Sechsjährige im Verkehr weniger Überblick haben

Sicherheits-Westen als Geschenk für die Linzer Erstklässler

Die Schüler sind von der Aktion sichtlich begeistert. BDo

Linz. In der vergangenen Woche gab es in der Aula der Linzer Bürgermeister-Castenholz-Grundschule leuchtende Augen bei den Erstklässlern, denn es gab Geschenke – und welches Kind liebt die nicht? In der Schul-Aula wurden nämlich an die 60 Erstklässler der Grundschule von Rudi Speich, Vorstand für Verkehr und und Technik des ADAC Mittelrhein e.V., Abteilungsleiter Herbert Fuss, dem Linzer Beigeordneten Thomas Balasus und Nadine Engelbrecht, Verkehrssicherheitsbeauftragte der Polizeiinspektion Linz, reflektierende Warnwesten als Geschenke übergeben. Natürlich gab es trotz Ermahnungen, sich in einer Reihe zum Westen-Empfang aufzustellen, gab es erwartungsgemäß schnell eine „Schüler- und Schülerinnen-Traube“ vor der Bühne, wo die Westen überreicht wurden. Die neuen Westen wurden natürlich sofort noch in der Aula angezogen. Die glänzenden Schüler-Augen verrieten den Stolz auf die neue „Eroberung“. Vorstand Speich konnte das aber nachvollziehen: „Kinder freuen sich über Geschenke. Sie fühlen sich wichtig mit ihrer Weste und tragen sie deshalb gerne.“

Kinder sind keine kleinen Erwachsene

Wie die ADAC-Spezialisten erklärten, ist der Schulweg speziell für Erstklässler gefährlich, oft sind die neuen Schulkinder zum ersten Mal allein auf ihrem Schulweg. Die Sicherheitsweste soll daher für bessere Sichtbarkeit sorgen und für die Kinder selbstverständlich werden. Speich erläuterte: „Kinder sind keine kleinen Erwachsene und und können Gefahren im Straßenverkehr oft nicht einschätzen, weil ihnen aufgrund der Körpergröße noch der Überblick fehlt.“ Zudem könnten sie Gefahren im Straßenverkehr aufgrund fehlender Erfahrung oft nicht richtig einschätzen. Speich betonte daher: „Kinder haben wegen ihrer Größe noch keinen Überblick und auch das Richtungshören ist noch nicht so ausgeprägt wie bei Erwachsenen. Andere Verkehrsteilnehmer werden aus dem Augenwinkel oft nicht erkannt.“

Mit dem Motto „ganz schön helle“ der ADAC-Sicherheitsaktion für Erstklässler 2016 will der Verein die Sicherheit für Kinder vergrößern.. Der Slogan „Mach mit! Sicherheitsweste an und los!“ soll die Kinder darin erinnern, die Weste anzulegen. Speich appellierte aber auch an die Eltern, ihre Kinder sichtbar zu machen: „Eine helle und reflektierende Kleidung wie unsere trägt dazu bei.“

Auch heute noch zu viele Unfälle mit Kindern

Trotz aller bestehenden Aktionen und Bemühungen für Sicherheit und Vorsicht sind im Jahr 2015 28.235 Kinder unter 15 Jahren im Straßenverkehr verunglückt, 84 Kinder starben dabei. Bei Kindern von sechs und neun Jahren waren 7.671 Kinder in einen Unfall verwickelt.“ Besonders gefährdet sind Schulneulinge, die noch wenig oder sogar keine Erfahrung im Verkehr haben. Sie sollten und müssen daher zuerst einmal ihren Schulweg kennenzulernen!“ Aber nicht nur die Erstklässler sollten die Sicherheitswesten der ADAC-Stiftung „Gelber Engel“ regelmäßig auf Schulweg und auch in der Freizeit tragen, denn die Westen machen auch ältere Schüler für andere Verkehrsteilnehmer besser sichtbar.

22.233 Sicherheitswesten an 615 Grundschulen verteilt

Speich sieht sich mit der schon lange bekannten Aktion auf dem richtigen Weg: „Wir hoffen, dass durch unsere Aktion weniger Unfälle passieren, denn uns liegt die Sicherheit der Kinder am Herzen und der beste Schutz ist es, gut gesehen werden. Er appellierte daher nachdrücklich an die Kinder, auch mit Weste immer vorsichtig zu sein.

Der ADAC Mittelrhein verteilt in diesem Herbst in seinem Gebiet 22.233 Sicherheitswesten an die Kleinsten der 615 Grundschulen. Zum Gruppenbild der 60 Sicherheitsweste-tragenden Erstklässler mit Weste und die Vertreter der Stadt und des ADAC stellten sich die 60 neuen Grundschüler neben den historischen ADAC-VW Käfer vor der Aula und winkten stolz.

Die Schüler sind von der Aktion sichtlich begeistert. Fotos: BDo

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  • Rita Butz: Sehr schön verfasster Bericht , sehr zutreffend und diese beiden " Helden " üben eine Vorbildfunktion für unsere Gemeinde aus !! L. G. verbunden mit meiner höchsten Wertschätzung!!

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