Allgemeine Berichte | 25.10.2017

Klasse FS.Alt 15 a der Fachschule Altenpflege der BBS des Landkreises Ahrweiler

Siegerfahrt nach Luxemburg

Die Fahrt wurde von den angehenden Altenpflegern einhellig als Highlight empfunden

Klasse FS.Alt 15 a der BBS des Landkreises Ahrweiler vor der Einrichtung der Fondation J. P. Pescatore mit Generaldirektor Vandenbosch (1. Reihe, 3. von links)BBS

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Schüler der Klasse FS.Alt 15 a der Fachschule Altenpflege der BBS des Landkreises Ahrweiler hatten im vergangenen Schuljahr den ersten Preis beim Schüler- und Jugendwettbewerb der Landeszentrale Politische Bildung Rheinland-Pfalz und des rheinland-pfälzischen Landtages zum Thema „Zwischen Nestwärme und Krise – Was bedeutet Familie für mich?“ gewonnen.

Die Siegerprämie war eine eintägige Klassenfahrt. Als angehende Altenpfleger stand es für die Schüler sofort fest, dass das Fahrtziel sowohl das ursprüngliche Projekt vertiefen, als auch mit der Altenpflege in Verbindung stehen sollte. Da die beiden projektbetreuenden Lehrer Anja Weischedel und Gerhard Lügger Mitglieder der neuen Europa-AG an der BBS des Landkreises Ahrweiler sind, war das Ziel schnell gefunden: Ein Studienausflug nach Luxemburg-Stadt in eine Pflegeeinrichtung.

Die Europa-AG unter Leitung des Studiendirektors Michael Devesa hat es sich nämlich zum Ziel gesetzt, die Auslandserfahrungen der Schüler zu fördern.

Anja Weischedel und Gerhard Lügger hatten vor einigen Wochen Kontakt zu Pflegeeinrichtungen in Luxemburg aufgenommen. Die Resonanz der angesprochenen Einrichtungen war durchweg positiv. Die Wahl fiel auf das Haus der Fondation Jean-Pierre Pescatore in Luxemburg-Stadt, in der über 300, oft sehr hochbetagte Menschen professionell umsorgt werden. So hatten die Schüler Gelegenheit, sich in einem Traditionshaus, das gleichzeitig eine der größten Pflegeeinrichtungen Europas ist, über die Pflegesituation in Luxemburg zu informieren. Dort wird der Pflegebedarf individuell für jeden zu pflegenden Bewohner auf Minutenbasis ermittelt. Daraus wird der Mindestbedarf an qualifiziertem Pflegepersonal abgeleitet. Dies ermunterte die Schüler zu zahlreichen konstruktiven Fragen zur luxemburgischen Kranken- und Pflegeversicherung sowie zur Altenpflegeausbildung, die von dem Generaldirektor der Einrichtung, Patrick Vandenbosch und der Pflegedirektorin, Tanja Schwarz, sehr kompetent und umfassend beantwortet wurden. Dabei wurden Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Pflege zwischen Luxemburg und Deutschland erkennbar.

Das Altenheim ist eine der beliebtesten Einrichtungen in Luxemburg, was auch an der langen Wartezeit auf einen Heimplatz abzulesen ist.

Diese beträgt im Durchschnitt mehr als fünf Jahre. Die Einrichtungsleitung legt besonderen Wert auf die Erhaltung der familiären und freundschaftlichen Bindungen der Bewohner, bietet aber auch genügend Raum für den Aufbau neuer Kontakte und Freundschaften. So schloss sich wunderbar der Kreis zum gewonnenen Schülerwettbewerb, da die Bedeutung von Nestwärme/Familie hier wiederum deutlich wurde.Im Anschluss an die äußerst interessante Führung durch die Pflegeeinrichtung bestand für die Schüler die Möglichkeit, die Stadt Luxemburg mit ihren zahlreichen Europaeinrichtungen zu besuchen.Die Fahrt wurde von den angehenden Altenpflegern einhellig als Highlight empfunden. So ist es auch nicht verwunderlich, dass die Initiatorin Anja Weischedel und der Bereichsleiter Gerhard Lügger sich darin bestärkt fühlen, die Internationalisierung der Pflege voranzutreiben und das Ansehen der Pflegeberufe weiter zu stärken. Beabsichtigt ist das Angebot von Generaldirektor Vandenbosch zu prüfen, Schnupperpraktika in Luxemburg zu absolvieren. Weiterhin sind bereits Informations-/Studienfahrten nach Belgien und in die Niederlande bzw. eventuell nach Frankreich ins Auge gefasst.

BBS-Pressedienst

Klasse FS.Alt 15 a der BBS des Landkreises Ahrweiler vor der Einrichtung der Fondation J. P. Pescatore mit Generaldirektor Vandenbosch (1. Reihe, 3. von links)Foto: BBS

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