Jahresabschlussbericht der Wehrer Watzmänner
Sigi Nelles neuer Watzmann-Wanderkönig
Wehr. Im Wanderjahr 2019 hatte Sigi Nelles aus Bad Breisig bei den Wehrer Watzmännern im Wanderkönig-Wettbewerb zum zweiten Mal die Nase vorn und verwies sämtliche Mitbewerber auf die Plätze. Mit stolzen 437 von 548 möglichen Zählern sicherte er sich für ein Jahr die begehrte Trophäe. Sigi Nelles nahm an acht von elf Wanderungen der Bergkameradschaft teil. Anlässlich der Jahresabschlussfeier überreichte ihm der Greffelcheswatzmann Konrad Friedgen den Watzmannstein, eine Flasche Hochprozentiges und eine Urkunde für diese tolle Leistung. Zuvor wanderte man auf einer Distanz von 16 Kilometern rund um den Wehrer Kessel. In seiner Funktion als Vulkanparkführer wusste Konrad Friedgen unterwegs interessantes über die vulkanologische Entstehung der Wehrer Caldera, den Ausbruch des Schlackenkegelvulkans Meirother Kopf und über die erdgeschichtlich bedeutsame Gleitfalte am Dachsbusch zu berichten.
Im Anschluss an die Kürung des neuen Wanderkönigs ließ der Watzmannchef im Landgasthof das zurückliegende Wanderjahr 2019 noch einmal Revue passieren. Einer der Höhepunkt in den Mittelgebirgen war ohne Zweifel die Zweitagestour im Mai. Man wanderte in der Südwestpfalz über einen Teilabschnitt des Rodalbener Felsenweges und über den Dahner Rundwanderweg. Aber auch die obligatorische Marathonwanderung im Juli durch den Vulkanpark Brohltal-Laacher See war ein tolles Erlebnis. Die 42 Kilometer lange, vom Greffelcheswatzmann konzipierte Runde, beinhaltete Teilabschnitte von vier Traumpfaden und zwei Georouten. Die Fernwanderung führte die Wehrer Watzmänner auf dem Donauberglandweg durch die Schwäbische Alb. An sechs Tagen legte man auf der Streckenwanderung vom Dach der Alb ins Tal der jungen Donau 125 Kilometer zurück. Alpine Akzente setzten die Bergkameraden im zurückliegenden Wanderjahr mit der zweiten Durchquerung der Sextener Dolomiten mit den Drei Zinnen. Bei traumhaftem Bergwetter kletterte man auf den 2.744 Meter hohen Paternkofel. Im Oktober 2019 wurde dann mit der Durchwanderung des Karwendel-Höhenweges das Alpinprogramm vervollständigt. In den heimischen Gefilden streifte die Wandertruppe unter anderem über zwei Etappen des Natursteigs Sieg, marschierte auf dem Karolingerweg durch das Tal der Wilden Endert und unternahm eine Wanderung im Mittelrheintal über die Traumschleife Elfenlay mit Zusatzrunde über Gedeonseck und Wolfskopf. Zum Schluss des Wanderjahres stand dann noch eine Ahrtalrunde über Rotweinwander- und Ahruferweg auf dem Programm der Wehrer Watzmänner. Im Anschluss an die Ausführungen des Greffelcheswatzmannes konnte Helmut Seiwert mit seinem musikalisch unterlegten Bergwanderfilm der Sextener Dolomiten die Bergkameraden wieder einmal trefflich begeistern. Die Planungen für das Wanderjahr 2020 sind natürlich schon in vollem Gange. Die fünftägige Bergwanderung im September führt die Bergsteigertruppe zum zweiten Mal in das Wettersteingebirge. Der höchste Berg Deutschlands, die 2.962 Meter hohe Zugspitze soll dabei bestiegen werden. Felsensteige in der Luxemburgischen Schweiz und auf dem Ferschweiler Plateau wurden für die Zweitagestour im Mai ausgewählt und anlässlich der Weitwanderung über die Top Trails of Germany wird voraussichtlich der Malerweg im Elbsandsteingebirge den Zuschlag erhalten. Wer bei den Mittelgebirgswanderungen einmal dabei sein möchte oder Interesse an der Fernwanderung hat, ist jederzeit herzlich willkommen und kann die Wandertermine beim Greffelcheswatzmann Konrad Friedgen erfragen, Tel. (0 26 36) 72 02.
