Safe-Kurs der Fachstelle Frühe Hilfen noch bis September in Polch
Signale des Babys richtig deuten
Im Safe-Kurs der Fachstelle „Frühe Hilfen“ lernen Eltern, die Signale ihres Babys zu verstehen
Polch. „Safe“ hilft jungen Eltern, mit ihrem Baby in Kontakt zu kommen und dem Kind von Geburt an Sicherheit und Geborgenheit zu geben. Noch bis zum September 2020 läuft der jetzige Safe-Kurs in der Fachstelle „Frühe Hilfen“ in Polch, in dessen Verlauf mittlerweile alle Babys geboren wurden. Beim ersten Treffen nach der Geburt berichteten die glücklichen Eltern von ihren Erfahrungen im Krankenhaus und den Veränderungen, die die Geburt des Babys mit sich bringt, sei es in der Paarbeziehung oder mit den Geschwisterkindern.
Psychologie im Vordergrund
Beim Safe-Kurs sind die Mütter und Väter mit ihren Fragen richtig, denn beim Angebot des Caritasverbands Rhein-Mosel-Ahr e.V. stehen – anders als beim klassischen Elternvorbereitungskurs – die psychologischen Aspekte im Vordergrund. Das Training unterstützt Eltern, eine sichere Bindung zum Kind aufbauen.
Das „Safe“-Programm wurde vom Münchner Bindungsforscher Karl-Heinz Brisch, Leiter der Pädiatrischen Psychosomatik und Psychotherapie an der Kinderklinik der Ludwig-Maximilians-Universität in München, zur „Sicheren Ausbildung für Eltern“ entwickelt. Mit dem Kurs, der vor der Geburt beginnt und die Eltern durch das erste Lebensjahr des Kindes begleitet, leistet Safe einen wichtigen präventiven Beitrag.
Signale des Kindes erkennen
In mehreren ganztägigen Seminaren lernen die Eltern, feinfühlig, prompt und angemessen auf die Signale ihres Kindes zu reagieren, damit das Baby später eine sichere Bindung zu seinen erwachsenen Bezugspersonen entwickeln kann.
„Obwohl das alles sehr selbstverständlich klingt, fühlen sich doch viele Eltern gerade in den ersten Monaten im Umgang mit ihren Kindern sehr unsicher“, so Caritas-Mitarbeiterin Christa Fröhlich, Sozialpädagogin und Safe-Mentorin von der Fachstelle Frühe Hilfen im Kreis Mayen-Koblenz.
„Wichtig ist es, dass Eltern lernen, die Signale ihrer Babys richtig zu deuten, um so Missverständnisse zu vermeiden, die eine gute Beziehung beinträchtigen könnten.
Strampelt zum Beispiel. ein Säugling heftig beim Wickeln, könnten Eltern meinen, das Kind tritt sie oder will sie wegstoßen. Dabei sucht das Kind wahrscheinlich nur Kontakt und möchte einen Widerstand spüren“, erklärt Caritas-Mitarbeiterin Birgitt Loser-Hees, Familientherapeutin der Fachstelle Frühe Hilfen.
Sie ist davon überzeugt, „dass Kinder, die von ihren Eltern liebevoll, aufmerksam und feinfühlig behandelt werden, eher ein Urvertrauen entwickeln und gestärkter durchs Leben gehen.“
In den Elterntreffen werden alle Fragen besprochen, die die Eltern in der ersten Zeit mit dem Baby beschäftigen. „Ganz wichtig ist auch der Austausch untereinander“, so Caritas-Mitarbeiterin Kerstin Dörnen-Rötering, Sozialpädagogin der Fachstelle „Frühe Hilfen“, die außerdem sagt: „Gerade das Gefühl, dass andere Eltern in derselben Situation sind und ähnliche Erfahrungen machen, stärkt das Gruppengefühl und bietet einen geschützten Rahmen für den persönlichen Austausch“.
Die Treffen finden immer sonntags statt, damit auch die jungen Väter Gelegenheit haben daran teilzunehmen. Dank einiger Spenden und der Unterstützung des Fördervereins der Fachstelle Frühe Hilfen ist es möglich, diese Kurse durchzuführen.
Die „Fachstelle Frühe Hilfen“ ist eine Kooperation vom Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e.V. und von der Evangelischen Kirchengemeinde Maifeld.
Weitere Infos: Fachstelle „Frühe Hilfen“ im Landkreis Mayen-Koblenz im Mehrgenerationenhaus St. Matthias in Mayen, Telefon: (02651) 98 69-105, E-Mail: info@fruehehilfen-myk.de, www.fruehehilfen-myk.de
