Klangvielfalt begeisterte gut 100 Gäste im Château Merl
So außergewöhnlich kann Chormusik sein
Der Brotfabrikchor präsentierte Folklore aus aller Welt
Merl. Der Brotfabrikchor aus Bonn mit 40 Sängerinnen und Sängern, ganz in Weiß gekleidet, präsentierte Folklore aus aller Welt in vielen Sprachen der Welt: Englisch und Französisch, Norwegisch und Makedonisch, Hochdeutsch und Bayrisch, Suaheli und Kreole. Gut 100 Gäste lauschten der Klangvielfalt, Tänze aus der Renaissance, arabisch anmutende Melodien, freche Tanzrhythmen aus England, der in Bayern beliebte Zwiefacher, afrikanische und haitische Lieder mit den ihnen eigenen, mitreißenden Rhythmen sowie kesse Songs der Comedian Harmonists begeisterten das Publikum.
Ungewohnte Begleitinstrumente
Zunächst fremd, dann aber zunehmend berauschend waren die Begleitinstrumente: Kein Klavier, sondern Trommeln und Schellen nutzte der Perkussionist Robin Dick perfekt zur Betonung der Rhythmen. Vielen Gästen bislang unbekannt war die Drehleier, mit der Susanne Feine manche der Lieder begleitete und ihnen damit eine ganz besondere Leichtigkeit verschaffte. Auch die Stücke, die das Duo „Les Sirènes“, (Susanne Feine und Claudia Nachtsheim) mit Drehleier, Akkordeon und Blockflöte zum Besten gab, passten wunderbar ins Programm.
Mit Bravour gemeistert
Alles in allem erlebte das Publikum Musik. Der Brotfabrikchor aus Bonn strahlte von Beginn des Konzertes Lebendigkeit, Begeisterung, Lust und Freude aus und meisterte die schwierigsten, zuweilen jazzigen und „schrägen“ Melodien mit Bravour. Und die Chorleiterin Claudia Nachtsheim war lebendig gewordene Musik und überstrahlte die Veranstaltung mit Lebendigkeit, Spiel- und Tanzfreude. Das Publikum belohnte die Musikerinnen und Musiker mit Standing Ovation.
Zu diesem hinreißenden Konzert trug auch das Ambiente des Château Merl bei, das gar kein Schloss, sondern eine Scheune mit einem wilden und verwunschenen Garten ist.
