Kegler der „BKA-Junioren“feierten großes Jubiläum
So langsam in die Jahre gekommen
Meckenheim. Im Spätsommer 1968 hatten sich 14 Kollegen der Dienststelle des Bundeskriminalamts in Bad Godesberg im „Weinhäuschen“ in Mehlem zusammengefunden, um einen Kegelklub zu gründen. Sie wollten nicht so formalistisch sein wie ein klassischer deutscher Verein. So wurde kein Vorstand gewählt, keine Satzung erarbeitet, nur Grundsätzliches besprochen und die Kegelbahn bestimmt. Anfangs war es die Kegelbahn im „Weinhäuschen“, später in Godesberg „Die Eule“ oder die „Büchelstuben“.Dort kegelte auch ein Kreis älterer Kollegen. Mit der Verlegung der Dienststelle 1981 in den Neubau in Meckenheim wurden verschiedene Bahnen am Ort benutzt. Seit Jahren ist die „Hausbahn“ beim „Krümmel“ an der Tennishalle. Gekegelt wird jeden Montag von 16 bis 19 Uhr.
Fast alle Beamte waren im Ermittlungsdienst oder im Personenschutz tätig und damit viel unterwegs. Doch bei einem Mitgliederstand von 14 (zeitweise 16) Beamten blieben zumeist noch genügend Aktive zum Kegeln. Wobei hier anzumerken ist, dass sich in den achtziger Jahren über längere Zeit auch eine Kollegin erfolgreich beteiligte. Mit dem Umzug nach Meckenheim ergab sich ein Problem, weil die Kegler an der Stadtmeisterschaft teilnehmen wollten, aber keinen Namen hatten. Die älteren Kollegen hatten sich als „BKA 1“ angemeldet. „BKA 2“ wollten die Jüngeren nicht sein. Also wählten sie die „BKA-Junioren“. Heute führt dieser Aufruf bei einem Durchschnittsalter von über 70 Jahren bei Preisverleihungen häufig zu Verwunderung. Gleich bei der ersten Teilnahme an der Meisterschaft im Jahr 1981 gewann einer der besten Sportler als Einzelkegler den ersten Platz. . „BKA 1“ errang den ersten Platz in der Mannschaftswertung. Nach dem Reglement musste im Folgejahr der Keglerball ausgerichtet werden. Wegen des seinerzeit großen Teilnehmerkreises mit 49 Vereinen (2018 waren es 29) fand der Ball in der ehemaligen Jungholzhalle statt. Zur Ausschmückung hatten die „Junioren“ die Dekoration vom Bonner Stadttheater ausgeliehen. Neben der Stadtmeisterschaft wird seit 1984 jährlich ein interner Pokal ausgekegelt. Über das Kegeln hinaus gab es gemeinsame Veranstaltungen mit Partner oder früher mit der ganzen Familie. Die Kegler unternahmen fast jährlich eine größere Reise, so nach Frankreich, Polen, Spanien, Belgien, in die Türkei, Städte- oder Wanderreisen in Deutschland oder gar eine Schiffstour mit dem größten Zweimaster bei stürmischer See auf dem niederländischen Ijsselmeer. In den vergangenen 50 Jahren waren 31 Beamte Mitglied des Klubs. 14 Kollegen sind verstorben, vier sind ausgetreten, vier Mitgliedschaften ruhen. Aktuell gibt es noch zehn aktive Mitglieder: Wolfgang Dambier, Wolfgang Dörr, Jürgen Hofmann, Dieter Müller, Claus Oestmann, Fred Sommer, Karl Soyk, Klaus Stellmacher, Werner Voß und Rudi Würth. 1968 gab es annähernd 200.000 Kegelklubs. Heute sollen es noch etwa 60.000 sein. Die „BKA-Junioren“ sind noch dabei und hoffen, gemeinsam noch möglichst lange Zeit auf der Kegelbathn zu verbringen.
