Allgemeine Berichte | 22.12.2020

Corona-Amtshilfe der Bundeswehr in der BDH-Klinik

Soldaten koordinieren Besuche der Patienten

V.li. Oberfeldwebel Jan Bell, Dr. Guido Ketter, den Ärztlichen Direktor der BDH-Klinik Vallendar, Oberleutnant Alexander Junge und Thomas von Kessel, den Geschäftsführer der BDH-Klinik Vallendar, vor dem Eingang der Klinik.Foto: BDH-Klinik Vallendar

Vallendar. Seit dem 7. Dezember sind Soldaten des Zentrums Operative Kommunikation der Bundeswehr (ZOpKomBw) aus Mayen in der BDH-Klinik in Vallendar im Rahmen einer Corona-Amtshilfe unterstützend im Einsatz. Nach einem wochenlangen Besuchsverbot aufgrund von Corona-Fällen im Hause sowie der allgemeinen Entwicklung der Pandemie konnten die Patienten seitdem wieder eingeschränkt Besuch empfangen.

Durch den von der Bundesregierung beschlossenen Lockdown 2.0 gilt in der Vallendarer Fachklinik seit dem 16. Dezember nun jedoch zum Schutz der Patienten erneut ein generelles Besuchsverbot mit wenigen Ausnahmen um Weihnachten und den Jahreswechsel. Die BDH-Klinik hatte über den Landrat Dr. Alexander Saftig einen Amtshilfeantrag an das Land Rheinland-Pfalz gestellt. Anschließend wurden die Voraussetzungen und Ressourcen von der 10. Panzerdivision geprüft und letztlich bewilligt.

Zur Unterstützungsleistung erhielt das Zentrum Operative Kommunikation der Bundeswehr in Mayen den Auftrag Soldaten aus dem Einsatzbereich für die BDH Klinik abzustellen. „Da durch die Amtshilfe wieder Besuchszeiten möglich sind, erfüllt die Bundeswehr ein Grundbedürfnis für Patient und Angehörige“, erklärt Oberleutnant Alexander Junge. „Wir möchten gerne dazu beitragen den Heilungsverlauf der Patienten zu verbessern und wenn das durch den persönlichen Kontakt zu den Angehörigen möglich ist, kommen wir dem natürlich gerne nach.“

Da die Koordination und die Organisation der Besuche der Patienten sehr aufwendig und zeitintensiv ist, wurden jeweils zwei Soldaten des ZOpKomBw montags bis mittwochs und freitags von 8 bis 16 Uhr sowie donnerstags von 8 bis 18 Uhr in der Klinik eingesetzt, um das Personal zu entlasten. Von 8 bis um 12 Uhr übernahmen sie den Telefondienst, im Rahmen dessen sie mit den Angehörigen der Patienten die Besuchstermine vereinbarten. Ab 13 Uhr waren sie dann für die Einlasskontrolle im Eingangsbereich der Klinik zuständig, während die vor einigen Wochen für die Einlasskontrolle eingestellten 450 Euro-Kräfte die Hol- und Bringdienste der Patienten und Angehörigen übernahmen.

Aufgrund der aktuellen Situation ist die Amtshilfe am 15. Dezember ausgelaufen und wird erst am 4. Januar wieder aufgenommen. Momentan sind Besuche nur am 25., 27. und 31. Dezember sowie am 1. Januar möglich. Eine telefonische Vereinbarung von Terminen ist montags bis freitags von 8.30 Uhr bis 12 Uhr unter Tel. (02 61) 64 05 -6 49 (Stationen B2 und B3) und unter Tel. (02 61) 64 05 -2 45 (Stationen E0, B1, A3/4, E1/E2 und D3) möglich. Sofern der Lockdown 2.0 am 10. Januar endet, können ab dem 11. Januar wieder die am 7. Dezember in Kraft getretenen eingeschränkten Besuchszeiten wahrgenommen werden. Demnach kann jeder Patient der BDH-Klinik in Vallendar einmal wöchentlich für eine halbe Stunde einen festgelegten Angehörigen aus dem engsten Familienkreis empfangen. Besuche sind dann nach telefonischer Vereinbarung wieder montags bis mittwochs und freitags von 14 bis 16 Uhr sowie donnerstags von 15 bis 18 Uhr für berufstätige Angehörige möglich. Die Besuche der Patienten im Reha-Bereich finden in zugewiesenen Kabinen im Besuchszelt im Außenbereich statt. Patienten des Krankenhausbereichs empfangen ihren Besuch auf der Station selbst. Ihre Angehörigen werden von der Pforte abgeholt und nach der Besuchszeit wieder aus der Klinik begleitet. Sie müssen während des gesamten Aufenthaltes in der Klinik eine FFP 2 Maske tragen, die ihnen zur Verfügung gestellt wird.

Der Einsatzbereich des Zentrums Operative Kommunikation der Bundeswehr hat zur Auftragserfüllung der Corona-Amtshilfe Personal aus drei Einsatzstaffeln abgestellt, die abwechselnd den Tätigkeiten in der BDH-Klinik nachkommen. „So haben wir das ganz gut auf mehrere Schultern verteilt und können tatkräftig unterstützen“, so Junge. Der überwiegende Teil der beteiligten Soldaten ist in der Einführungswoche mit dabei gewesen und hat immer wiederkehrend Dienst. „Wenn es um die Corona-Amtshilfe geht, passiert das auf freiwilliger Basis“, betont Junge. „Wir verstehen die Lage, in der sich die Kliniken zurzeit befinden und möchten natürlich in dieser schweren Zeit unseren Teil zur Verbesserung der Lage beitragen.“ „Die Zusammenarbeit mit den Soldaten war vom ersten Tag an sehr gut und stellt für unsere Klinik und mich eine echte Bereicherung dar“, zeigt sich Dietmar Borchert, der Technische Leiter der BDH-Klinik Vallendar, vom Einsatz der Bundeswehr begeistert. „Es ist erstaunlich, wie reibungslos der Ablauf der Übergaben der Soldaten stattfindet und dass der nächste Tag abläuft wie der vorherige, obwohl sie sich nicht sehen.“ Der Amtshilfeantrag ist für den Zeitraum vom 7. Dezember bis 15. Januar gestellt worden. Aufgrund der aktuellen Umstände hat Borchert aber bereits die Verlängerung der Amtshilfe beantragt.

Pressemitteilung der

BDH-Klinik Vallendar

V.li. Oberfeldwebel Jan Bell, Dr. Guido Ketter, den Ärztlichen Direktor der BDH-Klinik Vallendar, Oberleutnant Alexander Junge und Thomas von Kessel, den Geschäftsführer der BDH-Klinik Vallendar, vor dem Eingang der Klinik.Foto: BDH-Klinik Vallendar

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Karl Matheis: Eine unendliche Geschichte, alle Beteiligten sollten mal darüber nachdenken, ob sie heute ein Haus bauen würden mit Plänen aus den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts! Bei Straßen wollen wir dies offensichtich machen.
  • Rainer Hohn: Wenn man um Cannabis so nen Wind machen würde, wie man hier unreflektiert und regelmässig den Alkohol feiert, würden sich alle wieder aufregen. Ein toxisches Nervengift, welches unter allen Drogen die meisten Toten zu verantworten hat.
  • illgen: was soll der mist dann . wenn sich jeder mal an die eigene nase packt dann würde es nicht da so gefährlich sein . auch die bussfahrer sollten sichmal sn die eigene nase packen und dort langsamer fahren.
Dauerauftrag 2026
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Ostern -Filiale Mülheim-Kärlich
Lossprechungsfeier Elektro-Innung
Rund ums Auto
Stellenanzeige
Empfohlene Artikel
symbolbild
13

Betzdorf. Die Polizei in Betzdorf plant im Rahmen der landesweiten Aktionswoche „Deine PoliZEIT“ am 14. April 2026 ein spezielles Bewerbertraining. Diese Veranstaltung findet zwischen 17:00 Uhr und 19:00 Uhr statt und bietet den Teilnehmenden eine wertvolle Gelegenheit, sich gründlich auf das Auswahlverfahren vorzubereiten.

Weiterlesen

Es waren großartige Skitage am Reschenpass.  Foto: privat
11

Dernau. Dass der Skiwinter noch lange nicht vorbei ist, erlebten erst jüngst 74 Wintersportler des Ski-Clubs Dernau, denn es hieß wieder rauf auf die Pisten am Reschenpass. Die Bedingungen fürs viertägige Skivergnügen hätten dabei in den Skigebieten Haideralm, Schöneben und Sulden nicht besser sein können: Alle Tage Kaiserwetter mit Sonnenschein, Schnee satt und beste Pistenverhältnisse in den alpinen...

Weiterlesen

Mit Schaufeln, Schubkarren und jeder Menge Motivation ging es ans Werk.  Foto: privat
12

Bad Breisig. Vor einiger Zeit bewiesen Eltern, Kinder und Teammitglieder der Kita St. Viktor unter der Schirmherrschaft der kath. Kita gGmbH Koblenz, was echte Gemeinschaft bedeutet. Gemeinsam machten sie sich daran, den alten Sandkasten auszuheben – eine Aufgabe, die sowohl tatkräftigen Einsatz als auch eine gute Portion Durchhaltevermögen verlangte.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Zahlreiche Einsatzkräfte der Technischen Einsatzleitung des Landkreises Mayen-Koblenz haben an der Auftaktveranstaltung zum Aufbau eines Netzwerks im Bereich Katastrophenschutz in Miesenheim teilgenommen.Foto: Kreisverwaltung MYK/Daniel Schäfer
3

Ganztägige Schulung stärkt Zusammenarbeit zwischen Kreis, Städten und Verbandsgemeinden

Landkreis Mayen-Koblenz startet Fortbildungsreihe für Technische Einsatzleitung

Kreis MYK. Die Technische Einsatzleitung des Landkreises Mayen-Koblenz hat jüngst an einer ganztägigen Fortbildung in Miesenheim teilgenommen, die den Auftakt einer Schulungsreihe bildet. Ziel des Programms ist es, ein leistungsfähiges Netzwerk zwischen den Einsatzkräften und den Verwaltungen von Landkreis sowie kreisangehörigen Verbandsgemeinden und Städten aufzubauen. Einheitliche Ausbildung und...

Weiterlesen

Landrat Marko Boos (3. von rechts), Kathrin Laymann, Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Rhein-Mosel (Mitte), sowie Vertreter des WVZ Maifeld-Eifel und der Smarten Region MYK10 präsentieren eine LoRaWAN-Antenne. Foto: Kreisverwaltung MYK/Damian MorcinekFoto: Kreisverwaltung Mayen-Koblenz
2

Ausbau des LoRaWan-Funknetzwerks im Kreis MYK soll in Kombination mit Funkwasserzählern Verwaltungsabläufe vereinfachen

Kreis und WVZ Maifeld-Eifel schaffen durch Digitalisierung mehr Service für Bürger

Kreis MYK. Die Stabsstelle Smart Cities des Landkreises Mayen-Koblenz treibt den kreisweiten Ausbau eines modernen LoRaWAN-Funknetzwerks voran. Insgesamt entstehen 44 Gateway-Standorte, die eine flächendeckende Funkanbindung ermöglichen und damit die Grundlage für digitale Fachanwendungen im gesamten Landkreis legen. Funkwasserzähler sind der erste von mehreren Anwendungsfällen, mit denen Verwaltungsabläufe spürbar vereinfacht und effizienter gestaltet werden sollen.

Weiterlesen

5

Hobbyfotografen können beim diesjährigen Wettbewerb unter dem Motto „Sagenhaftes Mayen-Koblenz“ attraktive Geldpreise gewinnen – Einsendeschluss ist der 30. Juni

Heimatbuch rückt Burgen, Schlösser & Co. in den Fokus

Kreis MYK. Majestätisch thronen sie auf Höhenzügen, verborgen liegen sie in idyllischen Tälern oder prägen als eindrucksvolle Zeitzeugen unsere Städte und Dörfer – Burgen, Schlösser und historische Bauwerke sind aus dem Landkreis Mayen-Koblenz nicht wegzudenken. Sie erzählen von Rittern und Kurfürsten, von bewegten Jahrhunderten und kulturellem Wandel. Unter dem Motto „Sagenhaftes Mayen-Koblenz –...

Weiterlesen

Rund ums Haus
Dauerauftrag 2026
Wir helfen im Trauerfall
Lossprechung der Sanitär- und Heizungstechnik-Innung Kreis Ahrweiler
Lossprechung Elektro Innung
Lossprechung der Sanitär- und Heizungstechnik-Innung Kreis Ahrweiler
Lossprechung Elektro-Innung
Frühlingsmarkt in Adenau
Wahlkampf
Handwerkerhaus
Rund ums Haus
Verena Schütz- Unterstützeranzeige _Demuth
Dr. Adi Weiland
Mitarbeiter für Hallen- und Hofbereich
Verena Schütz_Unterstützeranzeige_SeniorenUnion
Osterangebote
Hans-Georg Hammes
rund ums Auto