Jahreshauptversammlung des Freundschaftskreises Dimona-Andernach
Solidarität und Sorge
Andernach. In Andernach fand die Jahreshauptversammlung des Freundschaftskreises Dimona-Andernach statt, bei der die aktuelle Situation in der Partnerstadt Dimona und die Konflikte im Nahen Osten im Fokus standen.
Im Mittelpunkt der Versammlung standen die Auswirkungen des Terroranschlags der als terroristisch eingestuften Organisation Hamas vom 7. Oktober in Dimona. Obwohl die Stadt bisher keine Raketenangriffe erlebt hat, gab es bereits 18 Todesopfer zu beklagen. Unter den Opfern eines Massakers in der Nähe des Gazastreifens waren drei junge Israelis, sieben Soldaten und ein Polizist, die ihr Leben bei Rettungsversuchen verloren, sowie eine vierköpfige Familie, die auf dem Heimweg ermordet wurde. Auch ein Enkelsohn von Josef Galon, Mitbegründer der Städtepartnerschaft, gehört zu den Opfern. Das Schicksal einiger Soldaten ist weiterhin ungewiss. Zudem hat die Stadt zeitweilig fünfhundert Flüchtlinge aufgenommen, die vor der Unsicherheit geflohen sind; derzeit sind es etwa noch 100. Die Stadtverwaltung hat ihre Solidarität und Anteilnahme gegenüber Dimona schriftlich ausgedrückt, was vom Freundschaftskreis begrüßt wurde. Der Kreis plant, in einem Brief seine tiefe Betroffenheit zu bekunden. In der Versammlung herrschte Konsens über die Verurteilung des Terrorakts der Hamas, die Ablehnung von Antisemitismus in Deutschland und die Notwendigkeit der Verteidigung Israels. Besorgnis wurde über das Leiden der Zivilbevölkerung im Gazastreifen und die Zukunft des israelisch-palästinensischen Zusammenlebens geäußert.
Nach der Diskussion folgten die üblichen Punkte einer Jahreshauptversammlung, einschließlich Rechenschaftsberichte und ein Ausblick auf das kommende Jahr mit anstehenden Vorstandswahlen.
Den Abschluss bildete eine Weih-nukka-Feier, eine traditionelle Kombination aus Weihnachts- und Chanukka-Feier, die als Friedensgebet fungierte.
BA
