Allgemeine Berichte | 24.08.2016, 11:17 Uhr

Kreisveterinäramt appelliert an Halter und gibt Tipps

Sommerhitze: Bei Tieren auf Wasser, Schatten und Hygiene achten!

Rhein-Sieg-Kreis. „Wasser, Schatten und das hygienische Reinhalten, zum Beispiel von Käfigen, sind bei der Tierhaltung das A und O in heißen Tagen“, darauf macht Dr. Klaus Mann, Leiter des Tierärztlichen Dienstes des Kreisveterinäramtes, aufmerksam.

Schließlich nimmt die Sommerhitze nicht nur die Menschen, sondern auch die Vierbeiner mit. Hinzu kommt: Grundsätzlich leiden Tiere unter Hitze mehr als unter Kälte. Deshalb müssen Rinder, Pferde, Schafe, Ziegen oder andere Tiere, die sich auf der Weide befinden, die Möglichkeit haben, Schatten aufzusuchen und es muss jederzeit genügend, frisches Wasser bereit stehen. Bieten die Weiden keinen natürlichen Witterungsschutz durch ausreichenden Bewuchs, ist ein Unterstand erforderlich. In jedem Fall ist darauf zu achten, dass genügend beschattete Fläche zur Verfügung steht, damit auch die rangniederen Tiere einen Schattenplatz finden. Schafe sollten auf jeden Fall geschoren werden.

Werden Kleintiere in Käfigen gehalten, so kann es leicht durch direkte Sonneneinstrahlung und fehlende Windbewegung zu einem Hitzestau kommen. Bringt man die Käfige in den Schatten oder sorgt beispielsweise mit einem Sonnenschirm für eine zusätzliche Beschattung, ist den Tieren mit einfachen Mitteln geholfen. Dabei sollte der Halter immer beachten, dass die Sonne im Laufe des Tages wandert und ein morgens noch schattiger Platz mittags in der prallen Sonne stehen kann.

Anders als der Mensch können Hunde nicht am ganzen Körper schwitzen, sondern haben nur an den Pfoten Schweißdrüsen. Hunde leiden daher in besonderer Weise, wenn sie bei den derzeitigen Temperaturen in Autos eingesperrt werden, auch wenn die Fenster einen Schlitz weit geöffnet werden. Hunde können ihre Körpertemperatur durch Hecheln regulieren. Beim Hecheln verlieren die Tiere jedoch viel Flüssigkeit – beschlagene Scheiben sind die Folge. Auch beim kurzen Einkauf kann das Auto für die darin zurückgelassenen Tiere schnell zur tödlichen Falle werden. Die Folge für das Tier sind Sauerstoffmangel, Übelkeit, Kreislaufprobleme mit anschließendem Kreislaufversagen. Im schlimmsten Fall kann die Hitze zum qualvollen Tod des Tieres führen.

Tödliche Gefahr: Hitzeschläge

Eine tödliche Gefahr für die Tiere sind Hitzeschläge. Darum ist es wichtig, die Warnsignale rechtzeitig zu erkennen. Anzeichen beim Hund sind starkes Hecheln, Erbrechen, Durchfall, Taumeln oder Krämpfe, auch Bewusstlosigkeit. Das Tier sofort in den Schatten bringen und Erste-Hilfe-Maßnahmen durchführen: dem Tier langsam erst die Beine, dann den Körper mit feuchten Tüchern oder Decken kühlen und nur bei Bewusstsein Wasser anbieten. Dann sollte umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden, denn es besteht Lebensgefahr.

Tipps für die richtige Haltung von Tieren gibt es beim Veterinäramt des Rhein-Sieg-Kreises, - Der Landrat - , Kaiser-Wilhelm-Platz 1, 53721 Siegburg, Tel. (0 22 41) 13 21 79, E-Mail: veterinaeramt@rhein-sieg-kreis.de.

Pressemitteilung

Rhein-Sieg-Kreis

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