Allgemeine Berichte | 05.04.2024

Sonderregelung verlängert

Viele Wiederaufbaumaßnahmen befinden sich noch im Stadium der Planung oder gerade erst im Übergang zur Ausführung. Deswegen wurden die vergaberechtlichen Erleichterungen für flutbedingte Wiederaufbaumaßnahmen bis 31. März 2025 verlängert. Dominik Gieler, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Altenahr, begrüßt diese Entscheidung.  Foto: Archiv Thorsten Trütgen / VG Altenahr

VG Altenahr.Die ursprünglich am 31. März 2024 auslaufenden Ausnahmereglungen für vergaberechtliche Erleichterungen der flutbetroffenen Gebiete der Landkreise Ahrweiler, Bernkastel-Wittlich, Cochem-Zell, Eifelkreis Bitburg-Prüm, Mayen-Koblenz, Trier-Saarburg und Vulkaneifel sowie der kreisfreien Stadt Trier wurden um ein weiteres Jahr verlängert. Im Dezember 2021 hat das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau (MWVLW) mit einem Rundschreiben vergaberechtliche Erleichterungen für die betroffenen Landkreise der Flutkatastrophe vom 14. Juli 2021 und damit im Zusammenhang stehende Vergabeverfahren für den Wiederaufbau bekanntgegeben. Mit Blick auf die flutbedingten Besonderheiten ergänzte der Landtag im April 2022 das Mittelstandsförderungsgesetzes (MFG) und schaffte damit den flutbetroffenen Kommunalverwaltungen weitere Erleichterungen. Durch die Änderung darf bei Vorliegen einer besonderen Ausnahmesituation bei Auftragsvergaben im sogenannten Unterschwellenbereich - dem Bereich unterhalb der EU-Schwellenwerte, die eine europaweite Ausschreibung erfordern – auf den Grundsatz der losweisen Vergabe öffentlicher Aufträge verzichtet werden.

Eigentlich sind öffentliche Aufträge in der Menge aufgeteilt als Teillose und getrennt nach Art und Fachgebiet als Fachlose zu vergeben. In diesen Ausnahmefällen ist sogar eine Zusammenfassung von Losen (Gewerken) bis hin zu einer Vergabe an ein Generalunternehmen möglich. Eine solche besondere Ausnahmesituation, welche die Ausnahme von einer losweisen Vergabe rechtfertigt, ist vom Landtag durch Beschluss festzustellen sowie örtlich, zeitlich und gegebenenfalls sachlich zu begrenzen.

„Entgegen der im Jahr 2022 angenommenen zeitlichen Abläufe befinden sich viele Wiederaufbaumaßnahmen nicht nur bei uns noch im Stadium der Planung oder gerade erst im Übergang zur Ausführung. Durch die deutlich verlängerte Planungsphase konnte die Ausnahmeregelung ihre geplante Wirkung zur Beschleunigung des Wiederaufbaus bisher noch nicht voll entfalten. Durch den ständigen Austausch wusste man in Mainz davon. Deswegen hat der rheinland-pfälzische Landtag seinen Beschluss vom 1. April 2022 über den Verzicht auf die Losvergabepflicht bis zum 31. März 2025 verlängert. Darüber sind wir sehr froh, hätten uns aber auch Erleichterungen auf EU-Ebene gewünscht“, erklärt Dominik Gieler, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Altenahr, die Verlängerung der vergaberechtlichen Erleichterungen.

Pressemitteilung

VG Altenahr

Viele Wiederaufbaumaßnahmen befinden sich noch im Stadium der Planung oder gerade erst im Übergang zur Ausführung. Deswegen wurden die vergaberechtlichen Erleichterungen für flutbedingte Wiederaufbaumaßnahmen bis 31. März 2025 verlängert. Dominik Gieler, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Altenahr, begrüßt diese Entscheidung. Foto: Archiv Thorsten Trütgen / VG Altenahr

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Dauerauftrag 2025
Anzeige LebensKunstMarkt Remagen 2026
Stellenanzeige
Projektingenieur
Empfohlene Artikel
Drei Landräte – ein Ziel: Hochwasserschutz muss über Grenzenhinweg gedacht werden. Dies fordern (v.l.) Julia Gieseking, CorneliaWeigand und Markus Ramers in einem gemeinsamen Schreiben anBundeskanzler Friedrich Merz. Foto: Kreis Euskirchen
227

Region. Die von der Flutkatastrophe 2021 betroffenen Regionen im Ahrtal, im Kreis Euskirchen und in der Eifel drängen auf eine Erweiterung der Einsatzmöglichkeiten des Aufbauhilfefonds. In einem gemeinsamen Schreiben an Bundeskanzler Friedrich Merz bitten die Landrätinnen Cornelia Weigand (Kreis Ahrweiler) und Julia Gieseking (Landkreis Vulkaneifel) sowie Landrat Markus Ramers (Kreis Euskirchen) darum,...

Weiterlesen

Foto: Pixabay.com
69

Region. Ob Sport, Kultur, Musik, Brauchtum, Soziales oder Engagement für die Gemeinschaft: Vereine sind das Herzstück unserer Region. Hinter jedem Verein stehen Menschen, die mit Leidenschaft, Zeit und Ideen das Miteinander bereichern. Genau diese Geschichten möchten wir sichtbar machen.

Weiterlesen

Das Fell der Rotwildkälber ist zunächst braun mit weißen Tupfen. Beim Heranwachsen verliert sich diese Zeichnung.
11

„In den ersten Tagen nach der Geburt sind die kleinen Kälber noch etwas unsicher auf den Beinen und schlafen viel. Das ist völlig normal und kein Grund zur Sorge“, erklärt Stadtförsterin Angelika Dauermann. Nach und nach werden die Kleinen unternehmungslustiger und können beim Erobern des Geheges beobachtet werden.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Nach dem Angriff mit Schlägen und Tritten auf einen 60-Jährigen, fahndet die Polizei nun nach den unbekannten Jugendlichen.
1783

Erst provozierten sie den Hund, dann schlugen sie zu

07.03.: Bonn: Jugendliche nach brutaler Attacke auf 60-Jährigen gesucht

Bonn. Die Bonner Polizei sucht derzeit mithilfe eines Fotos nach vier Jugendlichen, die im Verdacht stehen, am 07. März 2026 einen 60-jährigen Mann in der Sternstraße in Bonn angegriffen zu haben. Der Vorfall ereignete sich gegen 16:30 Uhr, als ein zunächst verbaler Streit zwischen dem Geschädigten und den Jugendlichen eskalierte. Auslöser des Streits war das fortwährende Provozieren des Hundes des Mannes durch die Jugendlichen.

Weiterlesen

Symbolbild.
279

Einbruch am hellichten Tage – schnelles Eingreifen der Polizei führt zur Festnahme

17.06.: Schnelle Festnahme nach Wohnungseinbruch in Polch

Polch. Am Mittwoch, dem 17. Juni 2026, ereignete sich gegen 12:20 Uhr ein Tageswohnungseinbruch in einem Einfamilienhaus im Stadtgebiet von Polch. Die örtliche Polizeidienststelle wurde umgehend über den Vorfall informiert.

Weiterlesen

Seit 10 Jahren unverändert: die Behelfsbrücke bei Birresdorf.
898

Entnervte Bürger, volle Aktenordner und kein Vorankommen:

Grafschaft: Bürger warten schon seit zehn Jahren auf eine neue Brücke

Grafschaft-Birresdorf. Zugegeben, das Projekt ist kompliziert und komplex: vor zehn Jahren rissen Wassermassen eine Brücke der L79 bei Birresdorf mit sich. Es kam eine einspurige Behelfsbrücke und es begannen Planungen: ein Regenrückhaltebecken, über dessen Damm die nun begradigte Straße samt neuem Radweg geführt werden soll. An ihrem Ende ein Kreisel. Im Jahr 2020 waren die Planungen im Ringener...

Weiterlesen