„Erzeugerabfüllung“ rockte das Zunfthaus
Songmischung passte perfekt
Kultkonzert fand in Bad Neuenahr-Ahrweiler erneut vor vollem Haus statt
Bad Neuenahr-Ahrweiler. So viel steht fest: Es gibt in Ahrweiler ein ziemlich altes Weihnachtsritual, das jedoch optisch und vor allem akustisch nicht wirklich viel mit dem „Fest der Liebe“ gemeinsam hat. Nur wenige Meter vom „Alle Jahre wieder“-Singsang des Weihnachtsmarkts rockte auch heuer wieder die „Erzeugerabfüllung“ im wie immer proppenvollen Zunfthaus.
Statt nachdenklicher Besinnlichkeit herrschte beste Mitsing-Stimmung, die durch die wohldosierte Setlist der Band um Mario Glasner und Ellen Thies (beide Vocals), Johannes Neff und Martin Bertram (beide Gitarre), Jörg Greive (Bass), Martin Brenner (Keyboard) und Alex Hens (Drums) auf permanent hohem Level blieb. Der oft bemühte Topos „Kultkonzert“ ist hier sicherlich mehr als zutreffend.
Mit „Psychokiller“ (Talking Heads) gab es gleich den richtigen Kickstart, dem Klassiker und Gassenhauer wie „Love Cats“ (The Cure), „Just a Girl“ (No Doubt) oder „Ruby“ (Kaiser Chiefs) folgten. Kein Wunder, dass zwischendurch eine willkommene „Trinkpause“ zum Ausgleich des Flüssigkeitsverlusts eingelegt wurde.
Danach ging es mit Volldampf weiter, denn Stücke wie „Blaue Augen“ (Ideal), „Zombie“ (The Cranberries), „Basket Case“ (Green Day) und „Dani California“ (Red Hot Chilli Peppers) ließen kaum Zeit zum Verschnaufen. Nach einem opulenten Zugabenteil, der mit „ I don’t like Mondays“ von den Boomtown Rats ein überaus würdiges Finale hatte, verließen die Erzeugerabfüller frenetisch gefeiert die Bühne.
Zuverlässigkeit an den Saiten: Gitarrist Johannes Neff.
Frontmann Mario Glasner hatte das Publikum fest im Griff.
