Allgemeine Berichte | 27.07.2016

Sonne, Strand und Stau

Hach, manchmal meint das Leben es doch echt gut mit mir! Die Olympiade steht vor der Tür, ich habe Urlaub und die Sonne scheint. Was braucht frau mehr?! Da geht es mir doch einfach und rundherum und uneingeschränkt gut.

Das sind einfach so Tage zum Eierlegen. Und da gibt es für mich nur eines: Ab ins Wasser. Gerne fahre ich ja an den See, so bisschen Strand-Feeling schnuppern halt. Nachdem ich aber letztens nach viereinhalb Stunden Rumgegurke immer noch keinen Parkplatz gefunden hatte, mein Hirn in der Affenhitze im Auto aber auszudörren drohte und mein gesamter Proviant inkl. Sprühsahne aufgefuttert war, steuere ich nun nur noch das hiesige Freibad an.

Und was soll ich Euch sagen? Es ist einfach super! Was gibt es Schöneres, als inmitten von kreischenden Pänz abzuhängen?! Was gibt es Netteres, als zwischen 6.498 verschwitzten Leibern am Kiosk 1,5 Stunden für einen Schluck Wasser anzustehen?! Und was ist prickelnder, als ein tierischer Sonnenbrand?! Das gehört doch zum Sommer genauso dazu wie lauwarmes Bier und Eis, dass schon auf dem Weg über die Theke halb weggeschmolzen ist?!

Das einzig Lästige daran ist die etwas umfangreichere Zeit der Vorbereitung auf so einen Sommer-und-ich-hab-gute-Laune-Tag. In einem Alter jenseits der Schallmauer kann man einfach nicht mehr ganz so spontan ein Stündchen planschen gehen. Nur mit Handtuch, Bikini und Sonnencreme Lichtschutzfaktor 2 ausgerüstet im Freibad aufschlagen – das war einmal!

Ganz abgesehen davon, dass ich auch lediglich mithilfe des Schuhlöffels in meinen Bikini rein komme und es nur noch dreistelligen Lichtschutzfaktor gibt, machen das meine Gräten auch nicht mehr mit.

Deswegen habe ich nun im Keller meine ultraleichte Klappliege hervorgekramt. Eine mit ergonomischem Rücken, Armlehnen samt Netz-Einlass als Getränkehalter und aufsetzbarer Fußbank.

Kinder, ich sag Euch: Das Teil ist so kommod, dass ich beim Testsitzen da unten glatt kurz weggenickt bin.

Einfach perfekt – wie auch all die anderen Hilfsmittel! Zugegeben, es erinnert ein wenig an ein Bundeswehr-Biwak, wenn ich nun mit meinem Bollerwagen im Schwimmbad Stellung beziehe. Dafür aber staunen die umliegenden Badegäste nicht schlecht, wenn ich umgeben von Klapptisch, Mini-Kühlschrank, Moskitonetz und Standventilator auf meinem Super-Relax-Sessel über der steinharten Liegewiese throne.

Hab es gut,

Eure Karla

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