Allgemeine Berichte | 04.10.2017

Forderung des AWO Kreisverband Bonn/Rhein-Sieg e.V.

„Sozialtickets/ Mobilpasses“ muss bleiben

Rhein-Sieg-Kreis. Der Kreisverband der AWO Bonn/Rhein Sieg setzt sich für die Beibehaltung des „Sozialtickets / Mobilpasses“ für Personen mit geringem Einkommen ein. Ein entsprechender Beschluss des AWO-Kreisausschusses richtet sich an den Bezirksverband der Arbeiterwohlfahrt, der sich auf Landesebene dafür einsetzen soll, dass das sog. Sozialticket nicht abgeschafft wird.

Hintergrund solcher Befürchtungen ist die Antwort der schwarz-gelben Landesregierung auf eine Anfrage im Düsseldorfer Landtag. Danach wird derzeit über Veränderungen der Ticketangebote im öffentlichen Personennahverkehr beraten. Erste Ergebnisse seien im Herbst zu erwarten, antwortete NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU). Damit könnte auch die bisherige Finanzierung des Sozialtickets in NRW gefährdet sein.

Das Sozialticket eröffnet bisher Personen mit geringem Einkommen, die beispielsweise Leistungen nach dem SGB II und SGB XII beziehen, die Möglichkeit, subventionierte Tickets für Fahrten im Nahverkehr zu erwerben. Unter dem Namen „Mobilpass“ wurde das Sozialticket im Januar 2013 auch im VRS-Gebiet und damit auch im Rhein-Sieg-Kreis eingeführt.

Mobilität sieht die AWO als ein Grundrecht, das nicht vom Geldbeutel der Menschen abhängen darf. Aber gerade Geringverdiener sind auf den öffentlichen Personennahverkehr angewiesen. Die AWO sieht die Gefahr, dass Menschen mit ohnehin erschwerter Teilhabe am sozialen Leben bei einer Streichung systematisch in ihrer Mobilität eingeschränkt würden. Entsprechend setzt sich die AWO konsequenterweise dafür ein, das Sozialticket beizubehalten. Pressemitteilung des

AWO Kreisverband

Bonn/Rhein-Sieg e.V.

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