Die Bagger rollen für die Kleinen: Spatenstich zum Neubau der Kita in der Vulkanstraße – Ortsgemeinde Kruft investiert rund 9,5 Millionen Euro
Spatenstich für ein Herzensprojekt
Kruft. Es war ein Festakt, auf den die Verantwortlichen lange hingearbeitet haben: Der 1. Spatenstich für den Neubau der Kita in der Vulkanstraße. In der Ortsgemeinde Kruft konnte der Bedarf an Betreuungsplätzen in den zwei vorhandenen Kindertagesstätten nicht mehr abgedeckt werden. Übergangsweise wurde daher, bis zur Fertigstellung der neuen Kita, eine Waldkita mit einer Gruppe und zwei Gruppen in der Vulkanhalle eingerichtet. Letztes ist jedoch nur eine Übergangslösung: Mit dem Spatenstich und Baubeginn rückt die Fertigstellung in Sichtweite.
Ortsbürgermeister Walter Kill konnte zu dem Festakt zahlreiche Vertreter der Politik und der bauausführenden Firmen begrüßen. So waren u.a. Gesundheitsminister Clemens Hoch, die Landtagsabgeordnete Anette Moesta, VG-Bürgermeister Sebastian Busch, dessen Amtsvorgänger Klaus Bell sowie zahlreiche Ratsmitglieder an der Baustelle erschienen. Als Standort wurde ein Areal im Neubaugebiet Kruft Süd gewählt. „Wir haben bewusst eine großzügige Fläche ausgesucht, um potentielle Erweiterungen zu ermöglichen“, machte Orts-Chef Walter Kill klar. Ein Vorteil sei auch, dass die Räume flexibel genutzt werden können. Die Tatsache, dass angesichts des großen Grundstücks ein zweigeschossiger Bau entstehe, sei zwar etwas ungewöhnlich: Man könne jedoch von jedem Geschoss aus ebenerdig und barrierefrei das Außengelände erreichen, betonte Kill.
Die neue Kita wird Platz für rund 140 Kinder in 5 Regelgruppen und einer Krippengruppe bieten. „Dass die Einrichtung für viele fußläufig erreichbar ist, wird viele Eltern hier im Neubaugebiet freuen“, so der Ortsbürgermeister. Die Nutzungsfläche des Gebäudes beträgt ca. 1.360 qm. Die Außenfläche ist rund 6.150 qm groß. Ein großer, hiervon abgegrenzter Bereich wird den Kindern alleine als Spielbereich vorbehalten sein.
Großen Wert wurde auch auf eine nachhaltige und effiziente Kita gelegt. So soll das Gebäude aus regionalen Baustoffen entstehen. Wie der zuständige Mitarbeiter des Architekturbüros BHP mitteilte, kommt eine moderne Wärmepumpe zum Einsatz. Eine Lüftungsanlage sorgt für Frischluft in ausreichenden Mengen. Sie gewährleistet keimarme Luft und reduziert die Wärmeverluste erheblich. Das Regenwasser wird als Brauchwasser genutzt. Auf dem Dach wird eine große PV-Anlage mit Batteriespeicher zum Eigenverbrauch installiert. Der kalkulierte Primärenergieverbrauch hält die Parameter eines KfW-40-Gebäudes ein.
Dipl. Ing. Frank Heuft (Architekt) von der Hochbauabteilung der VGV Pellenz berichtet, dass das Raumprogramm gemeinsam mit den pädagogischen Fachkräften ermittelt wurde. Es trägt dem Bedarf der steigenden Ganztagsbetreuung Rechnung. So wurden mehrere Ruheräume, ein Snoozel- und ein Werkraum berücksichtigt. Die Versorgung mit Mittagessen erfolgt über eine moderne Verteilerküche. Das Essen wird im Bistroraum mit zuschaltbarem Mehrzweckraum gereicht.
Die Baukosten (inkl. Einrichtung) werden auf rund 9,5 Millionen Euro geschätzt, wovon der Großteil von der Ortsgemeinde Kruft finanziert wird. Der Landeszuschuss beträgt 1,2 Millionen Euro und der Kreiszuschuss 3,21 Millionen Euro. Einkalkuliert sind auch bewilligte KfW-Mittel in Höhe von 127.000 Euro.
Ambitioniert, aber nicht unrealistisch, ist der weitere Zeitplan: Noch bis Mitte Mai finden die Erdarbeiten statt. Bis Februar 2027 soll bereits der Bau der Dachkonstruktion abgeschlossen sein. Es folgen die technischen Anlagen und die Ausbaugewerke sowie die Gestaltung der Außenanlagen. Die Inbetriebnahme der Kita könnte demnach Ende des Jahres 2027 erfolgen. Ein Datum, das vor allem von der Kita-Leiterin Kristina Weber herbeigesehnt wird. Mit ihrem engagierten Team sorgt sie derzeit in der Übergangslösung, der Vulkanhalle Kruft, für optimale Bedingungen. So konnte am Tag nach dem 1. Spatenstich die „Kita Vulkanhalle“ mit einem bestens besuchten Fest ihr 5-jähriges Bestehen feiern.KH
Ortsbürgermeister Walter Kill begrüßte zum 1. Spatenstich Gäste aus Politik und bauausführenden Firmen.
Ortsbürgermeister Walter Kill und die Kita-Leiterin Kristina Weber.
Selbst durch den ein oder anderen Regenschauer ließen sich die Verantwortlichen die gute Stimmung beim 1. Spatenstich nicht verderben.
Ortsbürgermeister Walter Kill (rechts) konnte zum Festakt u.a. auch Gesundheitsminister Clemens Hoch (mitte) und den VG-Bürgermeister a.D. Klaus Bell (links) begrüßen.
Die Landtagsabgeordnete Anette Moesta (links) und die Kita-Leiterin Kristina Weber (rechts).
