Allgemeine Berichte | 21.11.2018

Unternehmerpark Kottenforst ist beispielgebend / Erschließungsmaßnahmen haben begonnen

Spatenstich in eine neue Zukunft

Alle legten beim Spatenstich im Unternehmerpark Kottenforst Hand an, von links: René Düppen, Abteilungsleiter Planen und Bauen des Erftverbandes, Heinz-Peter Witt, Technischer Beigeordneter der Stadt Meckenheim, Waltraud Leersch, Leiterin des städtischen Fachbereichs Stadtplanung, Liegenschaften, Dr. Bernd Bucher, Vorstand des Erftverbandes, Bürgermeister Bert Spilles, Holger Weber, Technischer Bereichsleiter der Strabag-Niederlassung Bonn, Dirk Schwindenhammer, Wirtschaftsförderer der Stadt Meckenheim, Marcus Witsch, Leiter des städtischen Fachbereichs Verkehr und Grünflächen, sowie Tobias Freitag, Fachbereichsleiter Tiefbau bei Kempen Krause Ingenieure Aachen. Stadt Meckenheim

Meckenheim. „Heute ist ein guter Tag für unsere Zukunft“, unterstrich Bürgermeister Bert Spilles die Bedeutung und Besonderheit des Unternehmerparks Kottenforst, dessen Erschließungsarbeiten am Mittwoch vergangener Woche begonnen haben. Mit dem Vorzeigeprojekt setzt die Stadt Meckenheim überregional neue Maßstäbe und verpflichtet sich dem Klimaschutz. Auch städtebaulich schlägt sie ein neues Kapitel auf. Die Gesamtfläche des Unternehmerparks Kottenforst beträgt mit seinen 45 Hektar rund ein Drittel des jetzigen Industrieparks Kottenforst, der sich auf 137 Hektar verteilt. „Im Köln-Bonner Raum herrscht ein enormer Bedarf an Gewerbeflächen. Mit unserem neuen Unternehmerpark Kottenforst schaffen wir hier ein Angebot für Unternehmen, die sich, wie wir als Stadt Meckenheim auch, der Generationenverantwortung und dem Klimaschutz verpflichtet fühlen. Die Kriterien für eine Ansiedlung sind von uns klar formuliert: ein bewusster Umgang und Einsatz vorhandener Ressourcen, die Minimierung des Energieverbrauchs und das Bewahren der Umwelt. Ein Fokus liegt auf Unternehmen, die zukunftsweisende Technologien entwickeln und anwenden und damit in den bio innovation Park Rheinland passen“, erklärte Spilles. Maßgebend sind die Kriterien, die eine qualitativ hochwertige Entwicklung der Gewerbeflächen mit einer ansprechenden Architektur verknüpfen. Bauen mit Holz und nachwachsenden Rohstoffen ist eine wesentliche Voraussetzung für eine Ansiedlung. Beratungshandbuch und Beratungsangebot dienen als Leitfaden und umfassen Holzwerkstoffe, Tragwerk, Dämmung, Fassade sowie den Innenausbau. Markant ist der 20-Meter-Grünstreifen zur L 261. Er wirkt später als repräsentative Schauseite, die gänzlich ohne offene Lagerflächen gestaltet wird. Vielmehr sollen dort Pflanzen sprießen. Der Einsatz von erneuerbaren Energien und weitere Klimaschutzmaßnahmen wie Photovoltaikanlagen auf Dächern und Wänden, die Nutzung von grünem Strom, Solarthermie, Geothermie, die energetische Nutzung nachwachsender Rohstoffe und die Energieerzeugung durch Kraft-Wärme-Kopplung (KWK-Anlagen) sind zukunftsweisende Ansiedlungskriterien, die im Unternehmerpark Kottenforst angelegt werden. Erwünscht sind überdies innovative Betriebe, die sich mit alternativen Antrieben und Mobilität beschäftigen und dieses Thema in der Praxis umsetzen. Durch die direkte und damit ideale Autobahn- und Bahnanbindung sowie die gesamte Verkehrsinfrastruktur werden bereits Liefer-, Mitarbeiter- und Besucherströme reduziert. Für die Unternehmen ergeben sich zahlreiche Vorteile, zu denen auch die guten Vermarktungsmöglichkeiten, der Imagegewinn und nicht zuletzt die Kostenreduzierung durch Energieeinsparung zählen. Ebenso sind die Wettbewerbs- und Standortvorteile durch Branchencluster zu nennen. Zudem leisten klimafreundliche Betriebe einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz. Die Erweiterung des Industrieparks Kottenforst um den Unternehmerpark Kottenforst wird von einer breiten und parteiübergreifenden Mehrheit im Meckenheimer Stadtrat getragen.

Erschließungsmaßnahmen

Nach drei Jahren Vorplanung haben die Erschließungsarbeiten begonnen. Den Startschuss gaben der Meckenheimer Bürgermeister und der Erftverband-Vorstand Dr. Bernd Bucher mit dem ersten Spatenstich. Die Maßnahme dauert voraussichtlich bis Frühjahr 2020 und kostet rund 9,2 Millionen Euro. Um das Gelände zu erschließen, wird der Erftverband als Betreiber des Meckenheimer Kanalnetzes neue Schmutzwasser- und Niederschlagswasserleitungen im Trennsystem verlegen. „Dies hat den Vorteil, dass stark verschmutztes Abwasser und gering belastetes Niederschlagswasser von Beginn an in zwei unabhängigen Leitungssystemen transportiert werden und sich nicht vermischen. Dadurch wird einerseits der Eisbach entlastet, der bei starken Niederschlägen kein mit Schmutzwasser belastetes Mischwasser aus der Kanalisation aufnehmen muss. Andererseits erhält das Gruppenklärwerk Flerzheim bei starken Niederschlägen nur das Schmutzwasser aus der Kanalisation und muss keine große Mengen Mischwasser zusätzlich reinigen“, so Bucher. Das im Planungsgebiet anfallende Niederschlagswasser wird in einem eigenen, rund 2,1 Kilometer langen Leitungssystem gesammelt und über offene Gräben sowie ein Havarie-Becken gedrosselt in den Eisbach eingeleitet. Das Grabensystem dient dabei zusätzlich als Rückhalteraum. Das Schmutzwasser des neuen Unternehmerparks erhält ebenfalls ein unabhängiges Kanalnetz von rund 2,8 Kilometern Länge, das zu einer neuen Pumpstation führt. Von dieser Pumpstation wird das Schmutzwasser über eine rund 600 Meter lange Druckleitung in die bestehende Kanalisation an der K 53 eingeleitet, von hier zum Gruppenklärwerk Flerzheim transportiert und dort gereinigt. Der Unternehmerpark Kottenforst wird über vier neue Straßen erschlossen. Von der geplanten Hauptstraße, die über einen Kreisverkehr an die Straße „Am Pannacker“ angeschlossen wird, führen drei Stichstraßen als Sackgassen in Richtung Westen. Im Zuge der Erschließungsmaßnahme werden auch verschiedene Versorgungsleitungen für Trinkwasser, Strom, Gas und Telekommunikation verlegt.

Weitere Arbeiten

Zwischen der südlichen Bebauungsgrenze des neuen Unternehmerparks und der K 53 baut der Erftverband zeitgleich zur Erschließung des Unternehmerparks Kottenforst einen neuen Retentionsbodenfilter zur weitergehenden Reinigung von Niederschlagwasser. Ziel ist es, den Swistbach in Meckenheim bei starken Niederschlägen zu entlasten und die Gewässergüte zu verbessern. Das Erdbecken hat eine Filterfläche von circa 3.300 Quadratmetern und kann bei starken Niederschlägen rund 1,76 Millionen Liter Wasser aus dem vorgeschalteten Kanalnetz zurückhalten. Das gespeicherte Niederschlagswasser versickert im Becken und durchströmt dabei eine Filterschicht aus feinem Sand, die mit Schilf bepflanzt ist. Auf diese Weise werden ungelöste und gelöste Schmutzstoffe zurückgehalten. Das vorhandene Regenrückhaltebecken wird anschließend außer Betrieb genommen. Die Maßnahme dauert voraussichtlich bis Ende 2019, kostet rund 3,1 Millionen Euro und wird vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert. In Zuge der Baumaßnahme erneuern die Stadtwerke Meckenheim eine Trinkwasserleitung. Die neue Trasse verläuft parallel zur K 53 von der Buschstraße bis zur Kreuzung L 261/K 53. Im Zuge der Neuverlegung werden drei Stahlrohre im Horizontal-Pressbohrverfahren unter der K 53, der Bahnstrecke und der L 261 vorgetrieben.

Pressemitteilung der

Stadt Meckenheim

Bürgermeister Bert Spilles und der Vorstand des Erftverbandes Dr. Bernd Bucher betonten die herausragende Bedeutung des Unternehmerparks Kottenforst.

Bürgermeister Bert Spilles und der Vorstand des Erftverbandes Dr. Bernd Bucher betonten die herausragende Bedeutung des Unternehmerparks Kottenforst.

Alle legten beim Spatenstich im Unternehmerpark Kottenforst Hand an, von links: René Düppen, Abteilungsleiter Planen und Bauen des Erftverbandes, Heinz-Peter Witt, Technischer Beigeordneter der Stadt Meckenheim, Waltraud Leersch, Leiterin des städtischen Fachbereichs Stadtplanung, Liegenschaften, Dr. Bernd Bucher, Vorstand des Erftverbandes, Bürgermeister Bert Spilles, Holger Weber, Technischer Bereichsleiter der Strabag-Niederlassung Bonn, Dirk Schwindenhammer, Wirtschaftsförderer der Stadt Meckenheim, Marcus Witsch, Leiter des städtischen Fachbereichs Verkehr und Grünflächen, sowie Tobias Freitag, Fachbereichsleiter Tiefbau bei Kempen Krause Ingenieure Aachen. Fotos: Stadt Meckenheim

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