Allgemeine Berichte | 22.10.2019

Schulsporthalle in Bad Bodendorf wird endlich Realität

Spatenstich zum 2,1 Millionen Euro teuren Projekt ist erfolgt

Aufträge müssen noch vergeben werden

Beim Spatenstich (v. l.) Planer Ralf Billigen, Ortsvorsteher Alexander Albrecht, Bürgermeister Andreas Geron und Landrat Dr. Jürgen Pföhler. Fotos: BL

Bad Bodendorf. Der Bau einer Schulsporthalle ist seit Jahrzehnten der Herzenswunsch der Bad Bodendorfer Ortspolitik und auch der Schüler der St. Sebastianus Grundschule sowie aller Vereine. Der Realisierung dieses Traums ist man nun ein gutes Stück näher gekommen. Denn am Donnerstagmorgen gab es auf dem Baugrundstück in unmittelbarer Nachbarschaft der Grundschule den Spatenstich. Zur Schaufel griffen Landrat Dr. Jürgen Pföhler, Sinzigs Bürgermeister Andreas Geron, Ortsvorsteher Alexander Albrecht, Schulleiterin Claudia Mercer und Ralf Billigen vom gleichnamigen Planungsbüro.

Die sogenannte Einfeldsporthalle mit einer Größe von 15 mal 27 Metern wird nun direkt neben der Grundschule entstehen. Im Mai des Jahres 2018 hatte der Stadtrat den Bau den Beschluss zum Bau einstimmig gefasst. Das Gesamtprojekt soll rund 2,1 Millionen Euro kosten, der Kreis Ahrweiler steuert rund 140.000 Euro bei. Ganz vorsichtig geschätzt soll die Bauzeit bei rund 15 Monaten liegen.

„Die sportliche Betätigung von Kindern ist gerade in unserer digitalen Zeit ein wichtiger Baustein für eine gesunde Zukunft“, hatte Bürgermeister Geron beim Spatenstich erklärt. Denn in der Realität komme der Sport an der St. Sebastianus Grundschule meist zu kurz. Der Grund ist einfach: Die Schüler aus Bad Bodendorf werden derzeit mit Bussen nach Sinzig in die Rudi-Altig-Halle befördert.

Schulsport vor Ort ist beim Bau jedoch nur ein Aspekt. Denn auch die Bad Bodendorfer Sportvereine können den Hallenneubau natürlich nutzen, wobei eine Nutzung als Mehrzweckhalle ausdrücklich ausgeschlossen ist.

Aber der kommunalpolitische Dauerbrenner Schulsporthalle blieb natürlich auch vor dem Spatenstich nicht ganz ohne Probleme. Denn der Boden auf dem Baugrundstück erwies sich wegen seiner massiven Auen-Lehmschichten als nicht besonders tragfähig. Bis zu einer Tiefe von rund 2,80 Metern muss nun abgebaggert und eine Betonplatte gegossen werden, um das Gebäude wirklich standsicher zu machen. Allein das wird Mehrkosten von rund 125.000 Euro verursachen. Immerhin kann sich die Stadt Sinzig über einen Zuschuss von rund 550.000 Euro vom Land freuen. Das entspricht einer Förderquote von rund 40 Prozent. Schulleiterin Claudia Mercer gab ein in Bad Bodendorf durchaus sehr gebräuchliches geflügeltes Wort wieder: „Wir glauben erst, dass die Halle gebaut wird, wenn die Bagger wirklich anrollen.“ Mercer und fast alle Schüler, die beim Spatenstich anwesend wären, bejubelten auf jeden Fall diesen wichtigen Schritt.

Um Missverständnissen vorzubeugen: Bis auf die Erdarbeiten sind die Aufträge für den Bau der Halle noch gar nicht vergeben. Dies wird das Sinziger Kommunalparlament in einer seiner nächsten Sitzungen erledigen müssen. Entstehen wird die Halle in Holzbauweise, eine Spezialität des Planungsbüros Billigen in Daun. Und in Daun steht ja ganz real seit vielen Jahren jene Halle, die man sich in Sinzig als Vorbild für den Bau in Bad Bodendorf genommen hat.

Bleibt noch eine Anmerkung von Landrat Dr. Jürgen Pföhler zum Baubeginn: „Damit kommen wir einer wie unserer wichtigsten Zukunftsaufgaben nach, nämlich den Schülerinnen und Schüler, im Kreis bestmögliche Bildungseinrichtungen anzubieten.“ Die Schüler der ersten und zweiten Klassen werden auf jeden Fall wohl noch in den Genuss der Sporthallennutzung kommen. Die übrigen werden ihre neue Halle wohl eher als Vereinsmitglieder in den Sportarten Gymnastik, Gardetanz oder Tischtennis zu sehen bekommen und nutzen.

In Bad Bodendorf herrscht über den Spatenstich auf jeden Fall eitel Freude. BL

Freude herrschte bei den Schülern der Grundschule in Bad Bodendorf über den Baubeginn.

Freude herrschte bei den Schülern der Grundschule in Bad Bodendorf über den Baubeginn.

Beim Spatenstich (v. l.) Planer Ralf Billigen, Ortsvorsteher Alexander Albrecht, Bürgermeister Andreas Geron und Landrat Dr. Jürgen Pföhler. Fotos: BL

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