Allgemeine Berichte | 08.09.2016, 09:09 Uhr

Hochwassernotgemeinschaft Rhein zieht Fazit aus 20 Jahren erfolgreicher Arbeit und blickt visionär in die Zukunft

Spektakuläre Aktion am Deutschen Eck zur Visualisierung von Extremhochwasser

Zahlreiche Parallelveranstaltungen in hochwasserbetroffenen Kommunen

Spektakuläre Aktion am Deutschen Eck zur Visualisierung von Extremhochwasser
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Region. 1993/1995 stand den Menschen vom Oberrhein bis zu den Niederlanden das Wasser bis

zum Hals. Diese, damals „extremen“ Ereignisse gaben den Anlass zur Gründung der Hochwassernotgemeinschaft Rhein (HWNG Rhein e. V.). Am 16. November 1996 haben sich mehr als 60 vom Hochwasser betroffene Gemeinden, Städte und Bürgerinitiativen aus Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Hessen in Köln zur Hochwassernotgemeinschaft

Rhein zusammengeschlossen und die bis dahin größte Solidargemeinschaft, die sich für eine Verbesserung des Hochwasserschutzes einsetzt, gegründet.

Die HWNG kann somit in diesem Jahr auf 20 Jahre erfolgreiche Arbeit zurückblicken. Es wurde viel erreicht und dennoch bestehen auch weiterhin Defizite im Hochwasserschutz hinsichtlich der Realisierung von Retentionsräumen, die der HWNG viel zu langsam voranschreitet, hinsichtlich der Koordination der Maßnahmen, die immer noch kleinstaatlich erfolgt, aber auch, was das Gefahrenbewusstsein und die Hochwasservorsorge anbelangt. Ganz zu schweigen von den Herausforderungen, die in Zukunft aufgrund des Klimawandels auf uns zu kommen.

Die Hochwasser an Elbe und Donau 2013 und die Starkregenereignisse in diesem Jahr haben gezeigt, was auch uns am Rhein erwarten könnte. Auch die katastrophalen Wetterereignisse im Spätfrühjahr und Sommer dieses Jahres, haben verdeutlicht, dass man sich auf extremere Wetterlagen einstellen muss. In der Zukunft werden weitere große Anstrengungen auch deswegen notwendig sein. Unter dem Motto „Gemeinsam in einem Boot – Wir setzen uns gemeinsam für die Belange des Hochwasserschutzes ein“ wird die HWNG das 20-jährige Jubiläum am 23. September in Braubach, dem Sitz der ältesten Hochwassernotgemeinschaft am Rhein, mit der Begrüßung durch Stadtbürgermeister Joachim Müller, beginnen. Anschließend begibt sich der Vorstand der HWNG Rhein mit seinen Gästen an Bord der „MS Burgund“ zu einer Informationsfahrt entlang des Rheins nach Koblenz. Höhepunkt wird die Veranstaltung am Deutschen Eck in sein, die vom Koblenzer Oberbürgermeister Prof. Dr. Hoffmann-Göttig eröffnet wird und bei der u.a. hochrangige Vertreter von Ministerien sprechen werden.

Die HWNG wird dort der Öffentlichkeit ihre Gedanken und Visionen zu Hochwasserschutz und -vorsorge für die nächsten 20 Jahre, an denen sie ihre Arbeit in Zukunft ausrichten will, vorstellen. Zum Abschluss ist eine spektakuläre Aktion geplant, um auf die Gefahr von Extremhochwasser (HQ 200) hinzuweisen. Damit soll bei den Flussanliegern und den Politikern für ein nachhaltiges Gefahren- und Katastro-phenbewusstsein, auch hinter Hochwasserschutzanlagen, geworben werden.

Dem Ziel, dieses Bewusstsein zu schaffen, folgt zudem eine Vielzahl von Mitgliedern der HWNG, von Mainz bis Rees, die Parallelveranstaltungen vor Ort durchführen werden.

Hochwasser und Starkregenereignisse sind nicht zu verhindern. Kommunen, Bürgerinnen und Bürger haben jedoch die Möglichkeit sich darauf einstellen und rechtzeitig Vorsorge zu treffen, um die Schäden möglichst klein zu halten.

Dazu müssen sich Betroffene und Verantwortliche jedoch der Gefahren, die bei Hochwasser und Starkregen drohen, bewusst sein. „Das nächste Hochwasser kommt bestimmt! - Wir müssen damit zu leben lernen!“ so das Fazit des Vorsitzenden der HWNG, Oberbürgermeister Achim Hütten, Andernach. Detaillierte Informationen zur Jubiläumsveranstaltung unter www.hochwassernotgemeinschaft-rhein.de

Pressemitteilung Hochwassernotgemeinschaft Rhein e.V.

Spektakuläre Aktion am Deutschen Eck zur Visualisierung von Extremhochwasser
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