Im August war die VOR-TOUR der Hoffnung wieder unterwegs
Spenden 1:1 für die Krebsforschung
In diesem Jahr ging es quer durch Rheinhessen
Region/Waldbreitbach/Mainz. Es ist schon ein „fahrradverrückter Haufen“, wie Tour-Organisator Jürgen Grünwald den alljährlichen grünen Tross auf den rheinland-pfälzischen Straßen nennt, der gut gespickt mit Stars aus Sport, Politik, Show und Wirtschaft an den Start geht. Dabei ist allen eins gemein: der Einsatz für die gute Sache!
Zum 21. Mal startete in diesem Jahr die „VOR-TOUR der Hoffnung“, in diesem Jahr quer durch Rheinhessen. Die erste Tour vor 21 Jahren bestritt Jürgen Grünwald aus Waldbreitbach mit seinem Freund Gregor Waldorf, seitdem geht man jedes Jahr aufs Neue auf Rekordjagd, was die Spenden angeht. Dabei steigt die Spendenbereitschaft für krebskranke und hilfebedürftige Kinder zunehmend durch eine ganze Reihe Aktivitäten und Veranstaltungen, die das ganze Jahr über in zahlreichen Orten und Städten stattfinden.
„Es ist ein sehr schönes befriedigendes Gefühl Teil einer Gemeinschaft zu sein, die so erfolgreich für kranke Kinder und Jugendliche unterwegs ist. Es macht stolz und motiviert ungemein, jedes Jahr erneut kräftig in die Pedale zu treten. Mittlerweile ist einem bewusst, wie nachhaltig man mit diesen erradelten Spendenbeträgen nicht nur Hoffnung, sondern konkrete Hilfe in sinnvolle und wichtige Projekte geben kann“, so Grünwald.
261 Kilometer in drei Tagen
Monatelange Planung, zahlreiche Termine vor Ort, drei Tage mit 261 Kilometern und 2.026 Höhenmetern sowie 23 Spendenstopps: Das Organisationsteam konnte nach Beendigung der 21. Benefiz-Radtour mehr als zufrieden sein.
Mit 428.124,34 Euro wurde erneut eine Rekordsumme eingefahren. Die fröhliche Stimmung im Fahrerfeld wurde dabei auch durch den Umstand beeinflusst, dass Ministerpräsidentin Malu Dreyer erneut am Prolog-Sonntag „Flagge zeigte“ und kräftig in die Pedale trat.
„Toll was diese Radsportfamilie zu leisten im Stande ist und welche Summen eingeradelt werden, ich bin total begeistert“ kommentierte die Ministerpräsidentin das Geschehen während des Empfanges in Mainz-Hechtsheim.
Ein großer Teil der erradelten Spendengelder wird am Jahresende wieder nach Rheinland-Pfalz zurückfließen. Konkret werden zwölf Institutionen begünstigt. Hierunter die Elterninitiative krebskranker Kinder Koblenz e.V., die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin Kemperhof in Koblenz, das Marienhausklinikum St. Elisabeth Neuwied und die Lotto-Stiftung „Projekt Kinderglück“. Zudem werden bundesweite Forschungsprojekte unterstützt und internationale Hilfe gibt es für die Reiner-Meutsch-Stiftung „Fly and Help“.
Eine Herzensangelegenheit
„Zahlreiche Besuche in Kinderkliniken in den vergangenen Jahren und die Begegnungen mit krebskranken und hilfsbedürftigen Kindern haben die Hoffnungsradler sehr aufgewühlt. Deshalb ist es für sie eine Herzensangelegenheit sich auf diese sportliche Weise für die Schwächsten unserer Gesellschaft zu engagieren“, so Grünwald.
Der Erfolg der diesjährigen Tour ist aber mit Sicherheit auch dem intensiven Engagement der Kümmerer vor Ort zu verdanken. Zehnkämpfer Guido Kratschmer öffnete viele Türen ebenso wie die Leichtathleten Ellen Tittel-Wessinghage und Dr. Franz Josef Kemper, Wissenschaftsstaats-Sekretär Prof. Dr. Salvatore Barbaro, Landtagsvizepräsident-Präsident Hans-Josef Bracht, Mainz 05-Stationsprecher Klaus Hafner und das Ingelheimer Ehepaar Hildegard und Dieter Saueressig.
Nach der Tour ist vor der Tour - die ersten Überlegungen für die 22. Auflage sind ausgesprochen. Der nördliche Teil von Rheinhessen ist attraktiv, genauso das obere Mittelrheintal mit Abstechern in den Taunus und in den Hunsrück.
Für den 9. September haben vier Personen der VOR-TOUR der Hoffnung aus der Verbandsgemeinde Waldbreitbach eine namentliche Einladung des Bundespräsidenten nach Berlin zum „Bürgerfest in den Park von Schloss Bellevue“ erhalten. Hierauf freuen sich Grit Zimmermann aus Over, Eddi Eisenmann aus Roßbach, Raimund Wittlich aus Hausen und Jürgen Grünwald aus Waldbreitbach.
Informationen zur VOR-TOUR der Hoffnung im Internet unter www.vortour-der-hoffnung.de.
