„Nacht der Vulkane“-Empfang in den Mendiger Basaltlavakellern
Sponsoren und Kommunalpolitiker gaben sich in 32 Metern Tiefe die Ehre
Mendig. In unmittelbarer Nähe des Lava-Domes, im Michelshof, führen 150 Stufen hinab in die Erde, mitten in einen erkalteten Lavastrom. Auf einem ca. drei Quadratkilometer umfassenden Areal spannt sich in 32 Metern Tiefe unterhalb der Stadt Mendig ein Netz von durch Menschenhand geschaffenen Felsenkellern.
In dieser einmaligen Gewölbelandschaft begrüßte am vergangenen Samstag der 1. Beigeordnete der Stadt Mendig, Thomas Schneider (stellvertretend für Stadtbürgermeister Hans Peter Ammel), vor dem Eröffnungskonzert zur „Nacht der Vulkane“ einige Sponsoren und Kommunalpolitiker zu einem kleinen Empfang. Während einige besonders sportliche Gäste den dunklen Kellereingang ausgewählt hatten, um in die kühlen Lava-Keller zu gelangen, benutzten die meisten Besucher den Fahrstuhl.
VG-Bürgermeister Jörg Lempertz erläuterte den faszinierten Ehrengästen, dass die unterirdische Landschaft im späten Mittelalter entstand, als die so genannten Mendiger „Layer“ sich daran machten, den kostbaren schwarzen Basalt abzubauen, der durch einen Lavastrom der letzten Vulkanausbrüche entstanden war. Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich durch den intensiven Abbau das größte Basaltlava-Bergwerk der Welt. Mitte des 19. Jahrhunderts, als die Stadt Mendig ihre Blütezeit als Bierbrauerstadt erfuhr, nutzten 28 Brauereien die Felsenkeller wegen ihrer konstant idealen Temperatur von sechs bis neun Grad zur Herstellung und Lagerung der Biere. „Hier wurde im August 1842 das erste Mendiger Bier gebraut“, so der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Mendig.
Nachdem die Ehrengäste sich mit köstlichem Fingerfood und erfrischenden Getränken gestärkt hatten, führte der 1. Beigeordnete der VG Mendig, Joachim Plitzko, sie im Rahmen eines kleinen Rundgangs zu einem eigens für Eheschließungen hergerichteten „Hochzeitsgewölbe“. Nach diesem beeindruckenden Erlebnis begab man sich – entweder über die 150 Stufen oder per Fahrstuhl – wieder ans Tageslicht, um bei sommerlichen Temperaturen das Eröffnungskonzert auf der Museumslay zu genießen. FRE
VG-Bürgermeister Jörg Lempertz (3.v.l.) erläuterte den Gästen die Geschichte der Mendiger Basaltlavakeller.
Anika Brinkmann vom Orga-Team Vulkanregion Laacher See verwöhnte die Gäste mit köstlichem Fingerfood. Links: Tessy Höllfritsch, Beiratsmitglied des Zweckverbandes Vulkan- region Laacher See; Mitte: Eheleute Röhrig aus Treis-Karden.
(V.l.:) Thomas Schneider (1. Beigeordneter der Stadt Mendig), Hedi Lotzen (Vertretung für den Plaidter Ortsbürgermeister Wilhelm Anheier), Frank Mörsch (Stellvertretendes Vorstandsmitglied KSK Mayen), VG-Bürgermeister Jörg Lempertz, Elisabeth Dahr (Beigeordnete VG Brohltal), Sascha Monschauer (Vorstand Voba RheinAhrEifel eG), Kreisbeigeordneter Rolf Schäfer. Fotos: FRE
