Spontane Hilfsaktionen
Kreis Cochem-Zell. Viele der für das letzte Wochenende angekündigten Veranstaltungen in der Region wurden abgesagt. Einerseits weil Veranstaltungsorte durch Hochwasser beschädigt waren, weil die auftretenden Künstler selbst von der Naturkatastrophe betroffen waren oder als Hilfskräfte im Einsatz waren oder auch um hierdurch Solidarität mit den Betroffenen zu zeigen.
Einige Veranstalter der Region hatten aber spontan den Entschluss gefasst, die Termine als Benefiz-.-Veranstaltungen durchzuführen zugunsten derjenigen, die von der Naturkatastrophe besonders betroffen sind- vor allem an der Ahr. Hier fanden dann auch zusätzlich Sammel-Aktionen statt und es wurde auch angekündigt, dass weitere Benefiz-Aktionen für die kommenden Wochen geplant sind. Diese spontane Hilfe war deshalb so beeindruckend weil Künstler und Veranstalter ja selbst durch den langen Coronalock-Down stark geschädigt sind. Die auftretenden Künstler zeigten sich glücklich endlich wieder „live“ vor Publikum auftreten zu können.
Besonders emotional war der Auftritt eines Künstlers von der Ahr. Er erklärte eindrucksvoll, warum er am Sonntagabend bereits wieder auf der Bühne stehe, obwohl vor vier Tagen sein komplettes Haus vernichtet wurde und obwohl mehrere Freunde und Bekannte von ihm unter den Todesopfern sind. Seine Worte: „Kultur ist lebensnotwendig und spendet auch Trost. _Dies, obwohl Kultur in Coronazeiten nicht als systemrelevant anerkannt wurde. Nach dem langen Coronalockdown ist es wichtig, dass Kultur jetzt nicht durch die Naturkatastrophe weiter gebremst wird. Künstler und Veranstalter freuen sich, wenn die vielen Veranstaltungen, die jetzt coronakonform angeboten werden, auch zahlreich besucht werden.“
