Allgemeine Berichte | 12.09.2016

Ausstellung im Europäischen Kulturzentrum in Remagen

„Sprengstoff“ macht Furore

Irene Eigenbrodt zeigt Werke aus den Überbleibseln von Feuerwerkskörpern

Inge Becher (r.), Museumsdirektorin in der Partnerstadt Georgsmarienhütte, führte in die Ausstellung ein. AB

Remagen. Auf große Beachtung stieß die letzte Vernissage am Samstag des Kunstsalons Remagen, bei dem 82 Remagener Künstler in 16 Galerien ihre Werke der Öffentlichkeit präsentierten. Am frühen Abend präsentierte sich das Europäische Kulturzentrum Remagen von Rosemarie Bassi gedrängt voll. Angesagt war die Vernissage zur Ausstellung „Sprengstoff“ von Irene Eigenbrodt. Rosemarie Bassi verlieh ihrer Freude über die vielen interessierten Gäste Ausdruck und hieß alle herzlich willkommen. Ihr besonderer Gruß galt der Künstlerin Irene Eigenbrodt, der Museumsdirektorin der Villa Stahmer aus der Partnerstadt Georgsmarienhütte, Inge Becher, sowie dem ersten Beigeordneten Rolf Plewa und Wirtschaftsförderer Marc Bors, der schon ein Freund des Hauses sei. Bassi hob hervor, dass die Ausstellung von Irene Eigenbrodt etwas ganz Besonderes sei. „Ich schätze die Kunst von Irene Eigenbrodt sehr, weil sie meiner Seele sehr nahe liegt“, betonte Bassi. Die Ausstellung „Sprengstoff“ sei wie das Spiel eines Orchesters, weil sie ebenso viele Facetten habe.

Die Einführung zur Vernissage gab Museumsdirektorin Inge Becher. Sie hob hervor, dass eine Ausstellung unter dem Titel „Sprengstoff“ wohl eine ebenso starke Wirkung habe wie richtiger Sprengstoff. Becher zitierte die Herstellung, die Wirkung und den Nutzen von Sprengstoff aus Wikipedia. Auf die Mischung komme es an. Sprengstoff herzustellen, sei eine Kunst. Sprengstoff habe viele Auswirkungen, positive wie negative. Irene Eigenbrodt habe sich sehr mit Sprengstoff beschäftigt und nach Silvester die Überbleibsel von Feuerwerkskörpern gesammelt. Diese enthielten Restpulver. Auch dieses verwendete Eigenbrodt für ihre Kunstwerke.

In der Ausstellung „Sprengstoff“ sieht die Künstlerin selbst auch den sozialkritischen Ansatz, alles, was achtlos weggeworfen werde, wieder zu verwenden. So schuf Eigenbrodt aus Batterien und Sprengstoffresten Kunstwerke in Form von Drucken aus Silvesterknallern, Collagen mit Zeichnungen, Drucke auf Karton und Wandobjekte aus Knallern. „Irene Eigenbrodt möchte aussteigen und anderen etwas zeigen. Sie möchte die Menschen verleiten, Antworten auf ihre Fragen zu finden. So beispielsweise auf die Frage, was dort passiert, wo Menschen und Häuser durch Sprengstoff zerstört werden“, hob Becher hervor.

Nach einem ersten Rundgang entlang der Kunstwerke gab es dann vor den Toren des Europäischen Kulturzentrums laute Knalls durch Sprengkörper und bei anbrechender Dunkelheit ein dreiminütiges Feuerwerk auf dem Marktplatz. So schuf Rosemarie Bassi die passende Umrahmung für die Ausstellung mit dem Titel „Sprengstoff“ von Irene Eigenbrodt. AB

Irene Eigenbrodt erläutert ihre „explosiven“ Kunstwerke.

Irene Eigenbrodt erläutert ihre „explosiven“ Kunstwerke.

Inge Becher (r.), Museumsdirektorin in der Partnerstadt Georgsmarienhütte, führte in die Ausstellung ein. Fotos: AB

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