Allgemeine Berichte | 14.03.2017, 14:12 Uhr

Unbekannte beschädigen Fritzdorfer Mühle

Spur der Verwüstung am historischen Mühlenturm

Nur Bruchstücke sind von dem massiven Betonring am Grillplatz übrig geblieben. Fotos: CEW
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Wachtberg-Fritzdorf. Zwischen Donnerstag, 9. März gegen Mittag und Sonntag, 12. März 11 Uhr muss passiert sein, was bei vielen Wachtbergern Verständnislosigkeit und Kopfschütteln hervorruft. Unbekannte hatten zur historischen Fritzdorfer Mühle offenbar Holz mitgebracht und ein Lagerfeuer entzündet. Das wäre soweit zwar nicht rechtens, aber nicht dramatisch gewesen, wenn sie nicht auch einen hohen Schaden angerichtet hätten. Der Betonring, der vor der Mühle lag und als Grillplatz diente, wurde mit brachialer Gewalt zerstört. Anschließend warfen die Täter mit den Betonbruchstücken die Fenster der Windmühle ein und beschädigten Teile des Dachs. Die Betonteile und die verkohlten Reste des Feuers verteilten sie später auf dem gesamten Areal, ebenso wie zerbrochene Flaschen.

Als die Männer vom Bauhof bzw. der Gärtnerei der Gemeinde Wachtberg am darauf folgenden Dienstag dort ankamen, bot sich ihnen ein Bild der Verwüstung. Selbst die massiven Findlinge, die die Zufahrt zur Mühle verengen, waren von ihrem Platz verrückt worden. „Die müssen mit massiver Gewalt zugange gewesen sein“, kommentierte Uwe Lietz, der gemeinsam mit einem Mitarbeiter die Aufräumarbeiten bewältigte. In stundenlanger Arbeit klaubten sie die Überreste des Betonrings und die verkohlten Holzstücke von der Wiese. Wer über das Gelände ging, fand immer noch reichlich zersplittertes Glas von Flaschen, das ebenfalls weiträumig verteilt war. Das alles aufzuräumen wird eine Menge Arbeitszeit binden, die eigentlich für die Pflege sonstiger öffentlicher Flächen vorgesehen warie verlorene Arbeitszeit ist jedoch nicht der einzige Schaden, der zu beklagen ist. Zu der konkreten Schadenshöhe, die durch den Bruch des Betonrings und am Gebäude entstanden ist, konnten noch keine Angaben gemacht werden.

Abgesehen davon verbinden viele Wachtberger Bürger mit dieser Mühle eine Menge Erinnerungen. Jeder habe in seiner Jugend gefeiert, war von Uwe Lietz zu hören. „Aber wir sind am nächsten Morgen alle wieder zusammengekommen und haben alles picobello aufgeräumt.“ Warum die Unbekannten mit derart zerstörerischer Kraft wüteten, wird nicht nur ihm, sondern auch den meisten anderen Wachtbergern vorerst ein Rätsel bleiben. Hinweise zur Tat oder zu ungewöhnlichen Beobachtungen im Tatzeitraum nimmt das Kriminalkommissariat 37 unter Tel. (02 28) 150 entgegen.

Etliche Stunden waren die Mitarbeiter von der Gemeinde mit den Aufräumarbeiten beschäftigt.

Etliche Stunden waren die Mitarbeiter von der Gemeinde mit den Aufräumarbeiten beschäftigt.

Mit den Bruchstücken des Betonrings warfen die Täter die Scheiben an den Fenstern des historischen Gebäudes ein.

Mit den Bruchstücken des Betonrings warfen die Täter die Scheiben an den Fenstern des historischen Gebäudes ein.

Weit über das Areal verstreut lagen Trümmer und verkohlte Holzreste vom Lagerfeuer.

Weit über das Areal verstreut lagen Trümmer und verkohlte Holzreste vom Lagerfeuer.

Nur Bruchstücke sind von dem massiven Betonring am Grillplatz übrig geblieben. Fotos: CEW

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