Allgemeine Berichte | 09.09.2022, 11:03 Uhr

Eifelverein Bad Breisig

Stadtführung in Unkel

Der Eifelverein erkundete Unkel.  Foto: privat
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Bad Breisig/Unkel. Zahlreiche Mitglieder des Eifelvereins Bad Breisig trafen sich an der Fähre in Bad Breisig zur Fahrt nach Unkel. Dort wurde die Gruppe von der Stadtführerin, Frau Gerstkamp, schon erwartet. Der erste Programmpunkt in Unkel war ein Empfang im Rathaus durch den Bürgermeister der Stadt, Herrn Hausen. Bei einem Gläschen Wein und Wasser stellte er seine Stadt und die Verbandsgemeinde Unkel vor. Im Rathaussaal wurden Willy Brandt und Brigitte Seebacher getraut. Das Willy-Brandt-Forum gehört inzwischen zur Bundeskanzler Willy Brandt Stiftung, nachdem es lange von Ehrenamtlern geführt wurde. Dem Leerstand in der Innenstand begegnete man mit der Gewinnung von Künstlern. Die jährlich stattfindenden Kunsttage locken zudem viele Künstler und Besucher in den Ort. Auch Mäzenen gibt es, die den Ort unterstützen.

Natürlich locken auch die Wanderwege in der herrlichen Umgebung von Unkel Besucher an. Am jährlich stattfindenden Wandererlebnis „Dreisprung“ nahmen auch schon die Wanderer des Eifelvereins teil und werden dieses Jahr am Sonntag, 2. Oktober wieder dabei sein. Nach dem netten Empfang ging es Richtung Rhein. Hier wurde zunächst der Gefängnisturm besichtigt. Zu hören bekam man die Geschichte des letzten Gefangenen. Auch Beethoven soll womöglich eine Nacht im Turm verbracht haben. Rund um die Kirch St. Pantaleon beeindruckten die vielen alten Grabsteine. In der Kirche waren Figuren aller Vierzehn Heiligen zu finden. Deren „Zuständigkeiten“ wurden benannt, so weiß nun jeder, bei welchem Leiden er zu wem beten kann.

Entlang der Rheinpromenade gibt es zahlreiche architektonisch interessante Villen. Eine Vielzahl an berühmten Personen wohnten hier, zumindest zeitweise: Konrad Adenauer, Ferdinand Freiligrath, August L. Neven Du Mont sowie aktuell noch Günter Wallraff. Eine ehemalige Pelzfabrik ist an den in Stein gearbeiteten Kaninchen im Giebel des Hauses zu erkennen. Unmittelbar in Rheinnähe liegt der von Fritz Henkel begründete Landsitz „Haus Henkel“, heute noch in Familienbesitz. Dieser wird jedoch für Kulturveranstaltungen für Besucher geöffnet. Am alten Kelter endete die Führung, denn Unkel war und ist immer noch eine Stadt mit Weinbergen. Abschließend ging es zur Einkehr ins Café am Markt.

Der Eifelverein erkundete Unkel. Foto: privat

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