Ausstellung zum Thema „Flucht und Vertreibung“ geplant
Stadtmuseum sucht Zeitzeugen
Andernach. Das Thema Flucht und Vertreibung ist aktueller denn je. Das Andernacher Stadtmuseum plant aus diesem Anlass für 2022 eine Sonderausstellung, die sich der Aufnahme und der Integration von Zugezogenen widmen wird. Dabei soll nicht nur ein Blick auf die aktuellen Entwicklungen geboten werden, sondern auch eine Rückschau auf die Vergangenheit: Millionen Menschen mussten gegen Ende des Zweiten Weltkriegs ihre Heimat verlassen. Etwa sieben Millionen Flüchtlinge aus den damaligen deutschen Ostgebieten zogen in riesigen Trecks im Kältewinter 1944/45 nach Westen. Nach vielen Zwischenstationen wurden auch viele von ihnen in Andernach heimisch. Nur wenige Jahre später fanden auch viele sogenannte „Republikflüchtlinge“ aus der ehemaligen DDR in Andernach ein neues Zuhause.
Da die Zeitzeugen immer weniger werden und sich nur noch Wenige an die Zeit von Flucht und Vertreibung zwischen 1944 und ca. 1955 erinnern, bittet das Andernacher Stadtmuseum um Mithilfe: Wer kann von seinen eigenen Fluchterlebnissen aus dieser Zeit berichten? Wer besitzt persönliche Erinnerungsstücke, Briefe, Postkarten, Fotos und Alltagsobjekte, die die Zeit der Flucht aber auch die alte Heimat anschaulich werden lassen und die dem Museum leihweise zur Verfügung gestellt werden könnten? Welche Andernacherin bzw. welcher Andernacher aus einer Flüchtlingsfamilie besitzt noch Objekte aus Ostpreußen, Westpreußen, Schlesien, Pommern, dem Sudetenland und der Stadt Danzig und würde an einem Interview teilnehmen?
Wer hier dem Museum helfen kann und möchte wendet sich an das Stadtmuseum Andernach, Hochstraße 99, 56626 Andernach, Tel. (0 26 32) 30 81 33, E-Mail stadtmuseum@andernach.de.
Pressemitteilung
Stadtverwaltung Andernach
