Bundeswehr-Bigband gab Konzert zum 60-jährigen Löwen-Jubiläum
Standing Ovations in der ausverkauften Freiherr-vom-Stein-Halle
Nentershausen. „Ein atemberaubendes Konzert!“ – mit diesen Worten verlieh der Vorsitzende der Musikalischen Löwen, Bernd Reifenscheidt, der großen Begeisterung des Publikums mit seinen Worten Ausdruck.
Mit der Verpflichtung der renommierten Bigband der Bundeswehr hat der Nentershäuser Musikverein zu seinem sechzigjährigen Jubiläum beim Publikum in der ausverkauften Freiherr-vom-Stein-Halle einen fulminanten Volltreffer gelandet. „Ob Staatsbesuch, Benefizkonzert, Tanzgala, Opernball, Presseball, Ball des Sports, Kanzler- oder Bundespräsidentenfest – die Bigband der Bundeswehr ist aus gutem Grund bei jedem hochkarätigen Anlass dabei“, betonte Reifenscheidt schon in der Begrüßung und reihte das Westerwälder Dorf unbescheiden mit ein in den eindrucksvollen Reigen der Auftritte und Anlässe.
Vielfältige Medleys
Und er hatte nicht zu viel versprochen: Den Auftakt bildete ein Medley des berühmten Jazz-Komponisten Bernd Kaempfert (bekannt besonders durch Frank Sinatras „Strangers in the Night). In den zeitgenössischen Jazz führte die Bundeswehr-Bigband mit drei Titeln des leider viel zu früh verstorbenen Roger Cicero, den Bandleader Timor Oliver Chadik als „Türöffner für den Bigband-Jazz“ charakterisierte. Dessen Hits „Schieß mich doch zum Mond“, „Ich atme ein“ und „Zieh die Schuh aus“ wurde von Marco Matias meisterhaft dargeboten.
Nach dem Song „On the Street Where You Live“ aus dem Musical „My Fair Lady“ präsentierte Adi Becker seine Eigenkomposition „Waltz for Louis“ alias „Lulu’s Lullaby“ auf der Posaune und erntete dafür tosenden, lang anhaltenden Applaus. Thomas Inderka (Trompete) und Johannes Müller (Altsaxofon) gaben im Duett „Close to You“ von Burt Bacharach zum Besten.
Easy listening
Nach der Pause heizte die Titelmelodie der „Flintstones“-Serie dem Saal ein, darauf folgend ein Medley von Louis-Armstrong-Songs. Danach präsentierte André Cimiotti am Saxofon seine Eigenkomposition „Little Princess“, eine Hommage an seine Tochter. Einen Geschmack von „easy listening“ verlieh Jemma Endersbys gesangliche Interpretation des Bernd-Kaempfert-Songs „The World We Knew“, die durch ihren verbalen Appell, Zeichen der Liebe und Aufmerksamkeit füreinander der Negativität der Welt entgegenzusetzen, die Herzen des Publikums endgültig erobern konnte.
Thomas Lieven brachte die Stimmung mit seinem Drum-Solo zur Musik aus dem Filmen des Boxers Rocky zum Siedepunkt und erntete stehende Ovationen, was auch bühnentechnisch durch das während des ganzen Abends technisch aufwendige und perfekte Livehintergrund-Bühnenbild unterstrichen wurde. Als Zugaben fungierten zwei Whitney Houston-Songs („Step by Step“ und „One Moment in Time“), bis sich das gesamte Ensemble mit Instrumental-Soli auf die Melodie des Klassikers „My Way“ von Frank Sinatra vom Publikum verabschiedete.
Die renommierte Bigband der Bundeswehr bei ihrem fulminanten Auftritt in der Freiherr-vom-Stein-Halle.
