Allgemeine Berichte | 28.06.2017, 12:51 Uhr

Tipps für die Eltern von Schulanfängerinnen und Schulanfängern

Stark für den Schulanfang

Rhein-Sieg-Kreis. „Jetzt beginnt der Ernst des Lebens“, liegt vielen Erwachsenen auf der Zunge, wenn der Wechsel vom Kindergarten in die Grundschule ansteht. „Geben Sie das bitte nicht so an die I-Dötzchen weiter“, rät Volker Neuhaus, Leiter der Psychologischen Beratungsdienste des Rhein-Sieg-Kreises. „Wecken und erhalten Sie die Neugierde auf diesen neuen Lebensabschnitt für die Pänz!“ Gemeinsam mit Alexander Elwert, Diplom-Psychologe des Schulpsychologischen Dienstes des Rhein-Sieg-Kreises hat er hilfreiche Tipps für die Eltern zum Schulanfang zusammengestellt.

Jetzt ist Zeit, den künftigen Schulweg zu üben, damit die Kinder später diesen auch ohne Mama und Papa bewältigen können. Genauso ist es ein schönes Gefühl, selbst die Schleife zu binden, das macht unabhängig! „Alles was stark und selbstbewusst macht, ist sinnvoll - Übungen zu Buchstaben und Zahlen sind hingegen nicht notwendig, dafür ist die Schule da“, empfiehlt Alexander Elwert. „Bitte vertrauen Sie auch auf die Kompetenzen der Lehrerinnen und Lehrer, denn diese sind wichtige Bezugspersonen. Wenn es doch einmal Gesprächsbedarf gibt, klären sie dies am besten unmittelbar mit den Lehrkräften; sonst verunsichern Sie ihre Kinder.“

Für Volker Neuhaus ist ein gutes Zeitmanagement wesentlich: „Der Start in den Tag ohne Zeitdruck ist für Kinder und Eltern viel entspannter – rechtzeitiges Aufstehen lohnt sich! Kleidung für den nächsten Tag rauslegen und Schulranzen packen: Das kann alles am Vorabend geschehen!“

Bei all der Neugierde machen sich die neuen Schulkinder natürlich auch ihre Gedanken, schließlich beginnt etwas Neues, noch Unbekanntes. Manche Kinder reagieren auf das Ungewisse und neue Situationen mit Bauchweh, Kopfschmerzen und Unwohlsein. „Ich bin bei Dir, ich unterstütze Dich!“ sind hier die helfenden Signale.

Gibt es Bedenken, weil das Kind noch keine anderen Kinder in der neuen Klasse oder Schule kennt? In den meisten Fällen sind diese unbegründet, denn Kinder schließen viel leichter und schneller neue Kontakte als Erwachsene.

Unterstützung ja, aber nicht abnehmen heißt es bei den Hausaufgaben, denn die sind für die Schülerinnen und Schüler gedacht. Motivierend wirkt nicht nur bei den Hausaufgaben Lob. „Loben ist wichtig, sollte aber immer in einem realistischen Verhältnis zum Verhalten stehen. Werden Selbstverständlichkeiten gelobt, nehmen nicht nur wir Erwachsene es nicht mehr ernst“, schließen die beiden Experten des Psychologischen Beratungsdienstes.

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