Allgemeine Berichte | 10.08.2021

Hospiz-Verein und die Hospiz im Ahrtal gGmbH

Stationäres Hospiz nimmt seinen Betrieb wieder auf

Kreis AW. Krankentransportwagen bringen die neun Männer und Frauen nach zweieinhalb Wochen in Remagen und Andernach zurück nach Bad Neuenahr. Ermöglicht haben das, auch Spenden für eine mobile Heizanlage.

Sie sind wieder zurück. Zweieinhalb Wochen nachdem die Gäste des stationären Hospizes im Ahrtal wegen der Unwetterfolgen verlegt wurden, haben sie wieder ihre Zimmer in der Bad Neuenahrer Einrichtung oberhalb des Krankenhauses Maria Hilf bezogen. Als erste kamen am Mittwoch mit Krankentransportwagen des Deutschen Roten Kreuzes die sechs Hospizgäste an, die zwischenzeitlich auf der Palliativstation des Verbundkrankenhauses Linz-Remagen am Remagener Standort untergebracht waren. Darunter als erster Hospizgast ein Senior, der früher in Remagen gelebt hat und übers ganze Gesicht strahlte, als er in Bad Neuenahr ankam. „Schön, wieder hier zu sein“, flüsterte der schwerkranke Mann, der sich nur eingeschränkt äußern kann. „Auch die Angehörigen, denen ich gestern über die Wiederaufnahme des Hospiz-Betriebs hier informiert habe, waren sehr erfreut, dass es so schnell an unserem angestammten Standort weitergeht“, berichtet Anna Louen vom Sozialdienst des Hauses.

Insgesamt neun Hospizgäste sind am Samstag nach der Flutkatastrophe im Ahrtal aus dem stationären Hospiz in Bad Neuenahr ins Krankenhaus Maria Stern in Remagen sowie ins Sankt-Nikolaus-Stiftshospital in Andernach verlegt worden. „Erst haben wir noch versucht, den Betrieb aufrecht zu erhalten mit Hilfe eines Stromgenerators, über den wir verfügen, und mit Wasser aus Flaschen“, erklärt Christoph Drolshagen, Geschäftsführer der Hospiz im Ahrtal gGmbH, deren Gesellschafter der Hospiz-Verein Rhein-Ahr, die Marienhaus Holding GmbH und die Stiftung Bethel sind. Obwohl das Hospiz von unmittelbaren Flutschäden verschont blieb, habe man sich dann wegen der anhaltenden Versorgungslage mit Energie und Wasser, zugleich Anweisung des Krisenstabs hin dann aber doch für eine Evakuierung entschieden.

„Ich bin froh, dass die von uns begleiteten Menschen am Ende ihres Lebens wieder in ihr vertrautes Hospiz zurückkehren können, so Ulrike Dobrowolny, Vorsitzende des Hospiz-Vereins Rhein-Ahr. „Erfreulicherweise konnten die Voraussetzungen für die Rückkehr in den vergangenen Tagen sehr kurzfristig und effektiv geschaffen werden“, sagt Christoph Drolshagen: „Wir wären jetzt nicht an diesem Punkt, wenn wir nicht tatkräftige Unterstützer gehabt hätten, die zum Teil über sich hinausgewachsen sind, da sie neben dem Hospiz ja momentan viele andere sehr kritische Projekte im Ahrtal betreuen müssen.“ Das gelte für das Leitungsteam des stationären Hospizes mit Hospiz- und Pflegedienstleiterin Yasmin Brost, der stellvertretenden Pflegedienstleiterin Brigitte Raschke und Anna Louen vom Sozialdienst sowie für Gesellschaftervertreter Kay Andresen und für Vertreter der Marienhaus Dienstleistungen GmbH, die die Warmwasserbereitung und die Absicherung der Sterilisierung des Leitungswassers organisiert haben respektive fieberhaft an der Wiederherstellung der IT und der Telefonverbindung über eine provisorische Richtfunkstrecke gearbeitet haben, die für das benachbarte Krankenhaus Maria Hilf eingerichtet wurde.

Dank gelte speziell auch Thomas Werner, Verwaltungsdirektor des Verbundkrankenhauses Linz-Remagen, weil die Hospiz im Ahrtal gGmbH in der Remagener Klinik eine ganze Etage anmieten und dort den Hospizbetrieb und, damit die hospizliche Arbeit selbstständig weiterführen konnte. Die Hauptamtlichen des Hospizes und auch die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Hospiz-Vereins Rhein-Ahr haben sich auch in dieser schwierigen Zeit weiter um die Hospizgäste gekümmert. Die drei Hospizgäste, die in den vergangenen Tagen auf der Palliativstation in Andernach versorgt und betreut wurden, sollen noch bis diese Woche ebenfalls wieder ins Bad Neuenahrer Hospiz zurückkehren.

Da nun wieder Strom und fließendes Wasser zur Verfügung stehen und dank Spenden für eine mobile Heizanlage ist die Rückkehr der Hospizgäste jetzt möglich geworden. „Schließlich müssen wir damit rechnen, dass wir ab Mitte September heizen müssen“, sagt Drolshagen. Und Gas werden wir vorerst nicht über die Leitungen bekommen.

Weiter auf Spenden angewiesen

Das Hospiz bleibe weiter auf Spenden angewiesen, die der Hospiz-Verein Rhein-Ahr für das Hospiz entgegennimmt. In der aktuellen Situation ist laut Drolshagen von besonderer Bedeutung, dass das Haus sein stationäres Angebot aufrecht erhalte und weiterführe: „Es ist wichtig, dass wir unsere hospizliche Arbeit wieder geregelt aufnehmen. Sogar noch wichtiger als sonst, weil derzeit wegen der Flutfolgen vielerorts Schwerstkranke kaum im häuslichen Bereich versorgt werden können.“

Die Heimaufsicht und das Gesundheitsamt haben die Wiederinbetriebnahme mit den geschaffenen Provisorien insbesondere in der Heißwasserversorgung ohne Einschränkungen genehmigt. Das Internet im Hospiz funktioniert wieder und die Leitungskräfte sowie auch die Hospizgäste sind im Hospiz wieder telefonisch zu erreichen. Besuche der Gäste sind auch wieder normal möglich, natürlich unter Einhaltung der Regeln zur Vermeidung von Infektionen mit COVID 19. Besucher melden sich montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr an unter Tel. (0 26 41) 91 87 510 oder (0 26 41) 91 87 530.

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