Allgemeine Berichte | 11.07.2016

Dorferneuerung in Stebach

Stebach will neue Wege beschreiten

Im Rahmen einer Dorfmoderation sammelt die Gemeinde Stebach Ideen und Anregungen

Viele Bürgerinnen und Bürger aller Altersklassen waren der Einladung zur Auftaktveranstaltung gefolgt.

Stebach. Am 8. Juli hatte der Gemeinderat Stebach ab 18 Uhr zu einer Auftaktveranstaltung zum Thema Dorferneuerung in Stebach eingeladen. Viele Bürger aller Altersklassen waren der Einladung gefolgt, was zeigt, dass die Einwohner sich sehr für ihren Heimatort interessieren.

Ortsbürgermeister Karl-Heinz Klein begrüßte neben den Einwohnern die Vertreterin der Verbandsgemeinde Dierdorf Bettina Liedl, Frau Röder-Rasbach von der Kreisverwaltung und die Vertreter der Presse.

In 2015 erfolgte im Gemeinderat der Gemeinde Stebach die Beschlussfassung für das Konzept der Dorferneuerung und in direkter Folge auch die Beantragung der Fördermittel. Dieses Jahr wurden die Fördermittel bewilligt und der Gemeinderat beauftragte das Planungsbüro RU-PLAN Redlin+Renz mit der Durchführung des Projektes.

In einem einführenden Vortrag stellte die Mitarbeiterin des Planungsbüros zunächst die Problematik vor, erklärte danach etwas zur Dorfentwicklung und Dorfmoderation und brachte einige Best Practice-Beispiele aus bereits abgewickelten Projekten.

Die Problematik ist in Stebach wie in vielen anderen Gemeinden natürlich auch das Wegbrechen traditioneller Familienstrukturen, die Vereinsamung älterer alleinstehender Menschen, der Rückzug öffentlicher und privater Dienstleister (Ärzte und Geschäfte) und durch die erhöhte Notwendigkeit der Mobilität die Reduzierung des Wohnortes auf ein „Schlafdorf“. Um all diesen Dingen entgegen zu wirken, sollen im Rahmen der Dorfentwicklung neue Wege beschritten werden.

Die gesamte Dorfentwicklung besteht aus dem Prozess der Dorferneuerung und der Dorfmoderation, die sich insgesamt über einen Zeitraum von circa einem Jahr hinziehen wird. Die Bedürfnisse aller Lebensbereiche stehen bei der Planung im Mittelpunkt. Der Ortskern soll lebendig gestaltet werden, gleichzeitig sollen Mobilität und Nahversorgung gesichert werden und während des ganzen Prozesses werden natürlich auch die Dorfgemeinschaft und das Bewusstsein gestärkt. Die Dorfmoderation steht unter dem Motto: „Wer sich bewegt, bewegt das Ganze.“ Vom Planungsbüro wird dabei die Informations-, Bildungs- und Beratungsarbeit durchgeführt, die Bedürfnisse der Menschen stehen im Mittelpunkt und werden durch Analyse und Befragung ermittelt. Besonders wichtig ist hier auch die Einbeziehung von Kindern und Jugendlichen. Kernthemen sind Feste und Veranstaltungen, die Initiative zur Grundversorgung, Nachbarschaftshilfe und natürlich auch die Ortsbildverschönerung und Befassung mit den Leerständen. Am Ende des Prozesses steht dann das Dorferneuerungskonzept.

Seit 2003 ist ein stetiger Rückgang der Bevölkerung zu beobachten, wobei der Anteil der über 65-Jährigen steigt und der Anteil der unter 20-Jährigen fällt.

Gegen Ende des Vortrages wurden einige Beispiele für Best Practice aus anderen Orten vorgestellt, um den Einwohnern einige Gedankenanstöße für den zweiten Teil der Veranstaltung zu geben, in dem Vorschläge und Ideen gesammelt wurden, aus denen im nächsten Schritt ein erster Entwurf für das Dorferneuerungskonzept erstellt wird. Dieses Dorferneuerungskonzept ist die Voraussetzung für die Förderung von öffentlichen und privaten Maßnahmen. Der gesamte Zuschuss für die Gemeinde Stebach wird sich auf ungefähr 12.000 Euro belaufen, wobei natürlich auch Eigenleistung gefördert werden kann und soll.

Beim nächsten Termin, der Dorfwerkstatt am 28. September 2016 ab 18 Uhr sollen für verschiedene Aktivitäten Arbeitsgruppen und -kreise gebildet werden, die sich dann schwerpunktmäßig mit einem Teilbereich des Konzepts auseinandersetzen.

Vorschläge und Ideen wurden gesammelt, aus denen im nächsten Schritt ein erster Entwurf für das Dorferneuerungskonzept erstellt wird.

Vorschläge und Ideen wurden gesammelt, aus denen im nächsten Schritt ein erster Entwurf für das Dorferneuerungskonzept erstellt wird.

Viele Bürgerinnen und Bürger aller Altersklassen waren der Einladung zur Auftaktveranstaltung gefolgt.

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare

BLICK aktuell-Bilderrätsel: Folge 3

  • Carmen Busch: Das Foto wurde am Linzer Fähranleger aufgenommen. Die Fähre liegt gerade in Kripp
  • Claus Wiest: Das Foto zeigt die Rheinfähre Linz-Remagen, aufgenommen von der Anfahrt auf der Linzer Seite mit Blick auf den Ort Kripp.
  • Julia Doll : Lieber Roman, ja absolut, sehe ich ganz genauso
  • Roman Bermel: Hallo Julia. Du hast vollkommen recht. Ich habe lange bei euch gearbeitet und bin auch heute noch in der Grundschule unterstützend tätig. Ich kann nicht feststellen, dass weniger Unterstützung notwendig ist, eher das Gegenteil ist der Fall.
Kreishandwerkerschaft
Innovatives rund um Andernach
Maikirmes Franken
Aktionstage 5.-7. Mai
Zukunft trifft Tradition KW 18
Stellenanzeige
Titel
Imageanzeige Löhr Meckenheim
Empfohlene Artikel
Meckenheim geht beim Fußverkehrs-Check mit, von links: Christoph Overs, Leiter der Geschäftsstelle und der Koordinierungsstelle Zukunftsnetz Mobilität NRW Rheinland, die städtische Mobilitätsmanagerin Liena Humke, Umweltplanerin und Mobilitätsmanagerin Nele Allerchen, Bürgermeister Sven Schnieber und der Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes NRW Oliver Krischer. Foto: go.Rheinland GmbH / Smilla Dankert
70

Meckenheim. Es ist die umweltfreundlichste Fortbewegungsart der Welt. Deshalb soll das Gehen in Meckenheim nun mehr Aufmerksamkeit bekommen: Beim landesweiten Wettbewerb um einen professionellen „Fußverkehrs-Check“ wurde Meckenheim vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Zukunftsnetz Mobilität NRW als teilnehmende Stadt ausgewählt.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild. Foto: ROB
3373

Für verunglückte Männer kam jede Hilfe zu spät

03.05.: Horrorfund auf Feldweg: Jogger findet zwei tote Quadfahrer

Laubach (Simmern). Am Sonntag, den 03.05.2026, gegen 17:10 Uhr, fand ein Jogger auf einem Feldweg westlich der Ortschaft 56288 Laubach (Rhein-Hunsrück-Kreis) ein verunfalltes Quad vor. Bei dem Quad konnten zwei augenscheinlich schwerst verletzte männliche Personen aufgefunden werden. Trotz umgehend eingeleiteter Rettungsmaßnahmen konnte nur noch der Tod der beiden verletzten Personen festgestellt werden.

Weiterlesen

Auch ein historisches Feuerwehrfahrzeug konnte besichtigt werden. Foto: DU
44

Feuerwehr Bad Bodendorf öffnete ihre Türen

Beliebtes Familienfest bot Einblicke in Technik und Einsatz

Bad Bodendorf. So, wie die Menschen froh sind, wenn sie von der Feuerwehr Hilfe in den unterschiedlichsten Notsituationen erfahren, freut sich die Feuerwehr – sozusagen im „Gegenzug“ - über regen Besuch ihrer Veranstaltungen. Das früher oft gehörte Motto „Wir kommen zu ihnen, wenn es brennt, kommen sie zu uns, wenn wir feiern“, nahmen sich am Maifeiertag zahlreiche Bürgerinnen und Bürger aus Bad Bodendorf,...

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
Schulze Klima -Image
10 Jahre NoWi Bau
Maikirmes Franken
Azubispots Bad Neuenahr 2026
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Anzeige Show Alive
Media-Auftrag 2026/27
Titelanzeige
Jubiläum
10 Jahre NoWi
Image
Innovatives rund um Andernach
Anzeige KW 18
Stellenanzeige Servicekräfte