Stelldichein der Tollitäten im Rheinbacher Rathaus
Sektempfang bei Bürgermeister Stefan Raetz vor der Abfahrt zum Landrat - Raetz lobt den Karneval auf „Normalmaß“
Rheinbach. „Besser so ein Wetter als gar kein Wetter“, so trösteten sich die Tollitäten aus Rheinbach auf dem Weg in das Rathaus. Bürgermeister Stefan Raetz hatte traditionell die Prinzenpaare, Dreigestirn und die Kernstadtprinzessin vor ihrer Abfahrt in das Kreishaus nach Siegburg zum Sektempfang in den großen Sitzungssaal des Rathauses eingeladen. Aus Queckenberg reiste das Damen-Dreigestirn Prinz Willi I., Jungfrau Wilma I. und Bauer Wilhelm I. mit Gefolge an, natürlich mit Mäuseorden und Mäusekostüm. Wer es noch nicht weiß, das Dreigestirn besteht aus drei Schwestern, die allesamt entweder mal Maus hießen oder heute noch heißen. Aus dem Land der Liebe kamen Prinz Dirk II. und Nici I., zwar etwas verspätet, aber doch noch zur rechten Zeit. Auch die Kernstadt-Prinzessin Eve I. und das Prinzenpaar Helmut I. und Manuela I. aus Oberdress gaben sich die Ehre. Bürgermeister Stefan Raetz nutzte die Gelegenheit, um sich bei den anwesenden Tollitäten für ihre Bereitschaft zur Regentschaft in der diesjährigen Session besonders zu bedanken. Lobend hob er hervor, dass es den Karnevalsvereinen in diesem Jahr gelungen sei, den Karneval auf „Normalmaß“ zu bringen. „Normalen und urigen Karneval mit der Bevölkerung feiern“ steht in diesem Jahr im Vordergrund. „Dies trägt auch dem finanziellen Rahmen Rechnung, der den Vereinen zur Verfügung steht“, erwähnte Raetz beim Empfang. Natürlich hoffen alle auf schönes Wetter, besonders bei den Zügen. Angesichts der großen Mühe, die sich die Wagenbauer und die zahlreichen Helferinnen und Helfer bei der Vorbereitung des Höhepunktes der Session gemacht haben, ist dies ein verständlicher Wunsch. Allein 17 Wagen wurden in Oberdrees gebaut und ausgestattet. Raetz dankte auch den Tanzgruppen und den Trainerinnen für ihre Arbeit, die ja bekanntlich das ganze Jahr über andauert. Mit etwas Sorge betrachtet der Bürgermeister die Zurückhaltung der breiten Bevölkerung. Aber die vollen Säle bei Sitzungen im Fernsehen sind eine ganz andere Dimension, die die kleinen Vereine finanziell eh nicht stemmen können, sagte Raetz. Umso schöner sind die Sitzungen bei uns. Anerkennend erwähnte er die Hornde Sitzung und die Proklamation in Queckenberg, die einen Riesenspaß und viel Freude bereitet hat. Der Adjutantin der Kernstadtprinzessin, Kerstin Klier, war die Freude anzumerken, als sie am Ende des Empfangs drei Wörterbücher Rheinbacher Platt - Deutsch an die drei „Immis“, Stefan Raetz, Claus Wehage und Tamara Vogt im Auftrag von Fritz Berg überreichen konnte. Während die kleinen Tollitäten bereits vorher vom Landrat des Rhein-Sieg-Kreises empfangen wurden, reisten einen Tag vor Weiberfastnacht die „großen“ Tollitäten nach Siegburg. Landrat Frithjof Kühn empfing traditionell alle Tollitäten aus dem Kreis. 84 Tollitäten waren mitsamt Gefolge eingeladen, darunter fünf Prinzessinnen, 23 Prinzenpaare und elf Dreigestirne. Es ist, wie in jedem Jahr, das Gipfeltreffen aller Jecken des Kreises, bevor es dann an Weiberfastnacht wieder heißt „Die Jecken sind los!“ STS
Dank an die Tollitäten für ihre Bereitschaft, die Regentschaft zu übernehmen. Bürgermeister Stefan Raetz mit Prinzessin Manuela (4.v.r.) aus Oberdrees und dem Damen-Dreigestirn aus Queckenberg, Prinz Willi I., Jungfrau Wilma I. und Bauer Wilhelm I.
