Pfarreiengemeinschaft Remagen
Sternsinger bei Schnee und Eis unterwegs
18.000 Euro gesammelt
Remagen. Wieder mal einen riesigen Dank verdienen alle Kinder, Jugendlichen, Eltern, alle Ehrenamtlichen, die sich für die Sternsingeraktion 2017 eingesetzt haben. Alle können sich gewiss sein: es ist eine Ehre, diese Aktion als „König(in ;)“, „SternträgerIn“, „BegleiterIn“, „Köchin/ Koch“ und natürlich „OrganisatorIn“ zu unterstützen – und die Begeisterung Aller sowie die Höhe des Betrages, der gesammelt wurde, haben dies wieder ganz klar gezeigt. Obwohl die Witterung nicht an allen Tagen gut war, kam aus den Orten der Pfarreiengemeinschaft die frohe Kunde, dass es allen Freude gemacht hat. Neben den Ergebnissen in Geld und Süßigkeiten macht es auch immer wieder froh, die Freude der Besuchten zu erleben. Danke auch dafür! Die Spende, die die Sternsinger der Pfarreiengemeinschaft insgesamt überweisen können, beträgt circa 18.000 Euro. Einige Informationen über diese Initiative generell: 20*C+M+B+17: „Gott segne dieses Haus“, von der aktuellen Jahreszahl eingefasst - jedes Jahr kommt diese Zusage durch die Kinder und Jugendlichen und ihren erwachsenen Begleitern zu den Menschen. Die Aufschriften über Türen und Hauswänden geben anschließend Zeugnis von diesem Segen. Fast überall ist die Begegnung für alle Beteiligten eine große Freude. Die drei Weisen aus dem Morgenland, die vor Jesus in der Krippe niederfielen und ihn anbeteten, sind Paten der heute größten Spendenaktion Europas. Im Mittelalter entstanden Mysterienspiele, in denen aus den Weisen die drei Könige wurden und Namen erhielten: Kaspar, der Strahlende, Melchior, der Lichtvolle und Balthasar, der Beschützer. Aus diesen Spielen entwickelte sich im 16. Jahrhundert das Sternsingen. Die kirchliche Jugend war wichtigster Förderer dieses Brauches. 1958 nahm das „Päpstliche Missionswerk der Kinder in Deutschland“ sich dieser Initiative an. 1959 fand die erste der bislang ununterbrochenen Sternsingersammlung zugunsten Leprakranker statt, 100 Pfarrgemeinden nahmen teil, 94.000 DM wurden gesammelt. 2015 waren es in ganz Deutschland über 45 Millionen Euro. Seit 1961 ist neben dem Päpstlichen Missionswerk der BDKJ, Bund der katholischen Jugend Deutschland, Träger der Aktion. Die Aktion erregte im Laufe der Jahre so viel Aufmerksamkeit, dass Regierungshäupter einen Empfang einrichteten: 1982 empfing Bundespräsident Karl Carstens und 1984 Bundeskanzler Helmut Kohl zum ersten Mal die Sternsinger. 2004 erhält die Initiative in Münster den Westfälischen Friedenspreis, 2015 wird das Brauchtum des „Sternsingens“ in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.
