Heart-Chor Simmern gastierte in Treis-Karden - Wieder ein Konzert der Extraklasse
Stimmen sorgten für Herzklopfen
Treis-Karden. Bereits zum zweiten Mal gastierte der Heart-Chor Simmern in der Pfarrkirche St. Johannes in Treis. Chorleiter Matthäus Huth und sein rund 64-köpfiges Ensemble lieferten auch diesmal wieder ein Konzert der Extraklasse. „Viele Stimmen – ein Chor“ lautet das Motto dieser 1995 gegründeten Chorgemeinschaft, die damals aus einem Trommelkurs der Kreismusikschule hervorgegangen ist. Menschen aller Berufssparten und Altersgruppen vereint das gemeinsame Singen, das einmal pro Woche geprobt wird. Mit einem abwechslungsreichen Programm erfreute der Heart-Chor die Zuhörer in Treis. Das Repertoire reichte von Ohrwürmern aus der Rock- und Pop-Sparte bis hin zu Musical-Melodien und Spirituals. Die Klangfülle der Liedbeiträge und die perfekte Akustik des Gotteshauses ließen sicherlich bei vielen Zuhörern im voll besetzten Kirchenschiff die Herzen höher schlagen. „Hymn“ von Barclay James Harvest wurde ebenso gefühlvoll vorgetragen wie „True colours“ von Cindy Lauper und „Earth song“ von Michael Jackson. Unterstützt von geschmackvollen Lichteffekten und eingeführt mit eindrucksvollen Texten gestaltete Matthäus Huth mit seiner Truppe ein ganz besonderes Chorkonzert. Unterstützt von Jürgen Neunecker am E-Piano, verstanden es die Chormitglieder und Musiker aus dem Hunsrück, die rund 120 Titel bieten können, musikalisches Herzklopfen zu erzeugen. Besonders erwähnenswert im Konzert war, dass beim Lied „Musik nur wenn sie laut ist“ der Text mit Gebärdensprache begleitet wurde.
Mitsingen war ausdrücklich erwünscht, denn bei den Musical-Melodien klatschte und sang das Publikum aus vollem Herzen mit. Besonders, als Mathias Quint mit seiner Trompete ein Solo intonierte, brandete viel Beifall auf. Der agile Musiker, der seit einigen Jahren den Musikverein in Treis dirigiert, war kurzfristig für einen erkrankten Kollegen beim Konzert eingesprungen. Rock-Klassiker wie „Smoke on the water“ von Pink Floyd, unterstützt durch passende Nebel-Effekte sowie Titel wie „Let the river run“ von Carly Simon und „ Livin´ on a prayer“ von Bon Jovi bildeten den Abschluss eines großartigen Chorkonzerts, das auf eine Wiederholung hoffen lässt. „Bohemian Rhapsodie“ von der Rockgruppe „Queen“ als Zugabe setzte den gelungenen Schluss-Akkord in Treis. Das Spendenkörbchen beim ansonsten kostenlosen Konzert war am Ende gut gefüllt.
TT
Der Dirigent des Treiser Musikvereins Mathias Quint sprang als Solist kurzerhand für einen erkrankten Kollegen ein.
Das Publikum ging begeistert mit. Rhythmisches Klatschen und Singen waren erwünscht.
Matthäus Huth dirigiert den Chor, spielte aber auch im Konzert Gitarre.
