KG Wohlgemut Wehr mit prächtiger Kappensitzung
Stimmung pur in ausverkaufter Römerhalle
Wehr.Ihrem Ruf als Karnevalshochburg im Brohltal wurde die KG Wohlgemut Wehr auch in diesem Jahr wieder gerecht. In der bis auf den letzten Platz gefüllten Römerhalle kochte der Frohsinn über. In einem über 5-stündigem Programm wurde den Zuschauern viel Klamauk, Tanz und Unterhaltung für Jedermann geboten. So konnten am Ende die beiden Sitzungspräsidenten Frank Heckenbach und Heike Nahles-Scheuermann zufrieden auf eine tolle Kappensitzung zurückblicken, in der sie das Narrenschiff sicher durch die Wogen des Frohsinns steuerten.
Ein tolles Bild gleich zu Beginn der Veranstaltung, als Elferrat, Senat, Mini-Garde, Maxi-Funken, Prinzengarde und Möhnen das Wehrer Dreigestirn samt Hofstaat auf der Bühne begrüßten. Humorvoll nahmen Prinz Andy I., Jungfrau Björnadette und Bauer Michael die Zeit nach ihrer Regentschaft ins Visier. Während der Prinz angesichts der anstehenden Kommunalwahlen schmunzelnd einen Weg in die Politik andeutete („Vielleicht ist Wehr schon bereit für einen Prinzen auf Lebenszeit!“), sieht Bauer Michael seine Zukunft in einem neu zu eröffnenden Restaurant, bei dem das Bier vom Fass gezapft wird. Jungfrau Björnadette („Die moderne Frau ist schlau!“) will sich als Influenzerin betätigen. Diese ge¬lungene Rede belohnte das Publikum gleich mit einer Rakete.
Überhaupt fühlte man sich an diesem Abend auf „Cape Canaveral“ versetzt, denn das begeisterte Publikum forderte permanent Raketenstarts, was auf die Qualität der Kappensitzung hinwies.
Nachdem die Bühne frei geworden war, zeigten die Maxi-Funken Wehr in einer Homage an die „Flippers“ einen prächtigen, schmissigen Gardetanz. Die vom Publikum gewünschte Zugabe war das nur Formsache. Margret Volk hatte die 15 Tänzerinnen bestens auf ihren Auftritt vorbereitet. Eng wurde es danach, als das Tanzcorps der Narrenzunft Gelb-Rot Koblenz mit fast 30 Tänzerinnen und Tänzern die Bühne enterte. „Märchenhaft“ ihre Tanz-Show rund um den Froschkönig. Natürlich gab es auch hier die Zugabe. Nachdem das Auge bis dahin auf seine Kosten gekommen waren, startete der „Wehrer Altmeister der Bütt“ Kurt Gerhartz in seiner Paraderolle als „De Bolle“ einen wahren Angriff auf die Lachmuskeln der Besucher und lief zur Höchstform auf. Er hatte so seine Schwierigkeiten beim Gendern, sah bei seinem Neffen ein neues Sternzeichen „Kein Bock“ und fand, dass sein Kumpel Herbert „beim Sprechen noch Rechtschreibfehler“ machte. Standing Ovation des Publikums war der Dank der Zuhörer an diesen großartigen Vortrag, beim dem er zu gewünschten Zugabe seine Anekdoten vom Tagebuch einer Seefahrt zum Besten gab und wo bei seinem Abendgebet Björn Höcke, Robert Habeck und Ricarda Lang noch ihr Fett weg bekamen.
Luisa Durben, das Solomariechen der KG Wohlgemut Wehr, präsentierte im Anschluss seinen diesjährigen Solotanz, der von Anna Weiler einstudiert war.
Mit kölschen wie auch sonstigen aktuellen Stimmungsliedern hielt der „kölsche Jung“ Jürgen Schneider die Stimmung hoch und animierte das Publikum zum Mitmachen. Da passte die Nachricht, dass der 1. FC Köln gegen Frankfurt kurz vor Schluss 2:0 führte, prächtig in die Stimmung in der Römerhalle, was zum spontanen Gesang der FC-Hymne führte. Einen Leckerbissen für die Augen boten danach die „Wild Sister“ aus Baar. In ihren roten Ameisenkostümen boten sie als Baumeister der Natur eine hinreißende Show mit vielen Höhepunkten und hervorragender Choreografie. Die Stimmung schwappte über, als bei ihrer Zugabe sowohl das Dreigestirn wie auch die Maxi-Garde zum Mitmachen auf die Bühne gerufen wurden.
Nach einer kurzen Pause startete das Husaren-Corps Grün-Weiß Linz und ihr Tanzpaar einen gigantischen Gardeauftritt, der die Römerhalle erbeben ließ. Aus Niederzissen hatte Erzkarnevalist Heinrich Seiwert den Weg in die Wehrer Bütt gefunden. Mit seinem exzellenten Büttenvortrag im Reimversen hatte er auch so manches Lokales zur Erheiterung des Publikums verpackt.
Auch die „Danzkamellche“ aus Niederzissen präsentierten einen tollen, mit Höhepunkten gespickten hawaiianischen Tanz und erfreuten hiermit die Wehrer Narren.
Wenn es heißt, die „Breiköpp“ kommen, freut sich in Wehr jeder Narr bereits auf die Attacken auf die Lachmuskeln. Was Kurt Gerhartz mit seinen Töchtern Vera und Pia zum Bes¬ten gibt, ist Frohsinn pur. Das war auch in diesem Jahr nicht anders. Großartige Pointen sorgten für ausgelassene Stimmung im Saal. Als Überraschung für den Wehrer Prinzen eroberten die „Mennijer Mädche“ sodann die Bühne und präsentierten einen schmissigen Tanz zu Party- und Disco-Klängen. Royal wurde es anschließend, als die Prinzenpaare aus Niederzissen, Burgbrohl, Wassenach und Kempenich sowie das „Prinzje Dubbel“ der Brenker Mafia dem Wehrer Dreigestirn ihre Referenz erwiesen. Orden und nette Worte wurden getauscht und das „Prinzje Dubbel“ hatte zur Freude und Erheiterung der Gäste „Original Klompen“ für die Wehrer Regenten als Geschenk dabei.
Mystisch wurde es, als die Showtanzgruppe Ettringen ihren Showtanz „Phönix“ darbot. Eine großartige Show, die viel Beifall bekam.
Als Ameisen (Männer) und Bienen (Frauen) nahmen im Anschluss die Mitglieder des Vorstandes der Wehrer KG die Bühne mit ihrer Tanzdarbietung in Beschlag. Sie hatten in Anlehnung an die Biene Maja natürlich auch den Grashüpfer Flip sowie den faulen Willi mit dabei. Prinz Andy I. nahm dabei die Gelegenheit wahr, mit dem Lied „Wir sagen Dankeschön“ sich von seinen närrischen Untertanen zu verabschieden. Den Abschluss der Darbietungen machte die Prinzengarde Wehr, die mit einem fantas-tischen Gardetanz, der mit vielen Höhepunkten gespickte war, auch zu später Stunde die Besucher noch begeisterte, bevor die Ahrtalente mit kölschen Liedern die Stimmung noch einmal überschwappen ließen.
Schließlich sorgte die Band „Rhein-Beat“, die auch die musikalische Begleitung der gesamten Sitzung übernommen hatte, für allerbeste Stimmung bis weit in die Nacht. Der Dank des Vorstandes galt den Aktiven auf der Bühne und allen fleißigen Helfern vor und hinter den Kulissen. Man darf sich bereits jetzt auf das närrische Spektakel im kommenden Jahr bei den „wohlgemuten“ in Wehr freuen. WER
Einen tollen Tanz präsentierten auch die Wild-Sisters. Foto: Andreas Stutzmann
