Sankt Katharinen lud zu einem Benefizkonzert zugunsten des Franziskus-Krankenhauses
Stimmungsvoller Abend mit Landes- polizeiorchester und Mainzer Hofsängern
Sankt Katharinen. Vor zwei Jahren hatte Willi Knopp, der Bürgermeister von Sankt Katharinen, ein Konzert der Mainzer Hofsänger besucht, die damals allerdings nicht als Höhepunkt die Prunksitzung „Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht“ beschlossen. „Ich war restlos begeistert und fest entschlossen, sie zusammen mit dem Landespolizeiorchester Rheinland-Pfalz (LPO) nach Sankt Katharinen zu holen“ erklärte Knopp, als er zusammen mit dem Bad Hönninger VG-Chef Michael Mahlert in seiner Funktion als Vorsitzender des Krankenhaus-Fördervereins und dem Verwaltungschef Thomas Werner, der den verhinderten Ärztlichen Leiter, Dieter Altmann, vertrat, die Konzertbesucher begrüßte, darunter etwa auch der Linzer VG-Chef Hans-Günter Fischer, der Linzer Stadtbürgermeister Hans Georg Faust. “Und was lag da näher, das Konzert mit einem guten Zweck zu verbinden“, berichtete der Ortschef. Da strömten bereits die ersten Gäste des „Frühlingskonzertes“ in die große Multifunktions-Sporthalle, in deren Foyer eine Spendenbox aufgebaut war. „Wenn die gut gefüttert wird, erhöht sich noch der Erlös aus dem Benefizkonzert zugunsten des Franziskus-Krankenhauses. Außerdem geht die Aktion für das Linzer Krankenhaus noch zwei Wochen weiter. Unter Tel. (0 26 44) 56 01 35 oder 56 01 9 kann man in der Linzer VG-Verwaltung die Kontonummer erfragen, auf die weitere Spenden unter dem Schlagwort ‚Benefizkonzert‘ eingezahlt werden können“, so Willi Knopp.
„Ich bin froh, dass es der Gemeinde gelungen ist, neben dem LPO mit seinem Dirigenten Stefan Grefig auch die Mainzer Hofsänger um ihren musikalischen Leiter Michael Christ für das Benefizkonzert zu gewinnen, sodass sie sich heute Abend auf ein musikalisches Feuerwerk freuen können“, so Willi Knopp. Sein Dank galt den Ortsvereinen, ohne deren tatkräftige Unterstützung die Organisation nicht zu stemmen gewesen wäre. Allen voran aber dankte er seiner Gemeindesekretärin Marianne Over, deren unermüdliches Engagement hinsichtlich des Konzertes höchstes Lob verdiene. In das stimmte Michael Mahlert mit ein, der aber auch Willi Knopp für seine großartige Initiative dankte. „In Abstimmung mit der ärztlichen Leitung werden wir entscheiden, was von dem Erlös des Konzerts angeschafft wird“, erklärte er.
Dann aber kam mit Klarinettist Christian Küchenmeister, der die Moderation übernahm, die Musik „zu Wort“. Zunächst eröffnet das LPO mit dem „Coronation Marsch“ von Peter Tschaikowski das Konzert. „Mit dem ‚Cartoon‘ von Paul Hart aus dem Jahr 1991 hören Sie eines der brillantesten, aber auch eins der anspruchsvollsten Werke für Blasorchester der letzten Jahre“, erklärte der Conférencier. Außerdem würden im „Schlagwerk“ neben den Pauken 24 verschiedene Instrumente zum Einsatz kommen. Und schon erschienen vor den geistigen Augen der Zuhörer etwa Tom und Jerry bei einer spannenden Katz- und Maus-Verfolgungsjagd, stolzierte ein aufgeblasener Aufschneider durch die Sporthalle bis die Musik eine gefühlvolle Romanze ankündigte und eine Big-Band zum glorreichen Finale blies.
Zu der „Landerkennung“ von Edvard Grieg marschierten auch die Hofsänger auf die Bühne, deren „Kapitän“ Christoph Clemens den Bariton-Solo-Part übernehmen sollte. Der Komponist wollte mit seinen Werke, einer norwegischen Musikkultur seinem Volk eine Identität geben“, erklärte Christian Küchenmeister. Der literarischer Freund des Musikers, Björnstjerne Björnsen habe für die Komposition den Text geschrieben, die Sage von Olav Trygvason, die der gelehrte Mönch Leifsson um 1200 in lateinischer Sprache verfasst hatte. Olav soll im späteren Norwegen das Christentum verkündet haben, bevor er 995-1000 König der Norweger geworden sein soll. „Die Kantate schildert musikalisch-dramatisch die Glaubenstiefe Olavs und seine Ankunft in Norwegen“, so der Moderator.
Stimmgewaltig, wie man sie seit Jahrzehnten aus der fünften Jahreszeit kennt, übernahmen dann die Hofsänger alleine die Regie, holten schon vor der Pause das „Phantom der Oper“ auf die Bühnen, zeigten bei der „Bohemian Rhapsody“, dass sie hinsichtlich des Tonumfang einem Freddy Mercury kaum nachstehen, um ein rastlos begeistertes Publikum mit dem Beatles-Song „Hey Jude“ in die Pause zu entlassen. Die beendete das LPO mit der Tatort-Titelmelodie, um dann mit dem, unvergessenen Joe Cocker „Unchain my heart, baby let me go“ zu bitten. Darauf ließen sich die Konzertgäste jedoch gar nicht erst ein, sondern feierten die Bläser frenetisch nach deren „Danke Hansi!“ von James Last.
Zusammen mit den Mainzer Hofsängern intonierte das Orchester dann mit dem „Chianti-Lied“ einen echten „Klassiker der guten Laune“, dem „Just help yourself“ von Tom Jones folgte. Ein Hit jagte den anderen von „Maria, Maria“ von Carlos Santana über „The Rose“ von Bette Midler bis hin zu Frankyboys Hit „I did it my way!“. Tatsächlich hieß es da „And now the end is near“, konnten Mainzer Hofsänger und das Landespolizeiorchester den Kathringern doch nur noch bescheinigen, dass ihre Multifunktionshalle „Ein ehrenwertes Haus“ ist, allerdings im eigentlichen Wortsinn und keineswegs so, wie in dem Erfolgsschlager von Udo Jürgens. DL
