Allgemeine Berichte | 08.05.2024

Bürgerinitiative „Unsere Altstadt“ Koblenz

Stolpersteine von Julia und Max Appel wiedereingesetzt

Die Stolpersteine von Julia und Max Appel sind wieder an ihrem Platz. Foto: Hermann Schäfer

Koblenz. Nach dem Abschluss der Bauarbeiten im Bereich der Zuwegung der Elzerhofstraße zur Kastorstraße (direkt neben dem Eltzerhof) wurden die beiden Stolpersteine der Geschwister Julia und Max Appel wiedereingesetzt. Die Bürgerinitiative „Unsere Altstadt“ dankte in diesem Zusammenhang besonders der Stadtentwässerung Koblenz und der den Straßenbau umsetzenden Baufirma für die besondere Rücksichtnahme, Sicherung und Wiedereinsetzung der Stolpersteine nach Abschluss der Maßnahme.

Die beiden Steine erinnern an Julia Appel, geboren 1889, der es aufgrund ihres jüdischen Glaubens im Dritten Reich zunächst noch gelang in Hamburg unterzutauchen, dort aber 1941 aufgegriffen nach Lodz deportiert und dort am 20. Februar 1942 ermordet wurde. Sowie an ihren Bruder Max Appel, 1891 geboren, der hier - in der Kastorstraße 23 - eine kleine Pension betrieb. Max Appel wurde am 4. August 1943 festgenommen, nach Auschwitz deportiert, wo er 1944 ermordet wurde. Noch am 9. November des letzten Jahres hatte die Bürgerinitiative zusammen mit Diakon Dany und Pfarrerin Peters-Rahn der Familie Appel im Kastorhof, dem ehemaligen Stammsitz der Familie, der von ihnen geführten Pension „Rheinperle“, gedacht. Hier erinnert der Stolperstein von Adolf Appel (1890 - 1936) an die Familie, die in Mitten des im Krieg weitgehend zerstörten Kastorviertels lebte und arbeitete.

Für die Bürgerinitiative ist diese Erinnerung weit mehr, als das Gedenken an ehemalige jüdische Mitbürger und Mitbürgerinnen, sondern auch Ausdruck der stetigen Erinnerung, wohin Ausgrenzung und Intoleranz führen kann und das Menschenrechte, sowie demokratische und rechtsstaatliche Grundwerte nicht verhandelbar und unabdingbar für das Gemeinwesen sind.

Pressemitteilung der

Bürgerinitiative

„Unsere Altstadt“ Koblenz

Die Stolpersteine von Julia und Max Appel sind wieder an ihrem Platz. Foto: Hermann Schäfer Foto: Hermann Schaefer

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